NSA; GCHQ

  • : Anhörung beim Menschenrechtsgerichtshof: Die Rechtswidrigkeit der Massenüberwachung
    Anhörung beim Menschenrechtsgerichtshof: Die Rechtswidrigkeit der Massenüberwachung

    Seit den Snowden-Veröffentlichungen ist nicht mehr abzustreiten, dass die britischen Geheimdienste in Europa an den Netzkabeln horchen. Dieser und weitere Eingriffe in die Privatsphäre von Millionen Menschen war am Dienstag Thema bei einer mündlichen Anhörung vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof. Ein Bericht aus der Verhandlung.

    8. November 2017
  • : Bericht zu Massenüberwachungsbefugnissen der britischen Geheimdienste vorgestellt
    Bericht zu Massenüberwachungsbefugnissen der britischen Geheimdienste vorgestellt

    In Großbritannien wird ein aktuelles Gesetzesvorhaben mit dem Namen Investigatory Powers Bill diskutiert, welches umfangreiche Befugnisse zur Massenüberwachung durch Geheimdienste enthält. Ein Bericht an das britische Parlament prüft das geplante Gesetz.

    24. August 2016
  • : Müssen wir mit allem rechnen? Ein Lagebericht aus der Welt des Dataismus #1
    CC-BY <a href="https://secure.flickr.com/photos/marc_smith/">Marc Smith</a>
    Müssen wir mit allem rechnen? Ein Lagebericht aus der Welt des Dataismus #1

    Große Daten – bitte was? Der Begriff „Big Data“ geistert seit Monaten durch Artikel, TV-Sendungen  und Radiobeiträge. Die weitaus meisten von uns haben dennoch, zumindest laut mancher Studie, keinen blassen Schimmer, was damit gemeint sein könnte. Mit einer Artikelreihe wollen wir deshalb ein paar Scheinwerfer in den Datenanalyse-Wald richten. Denn die enthüllte Überwachungs‑, ist eigentlich eine „Berechnungsgesellschaft“. Darin sind die Geheimdienste nur einige Akteure unter vielen. 

    Klick. „Wir reden über Petabytes, Yottabytes, Zettabytes“, erklärt Kerrie Holley, „aber eigentlich haben wir noch zu wenige Daten“. Klick. „Muster lassen sich mit Hilfe von Mathematik begreifen“, sagt Jurij Paraszczak. „Und mit diesen Mustern lässt sich nicht nur verstehen, was gerade passiert, sondern auch was passieren wird.“ Klick. „Daten sind das, worin wir leben und was wir atmen“, schwärmt Emile Werr von der New Yorker Börse.

    Klick.Big Data ermöglicht „einen tieferen Einblick, indem es Kundeninformationen und –verhalten stärker durchforstet“, erklärt eine Stimme. „Peters“ Bank hat mitbekommen, sagt der Sprecher, dass „Peter“  in der letzten Zeit mehrfach Geld für Haushaltsgegenstände ausgegeben hat. Die Bank kennt sein Ausgabeverhalten, Einkommen, seine  Kreditwürdigkeit und durch „Peters“ Social-Media-Verhalten weiß das Geldhaus außerdem, dass er gerne kocht und in Gourmet-Restaurants geht. Er wünscht sich einen neuen Herd. Seine Bank weiß, welchen „Peter“ gerne hätte. Sie erhöht seinen Dispokredit, damit er sich das teure Stück auch leisten kann.

    Klick. „Linda“ geht zum Arzt. In einer „Big-Data-Welt“ hat „Dr. Patel“ einen „360 Grad Überblick über ihre Krankheitsgeschichte“. Mit ihrem Tablet-PC meldet sich „Linda“ im Fitnessstudio an. Dort notiert ein Trainer ihre Vitalfunktionen und andere „relevante“ Daten in dem von „Dr. Patel“ empfohlenen „Wellness“-System. Eine App überwacht ihre Trainingserfolge. In diese hat natürlich auch ihr Arzt Einsicht. „Gratuliere Linda!“, schreibt er seiner Patientin zur Motivation. „Jetzt solltest du anfangen, Vitaminpräparate zu nehmen.“ Natürlich macht sich „Linda“ gleich auf den Weg zu einer Apotheke – die ihr der programmierte Gesundheits-Guru in ihrer Tasche praktischerweise empfiehlt.

    7. Februar 2014