Messenger Signal bekommt 50 Millionen Dollar und eine Stiftung

Die Desktop-App von Signal macht eine Nutzung auch auf dem heimischen Rechner möglich. Alle Rechte vorbehalten Signal

Der Instant Messenger Signal bekommt eine eigene Stiftung und eine Anschubfinanzierung von 50 Millionen Dollar. Das verkündete der Signal-Entwickler Moxie Marlinspike im Blog des Messengers. Es sei für Signal nie eine Option gewesen, Venture-Kapital anzunehmen und einen einen kommerziellen Dienst anzubieten, weswegen der Weg einer nicht-kommerziellen Stiftung gewählt worden sei.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Möglich wurde die Gründung der Stiftung durch eine Finanzierung des WhatsApp-Mitgründers Brian Acton in Höhe von 50 Millionen Dollar. Acton war im vergangenen Jahr bei WhatsApp und Facebook ausgestiegen. Mit der Stiftung will Signal die Anzahl der Entwickler steigern und den Dienst langfristig ermöglichen. Bisher seien durchschnittlich nur 2,3 Vollzeitstellen für den Messenger, der Millionen Nutzerinnen und Nutzer hat, eingeplant gewesen.

Moxie Marlinspike wird als Geschäftsführer der Stiftung, Brian Acton als Vorsitzender tätig sein. Die Stiftung will in Zukunft finanziell auf eigenen Beinen stehen. Genauere Angaben über Finanzierungsmodelle gibt es bislang nicht. Ziel der Stiftung sei die Entwicklung von sicherer Kommunikation zum Schutz der Meinungsfreiheit auf Basis von Open Source.

6 Kommentare
  1. Ich weiss nicht, ob ich das eine gute Sache finden soll. Signal liefert bereits die Verschlüsselung für verschiedene Dienste, darunter WhatsApp, Facebook und Skype, und jetzt macht sich Signal noch abhängiger. :-/

    1. Wenn man eine eigene Stiftung im Hintergrund hat, von der man regelmäßig Geld zugesteckt bekommt, führt das eher zu einer größeren Unabhängigkeit. Ist natürlich abhängig von der Satzung der Stiftung, insbesondere dem Stiftungszweck. Aber ich denke, dass Moxie da schon darauf geachtet hat, dass das sauber läuft und nicht von heute auf morgen der Geldhahn zugedreht wird.

  2. So wie ich den originalen Blogpost verstanden habe, soll Brian Acton der Vorsitzende der Stiftung werden und Moxie Marlinspike der Geschäftsführer eines Non-Profit-Unternehmens namens „Signal Messenger nonprofit organization“. Ich verstehe das so, dass das zwei getrennte Körperschaften sind, wobei vermutlich die Stiftung das Unternehmen dauerhaft fördern wird.

    1. Das wird wie bei Mozilla:
      Da gibt es auch eine „Corp.“
      und eine angeblich freie Community.
      Wobei ich schon beide als unabhängig bezeichnen würde.
      Seitdem der Browser besteht ,gab es nie einen Tag ohne Backdoors und Bugs.Nie!
      Das ist auch Weltrekord!

      Und jetzt kam Firefox Klar : Und suche mal nach „Firefox Klar Bloatware“

      geh komm die lügen doch alle blos noch !

    2. Das wird wie bei Mozilla:
      Da gibt es auch eine „Corp.“
      und eine angeblich freie Community.
      Wobei ich schon beide als eher nicht unabhängig bezeichnen würde.
      Seitdem der Browser besteht ,gab es nie einen Tag ohne Backdoors und Bugs.Nie!
      Das ist auch Weltrekord ! Immer wieder erfinden sie neu Apps die dann immer wieder
      gehackt werden. vom internen PDF Reader bis sonstwas…..

      Und dann kam Firefox Klar : Suche mal nach „Firefox Klar Bloatware“

      Geh komm die lügen doch alle blos noch !

  3. wieder ein Beispiel für die totale Machtüenahme aller kleinen erfolgreichen Firmen ,Apps, usw…
    logisch ist der Whatsappgründer an mehr interessiert, als so mal 40 Mio zu spenden.
    Er ist ja zuerst auch von Facebook gekauft worden…..und damals sagten sie auch sie wollen die Daten nicht mit FB zusammenlegen , was im Hintergrund doch längst geschehen ist…
    Und wieso müssen dt Vereine dagegen erst vor Gericht ziehen und die Politik schaut zu ?
    Na weil die ja die totale Überwachung längst geplant haben.De Maizere sagte zu Özdemir
    im ARD Talk noch : der Staatstrojaner wird nicht kommen , keine Hintertüren.
    Und sie kamen doch.
    Das Ende der Unabhängigkeit von Signal ist eingeleitet :(((

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.