Linkschleuder

Dateien verschicken: Alternative zu WeTransfer & Co vorgestellt

Anders als bei diesem Paket muss man bei send.firefox.com den Empfänger nicht auf das Paket schreiben, sondern in einer separaten Mail. CC-BY 2.0 quijonido

Mozilla hat mit send.firefox.com eine Alternative zu Datenversendern wie WeTransfer vorgestellt. Bis zu 1 Gigabyte große Dateien lassen sich mit dem neuen Dienst verschicken. Send.firefox fragt keine E-Mailadressen von Sender und Empfänger der Datei ab, sondern liefert einen einmaligen Link aus. Dieser Link ist für einen Download oder 24 Stunden gültig, danach wird die Datei von den Servern von Firefox wieder gelöscht und der Link wird ungültig. Mozilla gibt an, dass die Datei und die Übertragung verschlüsselt werden. Allerdings kann jeder, der den einmaligen Link hat, die Datei herunterladen.

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Mozilla speichert beim Besuch der Seite die IP-Adresse der Nutzer und einige weitere Daten. Der Sourcecode von Send ist offen verfügbar und Mozilla ein vertrauenswürdiger Betreiber. Wirklich sensible Dateien sollte man selbstverständlich auch nicht über diesen Dienst verschicken.

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11 Kommentare
  1. Mozilla hat spätestens da aufgehört vertrauenswürdig zu sein, als sie behaupteten Firefox sei ein die Privatsphäre respektierender Browser um dann quasi unblockbares Google Analytics in die AddOns-Seite einzubauen.

  2. ziemlich cool ist auch OnionShare, leider is das recht unbekannt. Damit kann man quasi in null komma nix einen Hidden Service im Tor Netz auf, das heißt du ziehst eine Datei in das Prog und die Gegenseite braucht nur einen TorBrowser und deinen erzeugten Link.

    Für große Dateien aber auch etwas unstabil.

  3. Also besser wäre es auch nen eigenen One Click Hoster aufzusetzen, natürlich im Ausland registrieren, bezahlen mit Bitcoins oder Paysafecard, notfalls Amazon Gutschein und auch das Impressum entweder weglassen oder einen virtuellen im Ausland benutzen z.B. mit http://www.deuru.com Auch die Webseite anonym registrieren lassen durch einen Treuhänder z.B. durch GoDaddy. Oder man gründet ne Offshore Firma z.B. bei http://www.firmenladen.com und eröffnet dann auf die Firma Konten, somit besitzt nur die Firma die Konten und die sind nicht auf einen selber registriert, dadurch hat man ein anonymes Konto. Kann natürlich auch Firmen usw. damit eröffnen. Der Punkt ist, dass man solch nen one click Hoster anonym betreibt, damit man auf die Anfragen der Justiz scheißen kann, da man nicht zur Auskunft verpflichtet ist und selber nicht rechtlich belangt werden kann. Ich empfehle als Anbieter http://www.cyberbunker.com dort zu hosten ist ALLES erlaubt außer Kinderpornos und Terrorismus Zeuch, sonst alles, auch Spam usw. Stellt dann IP logging aus und implementiert Verschlüsselung rein, Perfect Forward Secrecy und AES256 und https usw. und macht auch ein Premium Programm – wie bei nem richtigen one click hoster wie Rapidshare einst, bloß mit dem Unterschied, dass die user WIRKLICH sicher wären was IP und Ermittlungen angeht und ihr wiederum genug Zeit, um euch NUR auf euer Business damit zu konzentrieren und nicht Nerven, Zeit, Geduld und Geld zu verlieren für Anwälte, Steuern, Anfragen beantworten usw. Mit der Zeit und den Einnahmen könnte man es ausbauen zu einem Dienst, der auch pdf Dateien anzeigt oder Bilderhoster oder dann nach ner längeren Zeit nen Dienst der Videos anzeigt usw. Nach wie vor alles ohne IP und mit Verschlüsselung. Na wie revolutionär wäre das denn.

  4. echt sinnvoll wäre die integration von sowas in thunderbird
    dort kann man große dateien nur über einen „box“-account in die email integrieren, was ja eigentlich auch nur von hinten-durch-die-brust-ins-auge ein anderes wetransfer ist…
    die hier vorgestellte „send“-lösung wäre optimal, zb. über send.thunderbird.com

  5. Toll und die Inhalte werden auf Servern von Amazon in den USA gespeichert und unterliegen damit deren Gerichtsbarkeit und dem Zugriff dortiger Geheimdienste. Das Amazon und die CIA in einem Bett liegen sollte eigentlich jedem klar sein. Schickt doch gleich alles an die CIA, FBI oder einen anderen US-Geheimdienst mit irgendwelchen Buchstaben. Das Netzpolitik.org für send.firefox.com auch noch Werbung macht ist für sehr erschreckend. Wenn ich dann noch so Sätze wie „Open Source und Mozilla ist ein vertrauenswürdiger Betreiber“ lese wird mir schlecht. Dazu noch nen Haufen Google Tracking-Müll. Frage mich wirklich wie man das empfehlen kann?! Oh, stimmt ja, sicherheitshalber wird ja noch erwähnt, dass man lieber keine sensiblen Daten hochladen solle. Was soll das? Was sind sensible Daten? Alle Aktivitäten im Netz sagen eine Menge über uns aus. Selbst dieser Kommentar hier. Wenn es nicht so wäre, dann würde sich doch keine Sau für Big Data interessieren. Verschlüsselung hin oder her, solche Upload-Dienste wie Send.Firefox oder auch Andere aus den USA kann man keineswegs empfehlen oder dafür Werbung machen, im Gegenteil, ganz klar davor warnen. Seit Snowden boykottiere ich alle Cloud Dienste oder amerikanische Anbieter. Damit bin ich zwar auch nicht 100% vor Big Brother und Big Data sicher, aber zumindest ist die Angriffsfläche vermindert und ich unterstütze dieses verkomme System (Verquickung von Privatwirtschaft und Geheimdiensten) nicht. Ansonsten macht ihr aber eine gute Arbeit, nur mal so nebenbei. ;)

    Quelle: https://www.kuketz-blog.de/firefox-send-setzt-mozilla-erneut-auf-google-analytics/

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