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Thailand droht Internetnutzern, die Regimekritikern auf sozialen Medien folgen

Das thailändische Ministerium für digitale Ökonomie und Gesellschaft fordert in einem Schreiben alle Bürger des Landes auf, drei populären Regierungskritikern nicht auf sozialen Medien zu folgen, keinen Kontakt zu ihnen aufzunehmen oder Informationen mit diesen auszutauschen. Wer dies doch tue, könne absichtlich oder unabsichtlich gegen den thailändischen „Computer Crime Act“ verstoßen und sei mit bis…

  • Markus Reuter
Pavin Chachavalpongpun lehrt in Japan. Im Jahr 2011 engagierte er sich in einer Menschenrechtskampagne zur Freilassung eines politischen Gefangenen. Heute will das thailändische Digital-Ministerium seinen Bürgern den Kontakt zu ihm verbieten. CC-BY-NC-ND 2.0: Prachatai

Das thailändische Ministerium für digitale Ökonomie und Gesellschaft fordert in einem Schreiben alle Bürger des Landes auf, drei populären Regierungskritikern nicht auf sozialen Medien zu folgen, keinen Kontakt zu ihnen aufzunehmen oder Informationen mit diesen auszutauschen. Wer dies doch tue, könne absichtlich oder unabsichtlich gegen den thailändischen „Computer Crime Act“ verstoßen und sei mit bis zu 15 Jahren Haft bedroht. Das berichten Global Voices und die Bangkok Post unter Berufung auf die Zeitung „Thai Rath“.

Die betroffenen Regierungskritiker, der Historiker Somsak Jeamteerasakul, der Wissenschaftler Pavin Chachavalpongpun und der Reuters-Journalist Andrew MacGregor Marshall leben außerhalb Thailands. Alle drei sind wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Dieser Straftatbestand wird in Thailand ausgiebig genutzt, um nicht genehme Meinungsäußerungen zu verfolgen und zu zensieren.

Über die Autor:innen

  • Markus Reuter

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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5 Kommentare zu „Thailand droht Internetnutzern, die Regimekritikern auf sozialen Medien folgen“


  1. Hestens

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    [Anm. der Moderation: Kommentar gelöscht, weil er nichts mit dem Thema zu tun hatte]


    1. Hestens

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      Ich habe nur geschrieben, was demnächst auf der Wunschliste unseres eigenen Innenministers steht!
      Klar kann man Thailand verurteilen, aber das bringt uns hier in Deutschland bzw. Europa nicht weiter, wenn sich eben diese Repressionen für die dortige Demokratie als nützlich erweisen sollte!


      1. anonymous

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        Repressionen sollen sich für eine Demokratie als nützlich erweisen können? WTF?! Was ist falsch in deinem Kopf? (o_0) …


      2. Schnattalin

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        Wer will denn Thailand verurteilen?


  2. Tobias Claren

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    Erfährt man überhaupt wenn man angeklagt ist?
    Evtl. bin Ich ja auch schon „ausgezeichnet worden“.

    Evtl. muss Ich mein „Gesocksbashing“ auch mal in Thailändisch übersetzen, wenn Ich zufällig mal wieder über Thailand oder den Gott, äh König herziehe…
    Z.B. nach einer Meldung dass ein Mob einen Kritiker durch die Straßen jagt…

    über Erdogan habe Ich ein paar Bilder bei Twitter verteilt, und schon zwei mal eine Veranstaltung zur „Telepathischen Exekution“ bei FB ausgerufen, weil sein „Hofstaat“ Angst vor telepatischen Angriffen durch CIA, Lufthansa, BBC etc. hat (denen so etwas vorwarf)…

    Ist die Family-Guy-Episode in Thailand inkl. König eigentlich „OK“, oder steht Cherry Chevapravatdumrong nun evtl. auch unter Anklage.….?

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