Google Home
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: Googles Assistenzwanze: Auch Bettgespräche werden von Menschen ausgewertet
Wer Assistenzsysteme nutzt, muss davon ausgehen, dass auch intimste Gespräche von Mitarbeitern der Unternehmen angehört und ausgewertet werden. : Googles Assistenzwanze: Auch Bettgespräche werden von Menschen ausgewertet Belgische Journalisten haben herausgefunden, dass die Mitschnitte der Assistenzsysteme auch bei Google von Menschen ausgewertet werden. Der Redaktion gelang es auf Basis der Aufnahmen Nutzer:innen zu identifizieren und mit ihren Mitschnitten zu konfrontieren.
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: Smartes Gerät sendet Notruf an Polizei
Wenn der smarte Assistent die Polizei herbeiruft. : Smartes Gerät sendet Notruf an Polizei Von einem Fall eines Notrufes durch eines der neuen smarten Assistenzsysteme berichtet Gizmodo unter dem Titel: Google Home Breaks Up Domestic Dispute By Calling the Police. Demnach hätte ein Google-Home-System wegen eines häuslichen Streits, in den auch eine Waffe involviert war, die Polizei herbeigerufen. Nun müssen diese Google-Geräte allerdings mit „watchwords“, also bestimmten ausgesprochenen Wörtern, aktiviert werden. Wenn also beispielsweise jemand im Streit gesagt hätte: „Ruf die Polizei!“, dann wäre ein „Okay, Google! Ruf die Polizei!“ nötig, um einen Notruf abzusetzen. Natürlich wären auch andere Wortkombinationen denkbar, aber insgesamt erscheint dieser Ablauf ein wenig weit hergeholt.
Die Geschichte geht auf einen Bericht von abc News zurück. Und hier erschien tatsächlich nach der Veröffentlichung eine Korrektur. Zunächst hatte abc News von einem Google-Home-Gerät geschrieben, später aber eingeräumt, dass die Art des Geräts unbekannt sei, und deswegen ein Update in den Artikel eingefügt.
Wahrscheinlicher ist ein telefonbasierter Assistent wie Siri, sofern die Geschichte in dem beschriebenen Ablauf stimmt. Denn dann könnte versehentlich ein Knopfdruck die Spracherkennung aktiviert haben. Und es wäre auch – anders als bei Google Home – tatsächlich eine Telefonverbindung möglich.
Welches Gerät den Notruf am Ende tatsächlich abgegeben hat, sei mal dahingestellt. Auch wenn es kein Google Home war, so bleibt der Gizmodo-Kommentar nicht falsch:
While Google Home was a hero in this particular case, these kinds of stories certainly leave some people uneasy. It’s a clear reminder that smart home devices are always listening.
(Während sich Google Home in diesem speziellen Fall als Held herausgestellt hat, so hinterlassen solche Geschichten doch einige Menschen unruhig. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass die smarten Geräte zuhause stets mithören.)
Unwillkürlich kommt einem dieses Video in den Sinn:
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: Bitkom-Umfrage: Kunden wollen Sprachassistenten nicht nutzen, weil sie Unternehmen nicht vertrauen
ohr-cc-by-20-ky_olsen : Bitkom-Umfrage: Kunden wollen Sprachassistenten nicht nutzen, weil sie Unternehmen nicht vertrauen Unter dem Titel „Digitale Sprachassistenten als intelligente Haushaltshelfer“ hat der IT-Branchenverband Bitkom Ergebnisse einer Umfrage zur Akzeptanz von Systemen wie Google Home oder Amazon Echo veröffentlicht. Auch wenn der Verband versucht, sie anders zu vermarkten – die gewonnenen Erkenntnisse dürften kaum im Sinne der Internetwirtschaft sein.
Nur 27 Prozent der Befragten gaben an, sich vorstellen zu können, Sprachsteuerung außerhalb des Smartphones einzusetzen. Lediglich jede*r Zehnte plant demnach konkret, solche stationären Sprachassistenten einzusetzen. Etwa ein Drittel gab an, sie auf keinen Fall nutzen wollen, und 23,6 Prozent sagten, dass sie es sich eher nicht vorstellen können. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aber lautet, dass fast dreiviertel (73 Prozent) derjenigen, die die Technologie eher oder gar nicht nutzen wollen, dies damit begründen, dass sie Unternehmen ihre Daten nicht anvertrauen wollen.
Auch wenn Bundeskanzlerin Merkel jüngst beim Tag der Deutschen Industrie wieder mal in bester neoliberaler Manier proklamierte, „dass Daten der Rohstoff der Zukunft sind und dass das uns einst vom Bundesverfassungsgericht vorgegebene Prinzip der Datensparsamkeit nicht mehr zur heutigen Wertschöpfung passt“: Die Menschen sehen das offenbar ganz anders. Gerade weil sie das Gefühl haben, dass Unternehmen ihre Privatsphäre nicht respektieren und sie politisch nicht wirksam vor der kommerziellen Verwertung ihrer Daten geschützt werden, vertrauen sie vermeintlicher Zukunftstechnologie nicht und wollen von deren Nutzung absehen. Ganz unabhängig davon, dass sie nicht an Grundrechten oder sozialer Gerechtigkeit orientiert ist, stellt sich die kurzsichtige Datenschutzpolitik der Bundesregierung also auch als echtes Wirtschaftshemmnis heraus.