Die CDU in Brandenburg hat gerade ein kleines Problem. Erstmal ist die eigene Internetpräsenz wegen Zahlungsschwierigkeiten abgeschaltet! Und dann erhebt der bisherige Hoster des Internet-Angebotes laut Medienberichten den Vorwurf, die Parteiführung in der Landesgeschäftsstelle habe den E‑Mailverkehr der eigenen Minister überwacht. Ob der brandburgische Innenminister Schönbohm überhaupt das Medium E‑Mail nutzt, ist unklar. Aber die Meldung klingt so, als könnte man die nächsten Tage und Wochen noch lustige Neuigkeiten aus Brandenburg hören. Denn der Hoster droht auch mit „reichlich Beweismaterial“.
Update: Heise hat jetzt eine dpa-Meldung übernommen: Internet-Anbieter erhebt Vorwürfe gegen Brandenburger CDU-Führung.
(Generalsekretär) Petke wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in einer ersten Reaktion zurück. er sagte, er habe keine Anweisungen gegeben, E‑Mails an andere CDU-Spitzenpolitiker unbemerkt an ihn weiterzuleiten. Der CDU-Landesvorsitzende und Innenminister Jörg Schönbohm sprach von schwerwiegenden Vorwürfen, die datenschutzrechtliche Belange berühren würden und geklärt werden müssten.
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6 Kommentare zu „Wurde Schönbohm überwacht?“
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*g*
wer nichts unrechtes tut, hat auch nichts zu verbergen…
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Da hat Schönbohm an der selbstgewünschten Realität geschnuppert… Ich konnte nicht an mich halten und musste eine bissige Glosse schreiben: Terroruniversität Internet: Student Schönbohm ausspioniert.
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Da ist ein Tippfehler im ersten Link, dort steht „hhtp“ anstatt „http“
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danke für den hinweis, martin, ich hab das mal korrigiert.
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Schnüffeleien bei der Brandenburger CDU?…
Wie Heise.de heute berichtete, wirft der Internet-Betreuer der brandenburgischen CDU der Führung vor, systematisch den Email-Verkehr der Minister überwacht zu haben. Beweise wurden bisher nicht vorgelegt, auch eine ANzeige fand nicht statt.
/Update: .….
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[…] Die CDU in Brandenburg hatte ein kleines Problem, denn es wurde Monate lang darüber berichtet und ermittelt, ob der Geschäftsführer die E‑Mails der Landesvorstandsmitglieder überwacht hat oder nicht. Er wurde letztendlich mangels Beweisen freigesprochen. Könnte auch ein politisches Manöver gewesen sein, um ihn auszuschalten. […]
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