Der EuGH hat entschieden, dass pseudonymisierte Daten nicht immer als anonym gelten und somit weiterhin dem Datenschutz unterliegen. Das Gericht hob ein vorheriges Urteil auf, das die Kontrollbefugnisse der Aufsichtsbehörden eingeschränkt hatte.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 05.09.2025
-
ChatGPT soll eine "Kindersicherung" bekommen, die Eltern mehr Einblick in die Chats ihrer Kinder gewähren und sie in kritischen Situationen warnen soll. Die Ankündigung folgt wenige Tage nachdem die Eltern eines Jugendlichen gegen OpenAI geklagt hatten.
-
Meta hat illegal Gesundheitsdaten von Millionen Frauen gesammelt. Die Daten stammen unter anderem von der Perioden-App „Flo“. Der Konzern muss deshalb womöglich bis zu 190 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen.
-
Facebook plant ein Comeback der Funktion "Anstupsen". Sie ermöglicht es Nutzer:innen, auf spielerische Weise auf sich aufmerksam zu machen oder Flirts einzuleiten.
-
Ein Anwalt aus Indianapolis namens Mark Steven Zuckerberg verklagt Meta weil sein Facebook-Konto wiederholt gesperrt wurde. Meta begründete die Sperrungen damit, dass der Kläger sich als Meta-CEO Mark Elliot Zuckerberg ausgegeben habe.
-
Eine neue Studie behauptet, dass die Nutzung von Smartphones auf der Toilette das Risiko für vergrößerte Hämorrhoiden um 46 Prozent erhöhe. Längeres Auf-der-Toilette-Sitzen trüge dazu bei. Fachleute empfehlen, die Zeit auf der Toilette auf drei bis fünf Minuten zu begrenzen.
-
Elon Musk war beim großen Tech-Abendessen im Weißen Haus nicht anwesend. Das könnte in Zusammenhang mit den wiederkehrenden Konflikten zwischen Musk und den Teilnehmern stehen. Zum Abendessen geladen waren Personen wie Zuckerberg, Gates, Cook und Altman.
-
Chinesische Hacker haben möglicherweise Daten von fast allen US-Amerikaner:innen gestohlen. Die Informationen wurden offenbar während des jahrelangen Salt-Typhoon-Angriffs gesammelt und könnten nun chinesischen Geheimdiensten zugutekommen, so die Befürchtung.
-
„Sickfluencer“ zeigen Momentaufnahmen aus ihrem Leben mit (chronischen) Krankheiten bei Social Media, schaffen Aufmerksamkeit für sich und ihre Beschwerden. Allerdings können sie keine professionelle Beratung ersetzen.
-
Facebook toleriert Betrugsseiten oder sperrt sie erst, nachdem viel Zeit vergangen ist. So verdient der Konzern an den Abzocken mit.
-
In Schweden wurden seit Jahresbeginn 733 Störangriffe auf satellitengestützte Navigationssysteme wie GPS gemeldet. 2023 waren es noch 55 Störungen. Die dortige Transportbehörde vermutet Russland als Verursacher.
-
In Jülich wird heute "Jupiter" eingeweiht, ein Supercomputer, der künftig etwa KI-Modelle trainieren soll. 500 Millionen Euro hat die Rechenkiste der Exascale-Klasse gekostet.
-
Im Spionageprozess um einen früheren Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah hat dieser ausgesagt, dass der Beschuldigte Jian G. wie alle anderen Mitarbeitenden auch Zugriff auf Dokumente des EU-Parlaments hatte. Es habe nur ein Passwort für alles gegeben.
-
Auch an der Finanzbranche geht der Hype um sogenannte KI nicht vorbei. Banken schneidern E-Mails für Kund:innen mit Sprachmodellen, Berater:innen lassen sich von Maschinen beraten und im schlimmsten Fall schieben Mitarbeitende Kundendaten in ChatGPT.
-
Nachdem einige Social-Media-Konzerne keine nationalen Anlaufstellen in Nepal eingerichtet haben, hat der Staat nach eigenen Angaben den Zugang zu diesen Seiten gesperrt, darunter Facebook und YouTube. In Nepal wohnen rund 30 Millionen Menschen.
-
Ein Dashcam-Hersteller verkauft die Videos, die Kund*innen mit seinen Produkten erstellen. Nun hat ein Hacker 130 Terabyte davon erbeutet. Die Aufnahmen zeigen zum Beispiel auch einen Menschen, der zum CIA-Hauptquartier fährt.
-
Der angekündigte Siegeszug von IPv6 bleibt weiter aus. Das könnte weniger an der Technik selbst, sondern auch an verfehlten Kommunikationsstrategien einschlägiger Evangelisten liegen, mutmaßt Terry Sweetser.
-
Ticker vom 04.09.2025
Großbritannien sei wie Nordkorea, behauptete der rechtsradikale britische Politiker Nigel Farage vor dem Justizausschuss im US-Kongress, der sich gestern mit europäischen Digitalgesetzen befasste. Diese seien nicht perfekt, aber notwendig, hielt Menschenrechtsexperte David Kaye entgegen.
-
Die Gaming-Website Roblox kündigt zum Ende des Jahres verbindliche Alterskontrollen für seine Nutzer*innen an. Damit will das Unternehmen verhindern, dass Erwachsene auf der Plattform einfach Kinder kontaktieren können.
-
Ein Jahr lang soll eine Kommission aus Expert:innen konkrete Empfehlungen für digitalen Kinder- und Jugendschutz erarbeiten, unter anderem für Politik und Eltern. Das hat das Familienministerium bekanntgegeben. Bis dahin solle es keine Initiative der Bundesregierung geben.
-
Wegen Datenschutzverstößen bei Tracking und Werbung verhängt die französische Aufsicht Strafen gegen Google und Shein. Der chinesische Fast-Fashion-Händler soll 150 Millionen Euro zahlen, der kalifornische Werbekonzern 325 Millionen. Das Google-Verfahren geht auf Beschwerden von noyb zurück.
-
Ein US-Gericht hat Google zu einer Strafe von 425 Millionen US-Dollar verurteilt. Der Konzern soll Daten von Nutzer:innen gesammelt haben, trotz deaktiviertem Tracking im Google-Konto. Google will in Berufung gehen.
-
Google hat zwar ein Monopol, doch das US-Wettbewerbsverfahren ist an dem Konzern abgeperlt. "Ist der Kampf gegen Big Tech verloren?", fragt die Zeit in einer Analyse, betrachtet den Kampf aber noch nicht als verloren.
-
Deutschland und Frankreich wollen Arte zu einer gesamteuropäischen Streamingplattform ausbauen. Zum einen soll das gegen Desinformationen helfen, zum anderen ist das eine Reaktion auf den US-Rückbau von Radio Free Europe und Voice of America.