Die neu gegründete Stelle eines „Federal CIO“ (In Deutschland als Bundes-CIO diskutiert) soll zu einer effizienteren Verwaltung des Technologie-Regierungshaushalts in den USA führen. Des Weiteren verspricht sich Präsident Obama auch eine gute Zusammenarbeit mit dem „federal CTO“, den er noch benennen will:
„As chief information officer, he will play a key role in making sure our government is running in the most secure, open, and efficient way possible.“
Kundra war zuvor als CTO für den District of Columbia beschäftigt. Dort führte er einen offenen Data Catalog ein, auf dem eine Vielzahl von Daten in Standardformaten abrufbar ist, und veranstaltete den „Apps for Democracy“- Wettbewerb, wofür er 2008 zum IT-Manager des Jahres gewählt wurde. Da er in dieser Zeit wohl einiges im Umgang mit Behördenfilz bei neuen Technologien gelernt hat, bleibt zu hoffen, dass er seine Pläne auch im großen Maßstab durchzusetzen weiß.
Nach seiner Nominierung von Julius Genachowski, einem Vertreter der Netzneutralität, für den FCC-Vorsitz, holt sich Obama somit schon den zweiten Vertreter mit vernünftiger Ansichten zu Möglichkeiten und Wichtigkeit des Internets ins Team. Hoffen wir, dass diese Entwicklung trotz der üblichen Transferdauer auch bald in Deutschland ankommt.