Das thailändische Ministerium für digitale Ökonomie und Gesellschaft fordert in einem Schreiben alle Bürger des Landes auf, drei populären Regierungskritikern nicht auf sozialen Medien zu folgen, keinen Kontakt zu ihnen aufzunehmen oder Informationen mit diesen auszutauschen. Wer dies doch tue, könne absichtlich oder unabsichtlich gegen den thailändischen „Computer Crime Act“ verstoßen und sei mit bis zu 15 Jahren Haft bedroht. Das berichten Global Voices und die Bangkok Post unter Berufung auf die Zeitung „Thai Rath“.
Die betroffenen Regierungskritiker, der Historiker Somsak Jeamteerasakul, der Wissenschaftler Pavin Chachavalpongpun und der Reuters-Journalist Andrew MacGregor Marshall leben außerhalb Thailands. Alle drei sind wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Dieser Straftatbestand wird in Thailand ausgiebig genutzt, um nicht genehme Meinungsäußerungen zu verfolgen und zu zensieren.
