Auf ihrem aktuellen Parteitag haben die SPD-Delegierten einen Crashkurs zum Thema „Risiken von Wahlcomputern“ bekommen. An 600 Delegierte wurden Tablet-Computer verteilt und darauf sollte abgestimmt werden. Das klappte aber nicht, da offensichtlich mehr Stimmen abgegeben wurden, als es Delegierte gab:
Die Organisatoren des Parteitags diskutierten über die Abstimmungsprobleme mit den Tablets – und wähnten sich dabei hinter den Kulissen. Da aber jemand vergaß, die Mikrophone abzuschalten, ließen sich die Diskussionen in bester Klangqualität über den Parteitags-Livestream mitverfolgen. „Mehr als 600 Leute haben abgestimmt, das kann doch gar nicht sein, wir sind doch nur 600 Delegierte“, sagte einer.
Anschließend hat man wieder bewährt mit Zetteln abgestimmt, das klappte dann. Die halbstündige Unterbrechung scheint aber Spaß gemacht zu haben:
Eine halbe Stunde lang hatten die 600 Delegierten mit der Technik gerungen. Sie überbrückten die Wartezeit zum Teil mit rhythmischem Klatschen. Die Überlegung von Tagungsleiterin Ahnen, zum Zeitvertreib gemeinsam ein Lied zu singen, fand keinen großen Zuspruch.