Linkschleuder

Sousveillance-Bewegung: Wenn die Überwachten den Spieß umdrehen

In diesem Jahr war der Kampf für digitale Bürgerrechte vom #Landesverrat geprägt.

Deutschlandradio Kultur hat gestern in der Sendung Zeitfragen über „Sousveillance-Bewegung: Wenn die Überwachten den Spieß umdrehen“ berichtet.

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Aus den neuen Möglichkeiten, den Mächtigen auf die Finger zu schauen, ist längst eine Bewegung gegen Überwachung geworden. Sousveillance – so genannte Gegen-Überwachung – betreiben sowohl Demonstranten, die die Polizei filmen, als auch Künstler und Aktivisten, die etwa Spionen der NSA ein Gesicht geben. Rechenschaft einfordern, Machtmissbrauch sichtbar machen, eine Art Waffengleichheit herstellen – das sind die Ziele von Sousveillance. Doch lässt sich das weitreichende Misstrauen, das Überwachung sät, mit gleichen Waffen schlagen?

Hier ist die MP3.

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5 Kommentare
  1. Nein, gleich mit gleich bekämpfen funktioniert nur in der Homöopathie – so das Vertrauen ins Produkt stimmt und die Compliance zum Behandler.

  2. Gegen-Spionage mag nicht wirklich funktionieren, aber es wär schon mal ein Spaß, mit der handelsüblichen Überwachungstechnik zum Beispiel die Politiker auszuspionieren, die für das Anti-Terror-Paket gestimmt haben. Nur, damit die mal erleben, wie sich so was anfühlt.

    1. Dann kannst Du die Uhr danach stellen, wann ein SEK in Deine Wohnung marschiert, Dich windelweich prügelt, mit Kabelbindern fixiert, bis die Handgelenke bluten und nachdem Du mit dem Gesicht auf dem Boden gedrückt zuhören darfst, wie Deine lange angesparte Wohnungseinrichtung zertreten wird (Beweise suchen wird das genannt), wirst Du wie ein Tier aus der Wohnung geschliffen.
      Wenn Du dann die Nacht nackt in der eiskalten Zelle überstanden hast (man möchte Dich doch nur vor einem möglichen Suizid bewahren, so fürsorglich sind die Beamten), wirst Du vorübergehend freigelassen, darfst Dich aber eine Anklage wegen „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ verantworten. Mindestens. Denn ein Beamter hat gesehen, wie Du versucht hast, den Polizisten anzugreifen. Das hast Du zwar nicht getan, der Beamte sagt aber, dass Du es hast.
      Vor Gericht wirst Du keine Chance haben, denn Du hast keine Zeugen.
      Und wenn Du dann mehrere tausend Euro für einen Anwalt losgeworden bist (sofern Du Dir das überhaupt leisten kannst), kommst Du vielleicht mit einem blauen Auge davon. Dein Leben ist jedoch ruiniert, Du wirst nie mehr ruhig schlafen, Du wirst voraussichtlich nie wieder eine Arbeit bekommen und noch viele Jahre darüber nachdenken, ob es das wert war.
      Zugegeben, das ist das worst case Szenario, aber das hat es schon oft gegeben. Die Realität in diesem Land will nur niemand mehr wahr haben. Da wir alle gemeinsam uni sono Medienberichte abnicken, dass das alles schon so seine Richtigkeit hatte. Denn der Staat irrt bekanntermaßen nie und die Medien geben nur wieder, was der Polizeibericht aussagt. Dem Beschuldigten hört ohnehin niemand zu.
      Immerhin hast Du mit Deinem Versuch einen Politiker angegriffen.

      1. @Rowenta
        Erschreckend reale Beschreibung,ich hoffe das es Ihnen nicht so ergangen ist,wenn ja ,seien Sie meines Mitgefühls sicher.

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