Das BKA hat gemeinsam mit Behörden aus Kanada und den USA die Infrastruktur der Riesen-Botnetze „Aisuru“ und „Kimwolf“ abgeschaltet. Dabei wurden auch Wohnungen zweier mutmaßlicher Administratoren in Deutschland und Kanada durchsucht.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 20.03.2026
-
Der BND will offenbar seine IT-Dienststelle in Bonn ausbauen. Die Rede ist von einem "Krypto-Cyber-Technologiezentrum"; auch um KI und Quantencomputing soll es gehen. Laut WDR und SZ sprechen Insider von einer "deutschen Mini-NSA".
-
Im Supermarkt einkaufen, ohne zur Kasse zu müssen, weil Kameras und Sensoren alles automatisch abrechnen? Aldi nimmt nun offenbar Abstand von derlei Tech-Shopping-Versuchen und beendet ein Experiment in London.
-
Das "Edelweiß-Netzwerk" hat Kommentare auf Nius mit anderen Namen versehen und damit eine Kampagne gegen rechte Medienplattformen gestartet. Als sich die Adressierten empörten, schnappte die Doppelmoral-Falle zu.
-
Die NGO HateAid fordert höhere Sicherheitsstandards im Netz, etwa für süchtig machende Designs. Einer von zwei Gutachtern fordert aber auch die Schwächung von Datenschutz, Privatsphäre und Anonymität durch Klarnamenpflicht und Alterskontrollen per Video-Ident.
-
Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Verdächtigten gestärkt. Bei einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren dürfe die Polizei biometrische Daten nur dann erheben, wenn unbedingt erforderlich, fasst beck-aktuell das Urteil zusammen.
-
Nach wiederholten Forderungen für ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bringt Familienministerin Karin Prien (CDU) nun auch mehr Regulierung für Messenger wie WhatsApp ins Spiel. Konkret wird sie nicht; der Lehrerverband sieht es bereits kritisch.
-
Ticker vom 19.03.2026
Wie die britische Organisation NetBlocks berichtet, ist das Internet im Iran seit 20 Tagen gesperrt. Es handele sich um die bisher längste dokumentierte Sperre in der Geschichte des Landes.
-
Ein Unternehmen kann eine Anfrage nach Datenauskunft aufgrund der DSGVO zurückweisen, wenn die anfragende Person allein auf Schadenersatz aus ist. Das hat der EuGH entschieden und will damit DSGVO-Hopping einschränken, erklärt LTO.
-
Im Auftrag der US-Regierung hatten IT-Fachleute Microsofts Cloud-Computing-Angebote geprüft. Internen Papieren zufolge fanden sie Mängel in der Sicherheitsdokumentation; ein Mitglied des Teams habe von einem "Haufen Scheiße" gesprochen. Dennoch bekam Microsoft grünes Licht.
-
US-IT-Konzerne und Investoren haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend dem Rüstungssektor angenähert. Nun profitieren Google, Palantir, OpenAI oder auch Andreessen Horowitz von den Kriegen, die Trump anzettelt.
-
Ein Hacker will in eine US-Datenbank eingebrochen haben, in der Millionen vertraulicher Tips und Hinweise an die Polizei lagern. Dabei seien 93 Gigabyte Daten aus dem Bestand des Anbieters P3 Global Intel abgeflossen.
-
Ab Frühjahr 2027 sollen Familien Kindergeld ohne Antrag erhalten, darauf hat sich die Bundesregierung geeinigt. heise online kommentiert: "Der Preis dafür ist eine immer engmaschigere digitale Überwachung über die Steuer-ID und eine zentralisierte Datenstruktur."
-
Zum zweiten Mal in Folge hat die französische NGO "Science Feedback" erhoben, wie viel Misinformation auf Online-Plattformen in der EU zirkuliert. Die meisten Funde gab es auf TikTok; gefolgt von Facebook, YouTube, X, und Instagram.
-
Mit einem neuen Leitfaden mahnt die australische Datenschutzbehörde zur Datensparmkeit bei Alterskontrollen im Rahmen des Social-Media-Verbots. Die Beschwerden würden sich häufen.
-
Meta bekommt die Flut illegaler Werbeanzeigen für hochriskante Finanzprodukte nicht in den Griff, monatlich rutschen tausende durch. Das ruft britische Aufsichtsbehörden auf den Plan.
-
Das FBI kauft Standortdaten von US-Bürger*innen ohne richterlichen Beschluss, wie Direktor Kash Patel bei einer Anhörung offengelegt hat. Über die Gefahren solcher Daten auch in Deutschland haben wir in den Databroker Files berichtet.
-
Die US-Unternehmen Boston Dynamics und Ghost Robotics vermarkten vierbeinige Roboter als maschinelle Wachhunde, unter anderem für Rechenzentren.
-
Der quelloffene Browser Firefox spendiert ab Montag einen VPN-Dienst. Monatlich sollen sich darüber kostenlos bis zu 50 GB Daten übertragen lassen, ohne auf Privatsphäre verzichten zu müssen.
-
Gemeinsam mit Branchengrößen wie Anthropic, Amazon und vielen weiteren legt die Linux Foundation ein millionenschweres Förderprojekt auf. Erklärtes Ziel ist es, Sicherheitsproblemen im KI-Zeitalter etwas entgegensetzen zu können.
-
Ticker vom 18.03.2026
Der Verwaltungsgericht Berlin hat die Rechte von Menschen gestärkt, die erotische Inhalte veröffentlichen. Demnach darf die Medienaufsicht den Instagram-Account einer Darstellerin nicht pauschal untersagen, sondern muss auf einzelne Beiträge eingehen.
-
Auf Polymarket wetten Menschen teils hohe Summen auf Weltereignisse. Manche sollen einen israelischen Journalisten mit Todesdrohungen und Bestechungsversuchen belästigt haben, damit er eine Nachrichtenmeldung zu ihren Gunsten umschreibt.
-
Wegen steigender Unfallzahlen mit E-Scootern will die Bundesregierung die Haftung verschärfen. Unter anderem sollen künftig Sharing-Anbieter für Schäden haften, auch wenn sie diese nicht verschuldet haben, so ein Gesetzentwurf aus dem Justizministerium.
-
Fünf Angeklagte müssen sich in Frankfurt (Oder) vor dem Landgericht verantworten. Wie queer.de berichtet, sollen sie homosexuelle Männer per Dating-App in die Falle gelockt, verprügelt, beraubt und beleidigt haben. Ein 18-Jähriger sei bereits verurteilt worden.