Strikte Regelungen zwingen Besitzer von modernen Traktoren in den USA dazu, jede Reparatur vom Hersteller autorisieren zu lassen. Das kostet hohe Extra-Gebühren und dauert kostbare Zeit, die Bauern in der Erntezeit nicht haben. Deswegen greifen viele Landwirte aus den USA auf gecrackte Software aus Polen und der Ukraine zurück, die gegen Bezahlung über Online-Foren erhältlich ist. Motherboard hat mit Bauern und Hackern gesprochen:
Das Hacken von Traktoren verbreitet sich immer, mehr weil John Deere und andere Hersteller es unmöglich gemacht haben, „unautorisierte“ Reparaturen an ihren Landwirtschaftsgeräten durchzuführen. Das sehen die Bauern als ein Angriff auf ihre Souveränität und als Gefahr für ihre Existenzgrundlage, sollte ihr Traktor zu einem ungünstigen Zeitpunkt kaputt gehen. (Eigene Übersetzung)
Aus dem Grund kämpfen Landwirte zusammen mit Nutzern anderer elektronischer Geräte in den USA für ein „Recht auf Reparatur“. Hersteller sollen ihre Originalersatzteile auch an Verbraucher und unabhängige Dienstleister verkaufen sowie Diagnose- und Reparaturanleitungen öffentlich zugänglich machen.
Auf unsere kurzfristige Nachfrage zur Situation in Deutschland hat der Bauernverband bislang nicht reagiert.
