NPP 213Ein Kaffee mit Folgen

Mit einem Pappbecher und einem Facebook-Post fing sie an: die Transition von Linus Giese zum Mann. Wie schön und zugleich schwer das ist, beschreibt er in seinem Blog und einem neuen Buch. Wir sprechen in dieser Folge über die Freuden der zweiten Pubertät, viele kleine Coming-Outs und den Umgang mit Drohungen und Gewalt.

Porträt Linus Giese
Linus Giese hat mit seinem Blog und auf Twitter eine große Reichweite.

Eigentlich kannte unser Gast Linus Giese als Buchhändler und Buchblogger das Internet vor allem von seiner freundlichen Seite. Das änderte sich, nachdem er vor drei Jahren via Facebook-Post öffentlich machte: Ich bin ein Mann und heiße Linus. Zum Buchblog gesellte sich ein zweites, in dem Linus über sein Leben als trans Mann berichtet und fortan war da „dieses große Glücksgefühl darüber, endlich der sein zu dürfen, der ich schon immer war.“

Es folgten allerdings auch: Hassbotschaften auf Twitter, Stalking und Bedrohungen, die bis zu seinem Arbeitsplatz und vor seine Wohnungstür reichten. Warum die Polizei dabei wenig hilfreich war, wie er trotzdem gute Unterstützung gefunden hat und warum er nach wie vor sehr sichtbar im Netz unterwegs ist, darüber schreibt Linus in seiner neuen Autobiografie „Ich bin Linus“.

Chris redet mit Linus über den langen Weg, der mit einer Transition einhergeht, über viele kleine Coming-Outs, Selbstliebe, über den öffentlichen Bildungsauftrag und darüber, wie man mit dem Hass und der Bedrohung umzugehen lernt.

Hier ist die MP3 zum Download. Es gibt auch eine ogg-Datei des Podcasts.



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