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Zehn Jahre netzpolitik.org: Was liegt an, Markus Beckedahl?

Im iRights-Jahresrückblick gab es auch ein Interview mit mir zu zehn Jahren netzpolitik.org, wo es auch um die Überwachung von Andre Meister im Geheimdienstuntersuchungsausschuss ging. Das Interview findet sich in voller Länge bei iRights: Zehn Jahre netzpolitik.org: Was liegt an, Markus Beckedahl?


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iRights.info: Das heißt, du gehst davon aus, dass er weiterhin beobachtet wird?

Markus Beckedahl: Wir haben es hier mit Geheimdiensten zu tun. Unsere Berichterstattung hilft, Licht in das Dunkel zu bringen, wie tief unsere eigenen Geheimdienste in das Netzwerk der NSA verstrickt sind. Insofern müssen wir davon ausgehen, dass wir zu einem gewissen Maß unter Beobachtung stehen. Zumindest wären wir schön blöd, wenn wir glaubten, dass das nicht passiert.

iRights.info: Schüchtert euch das ein?

Markus Beckedahl: Nein. Es ist unsere Überzeugung, dass wir darüber berichten müssen.

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3 Kommentare
  1. oh man, wie lange wollt ihr euch eigentlich noch daran hochziehen dass ein paar Cops mal zu neugierig und aufdringlich waren? Ok, kann gut sein dass die beauftragt wurden da mal genauer hinzuschauen, na und was solls? Was soll denn passieren? Das ihr euch nicht davon einschüchtern lasst ist gut, aber ehrlich gesagt wenn ihr euch deshalb zurückgenommen hättet wäre es auch sehr seltsam gewesen. Vielleicht hab ich ja was icht mitbekommen, aber was ist denn nun schon groß passiert? Ist bei euch jmd. zuhause vorbeigekommen und hat euch gewarnt? Habt ihr Drohanrufe bekommen? Oder eine Anzeige? Werdet ihr besonders kontrolliert beim EIntritt ins Paul Löbe Haus oder in den Saal? Außer das Andre wortkarg und etwas arrogant der Dame am Saaleingang seinen Namen hinflätzt hab ich da nichts mitbekommen. Tut mir leid, eigentlich würde ich soetwas nicht öffentlich schreiben aber igendwie geht mir diese ständige Selbstbeweihräucherung „oho, wir blocken sogar unter Polizeischutz“ und „oho, wir werden überwacht, aber wir machen trotzdem weiter“ langsam zu weit.
    Ok, klar irgendwie ist es vielleicht wichtig für die Medien dadraussen um Aufmerksamkeit zu bekommen und vielleicht ist das auch richtig und ich sollte es einfach asublenden und akzeptieren, bisher hab ich das auch aber das hier jetz mal wieder nervt mich irgendwie. Ich finds super das ihr da live mitschreibt und dadurch das öffentliche Interesse an dem Ausschuss einiermaßen warmhaltet. Aber ich hab den Eindruck, dass ihr lieber eure „Exklusivität“ da live zu bloggen pusht, als euch dafür einzusetzen die dass dei öffentlichen Protokolle endlich freigegeben werden. Nicht dass ich finde, dass man dann die eigene Aufzeichnung nicht mehr braucht, wie sehr man diesen Protokollen trauen kann weiß man erst wenn sie draussen sind. Und dann braucht es auf jeden Fall noch Medienvertreter die aktuelle dran sind und schreiben.
    Aber das seid ja auch nicht nur ihr, das wird auch nur selten erwähnt, nicht nur ihr schreibt da, auch eine Menge anderer Leute sitzen da und schreiben aktiv mit, aber ok, ich weiß auch nicht ob was und wie die Ihre Inhalte da veröffentlichen, vielleicht haben sie keinen Bock da sich np.org immer mit „wir werden ja überwacht, und trotzdem schreiben wir weiter“ aufspielt?
    NATÜRLICH wollen die mal über die Schulter schauen wenn sie merken, dass da jemand aktiv alles mitschreibt, auch um mal rauszubekommen ob da nicht doch jmd. ein Mikrofon laufen hat um dann ne Grund gegen Öffenltichkeit im Saal zu finden.
    NATÜRLICH haben sie keinen Bock auf np.org, und schauen da mal genauer hin wenn jmd. von euch irgendwo auftaucht, wenn nicht dann müsste man die ganze Berichterstattung hier aber auch ziemlich in Zweifel ziehen.

    Aber natürlich wissen sie auch, dass das nichts bringt, was sollen sie denn da schon in Erfahurng bringen groß? In welche „Gefahr“ soll Andre denn schweben? Störts euch im Bundestag zu sein und beobachtet zu werden? Also bitte, das is ja wohl das kleinste aller Probleme.

    Ok, ja wie gesagt, ich sehe ein, dass es ein guter Slogan ist und die Edienwirksamkei ist wichtig, aber langsam kann man da die Füße auch wieder etwas still halten und z.B. mal nach den Protokollen fragen.

    Trotzdem natürlich danke für eure Arbeit, trotz dieses kleinen Rants ;)

    1. Das Interview wurde ja vor einigen Wochen geführt, da war das Thema noch aktuell. Ich hab ja auch nur die Punkte zitiert, die auf Andre’s Beobachtung aufbauen, aber eigenständig sind. Dass wir wahrscheinlich unter Beobachtung stehen sollte ja alleien dadurch klar sien, dass alle befragten BND-Zeugen uns lesen. Ob da mehr ist wissen wir einfach nicht genau.

      Die Protokolle wollen wir auch haben. Und fragen auch immer wieder.

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