Amazon Deutschland beschäftigt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin ohne Tarifvertrag. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat deswegen die Beschäftigten des Versandhändlers für heute an den Standorten Rheinberg und Werne (NRW), Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz) erneut in den Streik gerufen.
In einer Pressemitteilung der Gewerkschaft heißt es, dass der Streik wegen des langen Wochenendes deutlich spürbar sein soll. In der Erklärung wird ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger zitiert:
Amazon muss verstehen, dass sich die Beschäftigten ohne einen Tarifvertrag nicht zufrieden geben werden. Wir fordern das Unternehmen auf, an den Verhandlungstisch zu kommen. Die Weigerung von Amazon hat weder mit Respekt für die Menschen noch mit Anerkennung ihrer Arbeitsleistung irgendetwas zu tun.
Die Süddeutsche berichtet, dass sich nach Angaben von Amazon rund 940 Mitarbeiter der Frühschicht an dem Streik beteiligten. Nach Zählung von Verdi waren es im Tagesverlauf 1.700 Teilnehmer. Amazon beschäftigt bundesweit etwa 11.000 Festangestellte und 3.000 Aushilfen.
Amazon wird in Deutschland seit 2013 immer wieder bestreikt.
