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Braun, digital, vernetzt: Der schwierige Kampf gegen Nazis im Netz

Die Sendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur hat am vergangenen Samstag die gesamte Sendung dem Thema „Braun, digital, vernetzt: Der schwierige Kampf gegen Nazis im Netz“ gewidmet. Mit dem Moderator Philip Banse diskutierten Simone Rafael (Netz-gegen-Nazis), Felix M. Steiner (Störungsmelder / Publikative.org) und Hans Hütt (Autor und Berater).

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Weltnetz, Heimatseite, E-Brief – was lustig übersetzt klingt, ist wohldurchdacht, ernst gemeint und vor allem: mit braunem Gedankengut durchzogen. Rechtsradikale Webseiten, Foren und Netzwerke benutzen zwar oft ihre eigene Sprache, bleiben aber nicht der einzige Ort im Netz, an dem Nazis kommunizieren. In den weltweit alltäglich genutzten sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Pinterest & Co. tummeln sich ebenso viele Trolls wie tatsächliche Neonazis. Hier werden nicht nur schneller mehr Menschen und potentielle Gesinnungsgenossen erreicht, es wird auch eine öffentliche Plattform für analoge Aktivitätsplanung erschlossen. Rechte Aktivitäten in Social Networks stellen das viel beschworene Konzept von Counterspeech vor Schwierigkeiten – vor allem jetzt, wo Publikative.org, eine der wichtigsten Onlinestimmen gegen Nazis, eingestellt wird. Und in Zeiten, in denen fremdenfeindliche Hetze gegen Flüchtlinge und Anschläge auf Notunterkünfte zum erschreckenden Alltag gehören. Doch wie kommunizieren Nazis digital? Wo organisieren sie sich? Auf welche Art und Weise verbreiten sie ihre Botschaften? Das Neonaziportal Altermedia wurde jüngst verboten, doch der schwierige Kampf gegen Nazis im Netz dauert an.

Hier ist die MP3.

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5 Kommentare
  1. Durch einfach zu benutzende Dinge wie Facebook, Smartphones, Tablets usw kommen eben jetzt auch die Bildungsfernen Deppen ins Internet. Das schließt Nazis und Islamisten sowie andere radikale Gruppen mit ein. Da die Nazis ja nicht besonderst intelligent sind dürfte sich diese Nutzung aber vor allem auf die einfach zu bedienenden Sozialen Netzwerke und einige größere Plattformen konzentrieren. Wenn ein Wille da wäre müsste man da doch eigentlich relativ einfach ansetzen können z.B. in dem Hassgruppen gelöscht und Nutzer die Hetzen gesperrt werden.

    1. Da wo’s einfach ist, ist aber auch die Masse, die man dort erreichen kann. Löschen wird nur temporär irgendetwas bewirken. Ich glaube, dank Facebook etc. sieht man heute nur schwarz auf weiß (wegen meiner auch in knallbunt), wie viele Deutsche wirklich denken. Andererseits fallen wahrscheinlich auch nur die echten Schreihälse auf, wie repräsentativ die sind, weiß niemand. Sollte vielleicht mal zahlenmäßig analysiert werden, müsste doch heute auch irgendwie möglich sein. Bleibt allerdings das Problem, der Reduzierung Account auf reale Person.

  2. Sehen wir es mal positiv.
    Dank Facebook und Co kann sich jeder zum Affen machen.
    Gleichzeitig besteht in den meisten Fällen, bei wirklich justiziabelen Äußerungen, die Möglichkeit einer Strafverfolgung.
    So erhält man auch ganz ohne Überwachung und ganz freiwillig einen Überblick über das was die Leute so wirklich denken.
    Grundsätzlich hat auch ein Nazi das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ist oft nicht schön was so ein Nazi von sich gibt, ist aber so.

  3. Ist ein Braun-Kohle-Kraftwerk auch gefährlich?
    Ich bekomme Angst. Charlie aus Frankreich hat uns gelehrt nur gut zu sein.
    Wo soll das hinführen, wenn nun auch noch Kraftwerke, wie. z.B. Braun-Kohle als alternative Energietechnik bei zugehangener Sonne durch Wolken und fehlendem Wind zum Einsatz kommen?
    Ich verliere den Überblick im Diskus des Netzes.
    MIR fehlt viel Technik und die Satelliten, die es noch wissen.
    Lieben Gruß SUSI aus dem orbitalen Netz des Chaos-Prinzip

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