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Spracherkennung auf Smartphones: Erkennung der Stimme und Daten in der Cloud

Technology Review berichtet in seiner Online-Ausgabe, dass durch die Spracherkennungssysteme von Smartphones Stimmprofile erstellt werden könnten, die die Identifizierung von Personen anhand ihrem gesprochenen Wort ermöglichen würde. Apples Spracherkennungssoftware Siri wird mittlerweile von Millionen Menschen verwendet, dabei werden die verbalen Eingaben auf Apples Servern für unbestimmte Zeit gespeichert – die Daten würden nur zur Datenverarbeitung…

  • Moritz Tremmel

Technology Review berichtet in seiner Online-Ausgabe, dass durch die Spracherkennungssysteme von Smartphones Stimmprofile erstellt werden könnten, die die Identifizierung von Personen anhand ihrem gesprochenen Wort ermöglichen würde.

Apples Spracherkennungssoftware Siri wird mittlerweile von Millionen Menschen verwendet, dabei werden die verbalen Eingaben auf Apples Servern für unbestimmte Zeit gespeichert – die Daten würden nur zur Datenverarbeitung für Siri und dessen Verbesserung benutzt. Dabei werden die Sprachaufzeichnungen, anders als von Apple behauptet, auch mit anderen Informationen des Nutzers verknüpft:

Um eine Frage an Siri zu bearbeiten, werden die Sprachdaten an Apple-Server übertragen, dort in Lautbestandteile zerlegt und die erkannten Worte dann inhaltlich analysiert. Um den Inhalt in einen Kontext zu stellen, greift das Analysesystem auch auf die Kontaktliste und die Position des Smartphones zurück, von dem die Frage stammt.

Aus Datenschutzgründen haben die Sprachdaten, die genausogut auf dem Handy ausgewertet werden können, auf zentralen Servern nichts verloren. Die Daten und Profile dürften für Geheimdienste, Strafverfolgungsbehörden und Kriminelle äußerst interessant sein.

Über die Autor:innen

  • Moritz Tremmel

    Moritz Tremmel hat Politikwissenschaft, Soziologie und Rechtswissenschaft an der Universität Tübingen studiert. Er schreibt zum Themenkomplex Datenschutz, Überwachung und Kontrolle wissenschaftliche Arbeiten und Artikel. Außerdem hält er Workshops und Vorträge zum Thema. Moritz Tremmel ist Teil des Forschernetzwerks surveillance-studies.org, bloggt bei netzpolitik.org und ist Mitglied des Vereins Digitale Gesellschaft. Mehr Informationen finden sich auf seiner Webseite moritztremmel.de


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6 Kommentare zu „Spracherkennung auf Smartphones: Erkennung der Stimme und Daten in der Cloud“


  1. Publicviewer

    ,

    Leute, Gebt eure „Smartphones“ ab und benutzt wieder einfachere Geräte.
    Ich habe auch keines..das geht auch.…lächel
    Oder besorgt euch die Sicheren, ich meine die von Samsung und Konsorten hergestellten Handys für die Politiker und VIP’s.
    Wie wäre es denn mir einer in das Netz gestellten Umrüstung auf ähnliches, gibt es das oder wäre es machbar?


    1. Patrick H.

      ,

      Du meinst von der Idee her etwas, wie es dieses Projekt anzielt:
      https://guardianproject.info/ ?


    2. Oder besorgt euch die Sicheren, ich meine die von Samsung und Konsorten hergestellten Handys für die Politiker und VIP’s.

      ???


      1. Publicviewer

        ,

        Du weißt wahrscheinlich nicht wie das wohl gemeint war…lächel…
        Gruß
        Der Viewer…;-)


  2. dot tilde dot

    ,

    die acht monate recherche haben sich gelohnt. mehr mainstream wird die nachricht wohl nicht werden.

    .~.


  3. Kevin

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    Ich weis jetzt nicht wieviel rechenleistung es bedarf um eine Analyse der Spracheingabe zu machen gehe aber davon aus es dürfte ziemlich viel Leistung ziehen und ganz davon abgesehn braucht Siri im speziellen ja referenzen der Gesprochenen Worte um es richtig deuten zu können. Da dürfte es bei smartphones was speicher und rechenleistung angeht die nächsten Jahre noch kritisch ausschaun.

    @Publicviewer ich gehe davon aus du meinst eine Siri Alternative die quelloffen im Netz steht? Wenn ja dann muss ich dich leider entäuschen, sowas gibt es meines wissens nach bisher nicht und wird es auch vorerst nicht geben weil solche spracherkennung unheimlich aufwendig ist.

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