Was vom Tage übrig blieb: Schweinekrankheiten, Impfgegner und verseuchte Tablets

China arbeitet an Gesichtserkennung für Schweine, das BSI hat sich Tablets mit Schadsoftware im Internet bestellt, YouTube will was gegen Impfgegner-Videos unternehmen und ein Power-IMDb-Kritiker plaudert aus dem Nähkästchen. Die interessantesten Reste des Tages.

Heute liefert der Berliner Himmel ein volles Programm ab. Einzig eine Riesenwolke, die wie ein Elefant aussieht, fehlt.

China’s Tech Firms Are Mapping Pig Faces (New York Times)
Klingt fast wie ein Aprilscherz, aber dafür ist es noch zu früh. Chinesische Firmen arbeiten an Gesichts- und Stimmerkennung für Schweine. Der Grund: Krankheiten bedrohen die Tiere und man erhofft sich, durch die Technologie kranke Tiere einfacher erkennen und wiederfinden zu können.

YouTube geht gegen Impfgegner vor (Spiegel Online)
Einen Monat nach der Ankündigung, keine Verschwörungsvideos mehr vorschlagen zu werden, kommt die nächste Ansage von YouTube: Seit Freitag schaltet die Google-Tochter keine Werbung mehr vor Videos, die nachweislich falsche Informationen über das Impfen verbreiten. „Jede Falschinformation über medizinische Themen ist bedenklich,“ zitiert die BBC aus einem Statement des Unternehmens. Die Entscheidung erfolgte allerdings nicht aus eigener Einsicht, sondern erst nachdem andere Firmen Druck machten: Sie wollten ihre Spots nicht mehr vor impfkritischen Videos sehen.

The trauma floor: The secret lives of Facebook moderators in America (The Verge)
Wo wir schon bei durchgeknallten Glaubenssystemen sind: Inhaltemoderatoren, die für Anbieter wie Facebook den ganzen lieben Tag Verschwörungstheorien, Enthauptungsvideos oder einfach nur allgegenwärtiger Hassrede ausgesetzt sind, kommen oft nicht unbeschadet davon. The Verge hat mit einem Dutzend gegenwärtiger und ehemaliger Mitarbeiter des Dienstleisters Cognizant im US-amerikanischen Arizona gesprochen. Viele davon sind traumatisiert, glauben inzwischen selbst an Theorien wie die der Flachen Erde oder halten den Job nicht ohne Drogen aus. Wer nicht den ganzen Longread lesen möchte, findet die wichtigsten Erkenntnisse der Recherche hier in einem Twitter-Thread verpackt.

Bundesamt warnt vor bestimmten Tablets und Smartphones (Spiegel Online)
Auf einem neuen, online bestellten Tablet hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vorinstallierte Schadsoftware gefunden. Da sie in der Firmware des Geräts verankert war, konnte sie auch nicht von Hand entfernt werden.

Polizeiskandal in Frankfurt: Konsequenzen aus dem Nazi-Skandal (Frankfurter Rundschau)
Eine Frankfurter Anwältin hatte Faxe mit Drohungen bekommen, die mit „NSU 2.0“ unterzeichnet waren. Es stellte sich heraus, dass kurz zuvor von einem Polizeirechner Daten über sie abgefragt wurden – eine Verbindung liegt nahe. Der Polizeipräsident hat nun Maßnahmen angekündigt, die solche Fälle in Zukunft verhindern sollen. So sollen etwa Datenabfragen stärker kontrolliert werden.

4.800 Reviews: Dieser Mann ist einer der aktivsten IMDb-Kritiker Deutschlands (Motherboard)
Johannes Drosdowski hat mit einem der aktivsten deutschen IMDb-Bewerter geredet. Er arbeitet selbst im Kino und verfasst manchmal sogar sechs Filmkritiken am Tag. Der Power-User verrät, welcher Film ihn zum weinen gebracht hat und wie viel Zeit er mit seinem Hobby verbringt.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.