Das von der EU-Kommission geplante Paket zum Digitalen Omnibus verpasse es, Bürger*innen besser zu schützen, kritisiert der stellvertretende Bundesdatenschutzbeauftragte Andreas Hartl. Fehlen würden etwa Vorgaben gegen Databroker.
Ticker
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Ticker vom 10.06.2026
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Seit der Meta-Konzern Inhalte weniger streng moderiert, vervielfachen sich parteiübergreifend Drohungen gegen US-Politiker*innen. Das berichtet das "Center for Countering Digital Hate" nach einer Analyse von Millionen Facebook-Kommentaren.
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Die britische Regierung plant verpflichtende Nacktbild-Scans auf Geräten von Minderjährigen und Alterskontrollen. "Das gefährdet uns alle", warnt der Messenger Signal. Es drohe eine Ausweitung von Zensur und Massenüberwachung.
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Zunehmend mehr Apps funktionieren nicht auf Google-freien Android-Alternativen, warnt IT-Sicherheitsexperte Mike Kuketz. Es sei wichtig, dass Nutzende "die jeweiligen Anbieter immer wieder sachlich darauf hinweisen".
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Ticker vom 09.06.2026
In einer vorläufigen Entscheidung hat die EU-Kommission den Meta-Konzern angewiesen, KI-Wettbewerbern den uneingeschränkten Zugang zu WhatsApp einzuräumen. Derweil läuft die Kartellrechtsuntersuchung weiter.
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Apple rollt seine angekündigten KI-Funktionen vorerst nicht in der EU aus. Grund seien mögliche Auflagen aus dem Digital Markets Act. Die EU-Kommission weist dies zurück und will Apple auch keine Ausnahmen von den Regeln einräumen.
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Der Sicherheitsrat der Bundesregierung hat beschlossen, ein Sicherheitsinstitut für Künstliche Intelligenz zu gründen. Es soll etwa Kapazitäten bündeln, die Risiken moderner KI-Modelle analysieren und auf einheitliche internationale Standards hinwirken.
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Ein US-Überwachungsunternehmen will seine Kennzeichen-Lesegeräte mit weiteren Sensoren ausstatten, die auch Kennungen von Mobiltelefonen und anderen Bluetooth-fähigen Geräten erfassen. So ließen sich Fahrer:innen im Vorbeifahren identifizieren.
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Kanada bereitet ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung mit umfangreichen Speicherpflichten vor. Diese sollen auch Anbieter von Messengern wie Signal oder VPNs wie DuckDuckGo treffen, die nun mit Rückzug aus dem dortigen Markt drohen.
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Ein Social-Media-Verbot für Minderjährige sei zwar "besser als nichts", sagte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) am Rand eines Gipfels in Luxemburg. "Am nachhaltigsten" sei dagegen Schutz "innerhalb" des Designs von Plattformen.
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Die Datenschutzorganisation Noyb klagt gegen die österreichische Kreditauskunftei CRIF, weil diese Daten rechtswidrig erhebe und ihre Scorings für Betroffene zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen führen könnten. Auch eine Sammelklage ist geplant.
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Über 150 Mathematik-Professor:innen warnen in einer Deklaration davor, den von Tech-Konzernen in die Welt gesetzten KI-Hype für bare Münze zu nehmen. Sie hätten "starke wirtschaftliche Anreize", um zu übertreiben.
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Nachdem sich zuletzt Berichte gemehrt hatten, dass mit "smarten" Brillen Frauen belästigt werden, reagieren Politik und Behörden in der EU. Omnipräsente Überwachung könnte unsere Gesellschaft "tiefgreifend transformieren", warnt etwa die französische CNIL.
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Die Polizei erfasst keine „sexualisierten Straftaten an sedierten Personen“ statistisch. Deshalb weiß die Bundesregierung nicht, wie oft Frauen zum Ziel werden. Für organisierte sexualisierte Gewalt brauche es bundesweite Erfassung, fordert die Bundestagsabgeordnete Kathrin Gebel (Linke).
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Der britische Premierminister soll in wenigen Tagen Einschränkungen für die Social-Media-Nutzung von Minderjährigen verkünden. Keir Starmer reagiere damit auf Druck über Parteigrenzen hinweg, berichtet die BBC.
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Noch nie haben so viele das anonyme Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (116 016) genutzt wie 2025 – mit 190 Beratungen pro Tag. Am häufigsten würden Menschen wegen häuslicher Gewalt anrufen: 32.186 Mal, also etwa alle 16 Minuten.
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Das Kuketz-Blog vergleicht Alternativen zum Musik-Streaming-Riesen Spotify anhand von Kriterien wie Anzahl Songs, Tracking, Kosten und Fairness für Künstler:innen. Einen klaren Sieger für alle Bedürfnisse gebe es nicht.
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Die ungarische Staatsanwaltschaft hat die Verfahren gegen den Budapester Bürgermeister und den Veranstalter der Pécs Pride fallengelassen. Ausschlaggebend sei ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes.
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Bald sollen nicht nur Großinvestor*innen, sondern auch Aktien-Käufer:innen auf den Erfolg sogenannter generativer KI spekulieren können. Mit OpenAI, Anthropic und Perplexity AI planen gleich drei KI-Konzerne den Börsengang.
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Australien plant ein Gesetz für digitale Sorgfaltspflicht ("duty of care"). Es soll Anbieter von allerlei Online-Diensten bis hin zu Zugangsprovidern dazu verpflichten, Risiken für Nutzer:innen zu mindern, auch für Minderjährige.
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Ticker vom 08.06.2026
Das Landgericht Frankfurt verhängt ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro gegen den Facebook-Konzern Meta, weil dieser gerichtliche Löschungsanordnungen nicht unverzüglich umgesetzt hat.
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Mehr Daten, Transparenz sowie beschleunigte und digitalisierte Genehmigungsverfahren sollen das "Beste Netz für Deutschland" schaffen. Darauf einigten sich heute Bund, Länder, Kommunen und Netzbetreiber.
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Social Media für Kinder zu verbieten, sei kein Ersatz dafür, Plattformen sicherer zu gestalten, schreibt der Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk. Sein Kommissariat hat kürzlich Leitlinien für die Sicherheit von Kindern im Netz veröffentlicht.
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"Smarte" Überwachungsbrillen von Meta zeigen auch auf dem europäischen Kontinent, für was sie sich besonders gut eignen: Frauen heimlich filmen und belästigen, wie der öffentlich-rechtliche Sender RTBF aus Belgien recherchierte.