Heute Abend um 20 Uhr findet im Hackesche Höfe Kino ein Preview des Dokumentarfilms „Die Wirklichkeit kommt“ von Niels Bolbrinker statt, der am 15. Mai in die Kinos kommt. Der Film dreht sich um das Ausmaß von Überwachung, dem wir heute begegnen und in Zukunft begegnen werden. Und um diejenigen, die wir noch als paranoide abstempeln, die aber in der Vergangenheit erschreckend oft mit ihren teils aberwitzigen Überwachungsvisionen richtig lagen. Strahlenkanonen, mikroskopisch kleine Wanzen, getarnte Drohnen und andere Schreckensvorstellungen sind längst nicht mehr nur eine Erfindung derer, die mit Aluhüten ausgestattet ein Leben im Wald führen.
An die Vorstellung schließt sich ein Podiumsgespräch mit Constanze Kurz, der Sprecherin des Chaos Computer Club, dem Politologen und Kriminologen Lars Ostermeier, dem Berliner Polizeipressesprecher Stefan Redlich und mir an.
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Amnesty International, Chaos Computer Club und weitere Organisationen fordern den Stopp neuer Befugnisse für Sicherheitsbehörden. Die geplanten Systeme zur biometrischen Suche und automatisierten Datenanalyse bedrohten Datenschutz, Versammlungsfreiheit und informationelle Selbstbestimmung.
Ungarn wird von vertrackten Spionageskandalen geplagt. Kurz vor der anstehenden Parlamentswahl wirft das Orbán-Regime mal investigativen Journalisten, mal IT-Spezialisten vor, für ausländische Mächte zu spionieren. Von Samthandschuhen ist schon lange nichts mehr zu sehen.
Ein ehemaliger Geschäftsführer des Münchener Staatstrojaner-Herstellers FinFisher ist offenbar weiterhin im Überwachungssektor tätig. Einem Medienbericht zufolge soll Carlos Gandini inzwischen als Vertriebspartner des Intellexa-Konglomerats auftreten und dem angolanischen Geheimdienst die Spähsoftware Predator verkauft haben.
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