Morgen präsentiert mal wieder ein neues Pro-Urheberrechtsbündnis seine Positionen, die bekannt sind: „Keine Experimente“ oder in unserer Sprache „Never change a running system“. An der Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz können wir leider nicht teilnehmen und Fragen stellen, weil in der Einladung steht, dass nur Mitglieder der Bundespressekonferenz teilnehmen dürfen. So spart man sich sicher auch kritische Fragen. Ilja Braun hat im Digitale Linke-Blog das Positionspapier kommentiert: Empörte Urheber: das Positionspapier der Initiative Urheberrecht.
Dem digitalen Wandel und seinen gesellschaftlichen Folgen gegenüber nehmen die Urheberverbände eine völlig ungebrochene Abwehrhaltung ein. Das Urheberrecht reformieren? Geht nicht, Schutz des Eigentums, Schutz der Persönlichkeitsrechte. Remix, Mash-up? Nix da. Fair use? Bloß nicht. Rechtsdurchsetzung? Muss sein, wenigstens mit Warnhinweisen. Und überhaupt: Es geht nicht, dass jetzt plötzlich die Nutzer im Mittelpunkt stehen sollen. Es heißt schließlich Urheberrecht. Punkt, fertig. Oder im O‑Ton: „Die Initiative Urheberrecht spricht sich mit Nachdruck gegen Vorschläge aus, die das Selbstbestimmungsrecht von Urhebern und ausübenden Künstlern grundsätzlich in Frage stellen.“
Hier ist das Positionspapier mit dem originelle Namen „Respekt für geistige Leistung und künstlerische Arbeit“ (PDF).