Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 31.10.2025

    heise online

    Mit dem sogenannten Digital-Omnibus will die EU mehrere Digitalgesetze nachjustieren, darunter die KI-Verordnung. Die schwarz-rote Bundesregierung will zu diesem Anlass Regeln für KI-Anwendungen und Datenschutz schleifen, fasst heise online zusammen.

  • heise online

    Der Fluss personenbezogener Daten zwischen EU und USA könnte zum dritten Mal vor dem Europäischen Gerichtshof landen. Nachdem bereits die Abkommen "Safe Harbor" und "Privacy Shield" kassiert wurden, will ein französischer Abgeordneter das aktuelle "Data Privacy Framework" verhandeln lassen.

  • beck-aktuell

    Per Klausel hatte sich Amazon eine einseitige Preiserhöhung des Premium-Diensts Amazon Prime genehmigt. Das geht so nicht, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigt. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

  • AlgorithmWatch

    Eine KI-Content-Schleuder mit Sitz in der EU hat für ihre Artikel unerlaubt die Identität eines Journalisten von AlgorithmWatch genutzt – offenbar, um sich einen seriösen Anstrich zu verpassen. Hier beschreibt er, wie schwer es war, dagegen vorzugehen.

  • Ticker vom 30.10.2025

    Humanistische Union

    In einem offenen Brief wenden sich mehrere Grundrechtsorganisationen gegen Verschärfungen des Berliner Polizeigesetzes. Sie kritisieren unter anderem den geplanten Aufbau einer biometrischen Datenbank und die Ausweitung verdachtsunabhängiger Kontrollen an "kriminalitätsbelasteten Orten".

  • Kein Palantir in Baden-Württemberg

    In Baden-Württemberg mobilisieren zahlreiche Gruppen und Menschen gegen den Einsatz der umstrittenen Überwachungssoftware von Palantir durch die Polizei. Für den 2. November ist eine Kundgebung auf dem Rotebühl-Platz in Stuttgart geplant.

  • AlgorithmWatch

    Die NGO AlgorithmWatch will untersuchen, inwiefern sich die neuen Sprachmodell-Zusammenfassungen in der Google-Suche negativ auf Website-Besuche auswirken. Hierfür hat die NGO das neue Recht auf Datenauskunft nach dem Gesetz über digitale Dienste (DSA) in Anspruch genommen.

  • Handelsblatt

    Zuerst wollte ChatGPT-Betreiber OpenAI keinen Profit machen und dem Wohl der Menschheit dienen. Inzwischen macht der Konzern Deals mit dem rechtsradikal regierten US-Militär und plant nun auch den Börsengang. Möglich sei eine Bewertung von bis zu einer Billion US-Dollar.

  • heise online

    Der Internationale Strafgerichtshof fürchtet Repressalien von US-Präsident Donald Trump und verbannt Microsoft-Produkte aus seinen Büros. Stattdessen zieht die OpenDesk-Software des Zentrums für Digitale Souveränität ein.

  • Digitalministerium

    Mit dem neu gegründeten "Digital Commons European Digital Infrastructure Consortium" wollen Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande die digitale Souveränität Europas stärken und in digitale Gemeingüter investieren.

  • Android Authority

    Nach einer richterlichen Anordnung öffnet Google seinen mobilen Play Store in den USA ein wenig. Android-Nutzer:innen können künftig etwa externe App Stores und alternative Zahlungsoptionen verwenden.

  • Biometric Update

    Der Plan der Trump-Regierung, eine bundesweite Online-Wählerregistrierung einzuführen, erhält ordentlich Gegenwind. Zu rechtlichen Bedenken gesellen sich Sorgen vor politisch gelenkter Manipulation des Registers.

  • The Guardian

    Nach dem Suizid eines Kindes, das sich von einem KI-Bot umgarnen ließ, und der Klage seiner Eltern klemmt der Anbieter Character.AI seinen Dienst für Unter-18-Jährige ab.

  • 404 Media

    Vermummte Abschiebe-Beamte, die anscheinend willkürlich Menschen in Chicago zu biometrischen Gesichtsscans nötigen, um ihre Identität zu prüfen: Das US-Medium 404 Media beschreibt neue Fälle techno-faschistischer Unterdrückung in den USA.

  • Ticker vom 29.10.2025

    tagesschau.de

    Die Spekulationsblase schwillt weiter an: Befeuert durch den KI-Hype und die Gunst von US-Präsident Donald Trump hat Chiphersteller Nvidia als weltweit erstes Unternehmen einen Börsenwert von 5 Billionen US-Dollar geknackt.

  • Golem

    In Rumänien gelang es Gefängnisinsassen, auf IT-Systeme ihrer Haftanstalt zuzugreifen. Sie verschafften sich Zugang zu pornografischen Inhalten und überwiesen sich Geld aufs eigene Konto.

  • taz

    Ein in Chile mit lateinamerikanischen Trainingsdaten entwickeltes Sprachmodell will den Fokus auf regionale Sprachen und Kulturen lenken. Latam-GPT soll eine Alternative zu westzentrierten KI-Modellen sein, teilt aber ihre Schönheitsfehler.

  • Golem

    Die Macher von F-Droid werfen Google Falschaussagen zur angekündigten Entwicklerregistrierung vor. Anders als Google behaupte, könnten Einzelpersonen künftig nicht mehr selbst entscheiden, welche Software sie auf ihren Android-Geräten ausführen möchten.

  • Digitalministerium

    Die Bundesregierung hat den Entwurf des Durchführungsgesetzes zum Data Act verabschiedet. Die EU-Verordnung soll eine faire Datenökonomie für Industrie und Verbraucher:innen schaffen. Fachleute haben Zweifel, dass dies gelingt.

  • heise online

    Signal-Chefin Meredith Whittaker legt dar, warum der Messengerdienst Signal auf AWS angewiesen ist. Zugleich versichert sie, dass dank der Verschlüsselung weder Amazon noch Signal Zugriffe auf die Inhalte der Nutzenden haben.

  • HmbBfDI

    Ab heute können Forschende nach dem Digital Services Act Zugang zu nicht-öffentlichen Daten von sehr großen Plattformen wie Instagram oder Amazon beantragen. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit erklärt, wie es geht.

  • taz

    Viele Tech-Unternehmen in Deutschland sind von Seltenen Erden abhängig, wie die taz berichtet. Allerdings müssen diese aus dem Ausland importiert werden und würden in der EU nicht nennenswert recycelt.

  • heise online

    Trotz Murren und Gegenargumenten werden sich TikTok, Snapchat und Meta (Facebook und Instagram) dem australischen Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige beugen. Es soll ab dem 10. Dezember greifen. Im Vorfeld warnte ein Gutachten vor gefährlicher Datensammelei.

  • Ticker vom 28.10.2025

    Digitalministerium

    Wie seine Amtsvorgänger setzt Digitalminister Karsten Wildberger auf Stakeholder-Dialoge, um den Ausbau der Infrastruktur zu beschleunigen. Nun arbeitet er mit Vertreter:innen aus Landespolitik und der Branche an einem „Memorandum of Understanding“.