Die Dokumentation „TPB AFK – The Pirate Bay away from keyboard“ von Simon Klose hatte eben ihre Weltpremiere im Netz und feiert heute auf der Berlinale Offline-Premiere. Für mindestens zehn Dolar (geht auch mehr) kann man den Film online schauen und mit Extramaterial herunterladen. Für 17 Euro kann man die DVD erwerben.
Hier kann man die Dokumentation auf Youtube anschauen. Der Film ist im Originalton, d.h. es wechseln schwedisch, englisch und vielleicht noch dänisch mit englischen Untertiteln. Es wird wohl auch demnächst bei ARTE eine deutsche Version synchronisiert ausgestrahlt.
Der ehemalige Sprecher von The Pirate Bay, Peter Sunde, hat bereits gestern seine Sicht auf die Dokumentation verbloggt. Er ist nicht so ganz glücklich, was zum Schluß dabei herausgekommen ist.
Funfact: Bei ThePirateBay ist der Film noch nicht zu finden. Ist aber sicher nur eine Frage von Stunden. Hier gibt Torrents für verschiedene Auflösungen.
Bei Sueddeutsche.de gibt es ein Interview mit Simon Klose: Legal, illegal, auch egal.
Der Film wird unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Diese Lizenz macht es möglich, den Film zu nicht-kommerziellen Zwecken vollkommen legal zu kopieren und zu verbreiten. Wie wollen Sie jetzt eigentlich noch ihre Miete zahlen?
Simon Klose: Wenn es einen Regisseur gäbe, der mir einen Film über The Pirate Bay verkaufen wollte, würde ich das für einen Schwindel halten und seinen Film nicht unterstützen. Ich will, dass so viele Menschen wie möglich den Film sehen. Das wird auch die Verkaufszahlen der physischen Kopien ankurbeln. Verglichen mit einer normalen Copyright-Lizenz ist es viel wahrscheinlicher, dass ein Film mit einer Creative-Commons-Lizenz viral geht. Zudem habe ich einen Vertrag mit sechs TV-Sendern, die den Film ausstrahlen dürfen. Auch damit zahle ich meine Miete.
