Ring, die Heimüberwachungstechnik von Amazon, identifiziert künftig Menschen über ihre Gesichter. Außerdem können die Kund*innen im Videomaterial automatisiert suchen. Das Update wird zunächst in den USA ausgerollt.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 02.10.2025
-
Der ehemalige britische Beauftragte für Biometrie und Videoüberwachung warnt vor den Auswirkungen von KI in britischen Videoüberwachungsnetzwerken. In London beispielsweise erkennen die Kameras bereits Gesichter.
-
Österreichische Abgeordnete haben ihre beruflichen E-Mail-Adressen für die Anmeldung auf Datingportalen und anderen Services genutzt. Die Daten eines Viertels der Abgeordneten stehen nun samt Passwort im Darknet.
-
Zu viele scharfe Kanten: Teslas Cybertruck wird auf Deutschlands Straßen nicht zugelassen – obwohl die US-Armee gerne einige Exemplare hierher bringen würde.
-
Der Digital Services Act der EU ist mittlerweile drei Jahre alt. Aus diesem Anlass macht AlgorithmWatch eine Bestandsaufnahme und analysiert, was sich noch verbessern muss.
-
Noch im Herbst will Wolfram Weimer Eckpunkte für eine Digitalabgabe vorlegen. Zudem fordert der Kulturstaatsminister die Zerschlagung von Google, das er als Verlag einstufen und dem deutschen Presserecht unterwerfen will.
-
Bei der Schufa-Tochter Bonify sind Identitätsdaten abgeflossen, dazu gehören auch Ausweisdaten und Fotos oder Videos, die bei der Identifikation über Videoident erhoben wurden. Nun wird das Unternehmen erpresst. Noch ist nicht bekannt, wie es dazu kam.
-
Die Gesundheitsministerin will, dass Medizinal-Cannabis nicht mehr per Telemedizin verschrieben und per Versand-Apotheke bezogen werden kann. Ein fachkundiger Anwalt findet, das schießt über das Ziel hinaus, und macht andere Vorschläge.
-
Abgeordnetenwatch stellte eine Informationsfreiheitsanfrage zu acht Lobbyterminen der Wirtschaftsministerin. Eine Anfrage kostet maximal 500 Euro Gebühren, doch das Ministerium drohte mit bis zu 4.000 Euro Kosten. Acht Termine, achtfache Gebühren – so die fragwürdige Logik.
-
Erst schob das FBI Kriminellen den vermeintlich sicheren Messenger „Anom“ unter, um dann klandestin mitlesen und Partnerbehörden wie das BKA informieren zu können. Solche Daten dürfen in Strafverfahren als Beweismittel verwertet werden, hat nun das Bundesverfassungsgericht entschieden.
-
Ticker vom 01.10.2025
Weltweit laufen bei Polizeien mehr Daten zusammen als sie überhaupt sinnvoll auswerten können. Könnten dabei KI-Chatbots helfen? Das fragt die Washington Post etwas provokant.
-
Spotify-Gründer Daniel Ek tritt nächstes Jahr von seinem Chef-Posten zurück. Künftig will der schwedische Milliardär in europäische Start-ups investieren, im Blick hat er unter anderem KI, Klima und Rüstung.
-
Kalifornien, wo viele US-Tech-Konzerne sitzen, hat nach langen Verhandlungen ein KI-Gesetz beschlossen. Ähnlich europäischen Vorgaben müssen KI-Firmen nun mehr auf Sicherheit und systemische Risiken achten.
-
Die „Conservapedia“ oder eine ähnlich reaktionäre russische Wikipedia-Variante erhalten Konkurrenz: Elon Musk will unter dem Dach seines KI-Konzerns xAI eine Alternative zur größten Online-Enzyklopädie namens „Grokipedia“ entwickeln lassen.
-
Ein nicht unrealistisch scheinendes Platzen der gegenwärtigen KI-Blase würde weite Kreise ziehen und dabei auch den Rest der Wirtschaft beschädigen, warnen Fachleute.
-
Er teilt Postings theokratischer Faschisten und setzt „Pride“ mit dem Teufel gleich: Der Social-Media-Auftritt des Fußballspielers Felix Nmecha bereitet seinem Arbeitgeber BVB regelmäßig Probleme. Kann und darf der was dagegen tun?
-
Nachdem ein Vulkanausbruch die südpazifische Insel Tonga im Jahr 2022 vom Internet abgeschnitten hatte, krachte das Leben der Einwohner:innen zusammen. Wie fragil unsere digitale Welt ist, hat The Guardian in einem Longread nachgezeichnet.
-
Pünktlich zum Pflichtstart der elektronischen Patientenakte ist eine „Störung beim Aktensystem von IBM“ aufgetreten, berichtet Heise. Betroffen sind unter anderem Versicherte der elf AOKen, der Techniker Krankenkasse und der Barmer, Viactiv und der Knappschaft.
-
Seit dem KI-Gesetz der EU müssen Betreiber sogenannter Hochrisiko-KI-Systeme regelmäßig deren Auswirkungen auf Grundrechte abklopfen. Die erste Folgenabschätzung steht zwar erst in einem Jahr an, beck-aktuell erklärt aber heute schon, um was es eigentlich geht.
-
Die Polizei in Kalifornien hat ein Taxi angehalten, nachdem es ein unerlaubtes Wendemanöver vollzogen hatte. Am Steuer war jedoch keine verantwortliche Person aufzufinden, es handelte sich um ein selbstfahrendes Gefährt.
-
Die US-Abschiebebehörde ICE hat eine Software der Überwachungsfirma PenLink angeschafft, mit der sie auf Positionsdaten von Millionen Smartphones zugreifen kann.
-
Audrey Tang, einst Digitalminister:in Taiwans, wird mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Die taz porträtiert die ungewöhnliche Politiker:in, die sich als „staatsbürgerliche Hackerin“ bezeichnet.
-
Ticker vom 30.09.2025
In der Schweiz ist eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung geplant, die Anonymität im Internet faktisch verunmöglicht. Diese Verschärfung soll ohne Abstimmung im Parlament geschehen. Das könnte die Abwanderung von datenschutzfreundlichen IT-Unternehmen zur Folge haben.
-
Die Taliban haben das Glasfaser-Internet in ganz Afghanistan auf unbestimmte Zeit abgeschaltet. Auch Mobilfunk ist von der Blockade betroffen. Besonders schwerwiegend ist das für Mädchen und Frauen, die online keine Bildung mehr erhalten oder arbeiten können.