Die Leitung der Internetkoordination und ‑verwaltung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) für die IP-Adressvergabe und DNS sollte eigentlich ab Ende September diesen Jahres nicht mehr in der Hand des US-Handelsministeriums liegen. Nun wurde jedoch in einem Blogpost angekündigt, dass der Status Quo noch mindestens ein weiteres Jahr aufrecht erhalten werden soll, in dem die USA die IANA-Aufgaben (Internet Assigned Numbers Authority) weiter in der Hand haben. Eine Verlängerungsoption auf weitere drei Jahre hält man sich offen.
Noch hat man es nicht geschafft, eine konkrete Alternativstruktur zu implementieren, bei der die Adressverwaltung nicht in staatlicher Hand liegt. Angestrebt ist eine durch mehrere Instanzen durchgeführte Internetverwaltung, bei der sich die Entscheidungsgewalt von Staaten hin zu zivilgesellschaftlichen, privaten und wissenschaftlichen Organisationen verschiebt.