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Datenprostitution mit Google

Das Wort „Datenprostitution“ kannte ich noch gar nicht. Hendrik Speck, Professor für Informatik an der FH Kaiserslautern, verwendet es in Zusammenhang mit Google in einem Interview mit SWR.de über „Spioniert uns Google aus?“ Marie-Christine Werner: Herr Prof. Speck, was macht Google so problematisch? Hendrik Speck: Problematisch ist der Erfolg dieser Suchmaschine. Google bietet sehr hochwertige…

  • Markus Beckedahl

Das Wort „Datenprostitution“ kannte ich noch gar nicht. Hendrik Speck, Professor für Informatik an der FH Kaiserslautern, verwendet es in Zusammenhang mit Google in einem Interview mit SWR.de über „Spioniert uns Google aus?

Marie-Christine Werner: Herr Prof. Speck, was macht Google so problematisch?

Hendrik Speck: Problematisch ist der Erfolg dieser Suchmaschine. Google bietet sehr hochwertige und qualifizierte Dienste an, die von Millionen von Nutzern verwendet werden. Der Großteil dieser vermeintlich kostenlosen Dienste basieren im Grunde auf einer Art Datenprostitution. Das heißt: Im Austausch für die gesuchten Informationen geben die Google-Nutzer einen Großteil Ihrer Privatsphäre auf. Bedenklich finde ich auch, dass sich durch diese Popularität die Daten der Nutzer bei einem privaten ausländischen Datenbetreiber anhäufen, über die sie nach deutschen Gesetzen keine Kontrolle mehr haben.

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Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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