Ticker vom 05.05.2025

Golem.de
In Louisiana, USA, will Meta das weltgrößte Rechenzentrum errichten. Drei neue Gaskraftwerke braucht es dafür. Die Baukosten in Höhe von rund 5 Milliarden US-Dollar tragen die Kund:innen des örtlichen Stromversorgers.
Tagesspiegel
Das Firmengelände von Elon Musks Weltraumunternehmen in Texas ist nun eine eigene Stadt. Bürgermeister: ein Space-X-Manager. Wahrzeichen: eine Elon-Musk-Skulptur.
404 Media
Die Signal-Variante TeleMessage wurde gehackt. Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass Mike Waltz sie nutzt. Bis zum 1. Mai war Waltz noch Sicherheitsberater von Donald Trump.
Eunews
Die EU-Kommission schließt nicht aus, seinen Mitgliedstaaten ein Handyverbot an Grund- und weiterführenden Schulen zu empfehlen, teilt die zuständige Bildungskommissarin mit. Derzeit sammle die Kommission Belege für die Auswirkungen solcher Verbote aus EU-Staaten, die sie bereits umgesetzt haben.

Ticker vom 02.05.2025

TechCrunch
Apple hat am Dienstag weitere Nutzer:innen benachrichtigt, dass ihre Geräte mit einem nicht weiter benannten Staatstrojanern angegriffen wurden. Ein italienischer Journalist und eine niederländische Rechtsextremistin haben die Benachrichtigungen öffentlich gemacht.
Tagesschau
Die irische Datenschutzbehörde hat eine Strafe von 530 Millionen Euro gegen TikTok verhängt. Die Plattform soll Daten von EU-Nutzer:innen nach China weitergeleitet und gegen Transparenzanforderungen verstoßen haben.
Euronews
Das finnische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Einsatz von Smartphones in der Schule einschränkt. Schüler:innen dürfen ab dem kommenden Schuljahr Geräte auf dem Schulgelände nur noch nutzen, wenn sie dafür eine Genehmigung ihrer Lehrer:innen haben.
NPR
Indien wird in seiner anstehenden Volkszählung auch Daten zur Kastenzugehörigkeit erheben. Die detaillierten demografischen Daten sollen dabei helfen, Programme zur sozialen Gerechtigkeit ordnungsgemäß umzusetzen. Dazu gehören Quoten für Behördenjobs oder Universitätszulassungen.
CBS
Michael Waltz, bisheriger Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, muss nun doch seinen Posten räumen und soll UN-Botschafter werden. Er hatte einen US-Journalisten zu einem vertraulichen Signal-Chat hinzugefügt. Zunächst hatte Trump ihn noch verteidigt.
Tagesschau
Für den Verfassungsschutz ist es jetzt gesichert, dass die AfD als Ganzes rechtsextremistisch einzustufen ist – "aufgrund der die Menschenwürde missachtenden, extremistischen Prägung", wie die Behörde mitteilt. Mit der Einstufung wurde schon im vergangenen Jahr gerechnet.
Der Standard
Durch die von Donald Trump verhängten Zölle steigen auch die US-Preise für Puppen. "Vielleicht haben Kinder nur zwei Puppen statt 30", sagte der US-Präsident – und erntete ein Meme-Feuerwerk, darunter die Marie-Antoinette-Anspielung: "Sollen sie doch mit zwei Puppen spielen".
Der Spiegel
Seit Jahren streiten sich Apple und Fortnite vor Gericht. Apple will ein Stück vom Kuchen abhaben, wenn Menschen bei Fortnite Geld ausgeben. Fortnite pocht dagegen auf externe Einkäufe ohne Provision. Nun gibt ein Urteil Fortnite Recht, aber Apple will in Berufung gehen.
RND
Seit KI auf Instagram und Facebook Beiträge empfiehlt, halten sich die Nutzer*innen dort länger auf. Außerdem wird die KI genutzt, um Anzeigen zu personalisieren.
ZDNet
Zunehmend suchen Menschen mit Sprachmodellen wie ChatGPT nach Dingen, die sie kaufen wollen. Künftig soll KI-basierte Software dabei weitere Klicks sparen und etwa auch bezahlen können. Visa will dafür sein Bezahlsystem mit Kreditkarten anpassen, auch Mastercard arbeite daran.

Ticker vom 01.05.2025

Der Spiegel
Angriff auf ChatGPT: Zunächst nur in den USA will Meta sein Sprachmodell Meta AI als separate App anbieten. Sonderbar ist eine "Entdecken"-Funktion, in der man - entsprechend freigegebenene - Konversationen fremder Nutzer:innen erkunden soll.
TechCrunch
Seit Anfang 2024 hat sich die Anzahl der Apps im Google Play Store fast halbiert. Das liege unter anderem an gestiegenen Mindestanforderungen, zitiert TechCrunch den Konzern. Heißt im Umkehrschluss: Bis vor Kurzem hat Google seinen Nutzer:innen auch eine Menge Schrott angeboten.
Mashable
In den vergangenen fünf Monaten hat Twitter-Nachfolger X rund 11 Millionen EU-Nutzer:innen verloren, berichtet das US-Medium Mashable mit Verweis auf den jüngsten Transparenzbericht. Den musste der Konzern auf Grundlage des Gesetzes über digitale Dienste (DSA) vorlegen.
The Washington Post
Wer braucht schon unabhängige Kartellwächter, wenn man die Aufsicht zu sich ins Haus holen kann? Das schlagen zumindest die Republikaner im Kongress vor: Sie wollen der Wettbewerbsbehörde FTC ihre Kompetenzen entziehen und sie ins Justizministerium verlagern.

Ticker vom 30.04.2025

Der Spiegel
Eine letzte Schlappe für Gesundheitsminister Lauterbach: Der erweiterte Schutz der elektronischen Patientenakte ist gehackt worden, berichtet der Spiegel vorerst exklusiv (und hinter einer Bezahlschranke).
Bundesgerichtshof
Im Jahr 2020 veröffentlichte ein Facebook-Nutzer ein Bild, das den Eingang eines Konzentrationslagers mit der Aufschrift "Impfen macht frei" zeigte. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs war das Volksverhetzung, so das rechtskräftige Urteil.
LTO
Schwarz-Rot will laut Koalitionsvertrag die föderale Datenschutzaufsicht bündeln. Eine Zentralisierung sei jedoch teuer und unrealistisch, analysiert ein Referent der Hamburger Datenschutzaufsicht. Besser seien etwa zentrale Anlaufstellen und mehr Koordinierung.
Lobbycontrol
Der schwarz-rote Koalitionsvertrag ist "bis auf wenige Ausnahmen unerfreulich", analysiert die NGO Lobbycontrol. Demnach fehlen Verbesserungen beim Lobbyregister; Datenschutz solle gelockert werden. Ein Lichtblick sei die Machtbegrenzung von Big Tech.
The New York Times
Was soll schon schiefgehen, wenn die Trump-Familie eine windige Krypto-Firma kontrolliert? Die New York Times berichtet über den Aufstieg von "World Liberty Financial" und wie das Projekt Tür und Tor für Interessenkonflikte und Korruption öffnet.
CNBC
Amazon wollte Kund:innen darüber informieren, wie viel sie durch den von Donald Trump losgetretenen Zollkrieg draufzahlen müssen. Dieser angeblich „feindliche und politische Akt“ gefiel der Regierung gar nicht, kurz darauf machte der Online-Riese einen Rückzieher.