Blockchain: Torsten Kleinz räumt mit ein paar Missverständnissen auf

Es gibt sogar Boote, die Blockchain heißen. CC-BY-NC 2.0 Elsa Hammond

Der Technikjournalist Torsten Kleinz macht in seinem Notizblog auf grundlegende Missverständnisse rund um das Thema Blockchain aufmerksam. Auslöser für den Rundumschlag war ein vor Fehlern strotzender Artikel im Online-Angebot der ARD.


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In dem Artikel entgegnet er den gängisten Missverständnissen:

  1. Es gibt nicht „die“ eine Blockchain.
  2. Bitcoin ist nicht anonym.
  3. Blockchains verhindern weder Überwachung noch Identitätsdiebstahl.
  4. Auf der Blockchain werden per se keine Nutzerdaten per Verschlüsselung versteckt — eher im Gegenteil. Die Kryptographie stellt lediglich sicher, dass die Transaktionen korrekt sind.
  5. Dezentralität ist nicht gleichbedeutend mit Datensicherheit.
  6. Blockchains sind keine egalitäre Technik.

Auch gebe es gar nicht so viele Anwendungen, wo der Einsatz der Blockchain-Technologie Sinn ergebe. Kleinz warnt deshalb:

Wo immer ihr einen Artikel seht, wo die Blockchain einen revolutionären Anspruch verliehen bekommt, ersetzt das Wort „Blockchain“ durch das Wort „Spezial-Datenbank“. Denn Blockchains sind nichts anderes. Man kann auch ganz zentrale Datenbanken einrichten, die anonym, pseudonym oder öffentlich sind. Bei Blockchain ist es im Prinzip nicht anders. Bis auf die Tendenz, dass ganz private Daten auf einer Blockchain eher nichts verloren haben. Glaubt ihr, dass eine Spezial-Datenbank Google und Facebook bezwingen wird? Eher nicht. Und damit seid ihr im Bereich des überaus Wahrscheinlichen.

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