Der Journalismus-Professor Stephan Weichert freut sich im Blog der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, dass die Wahl von Trump in den USA Journalisten wieder repolitisiert hat und beschreibt das Phänomen als „Journavisten“.
Und es gibt noch einen dritten Grund, mit dem wir umzugehen lernen müssen: Das Trump-Debakel hat nicht nur zu höheren Auflagen bei den Qualitätsmedien geführt, sondern auch viele Journalisten zu Aktivisten gemacht. Er ist mitverantwortlich dafür, dass daraus das neue Berufsbild „Journavisten“ entsteht. Freilich hat es Haltung im Journalismus schon immer gegeben. Aber dass Medienvertreter sich derart geschlossen gegen einen Staatsmann verbünden, sorgt für eine Repolitisierung unter Intellektuellen, Medienschaffenden und Kreativen, wie wir sie bisher eigentlich nur aus Diktaturen kannten. In Deutschland und Europa wird es ähnliche aktivistische Bewegungen geben. Und das ist auch gut so.
In Deutschland denken viele Journalisten noch, dass man sich nicht mit einer Sache gemein machen dürfe. Das soll auf den verstorbenen Journalisten Hanns Joachim Friedrichs zurückgehen, aber das ist ein Missverständnis, denn dieser hat das anders gesagt und gemeint (Einordnung).
