Kai Biermann berichtet auf Zeit Online: Ein Ausweis für jeden vernetzten Toaster?
Recherchen von ZEIT ONLINE belegen, dass das Ministerium kurz davor stand, das Dinge-Netz zu einem flächendeckenden Überwachungswerkzeug auszubauen – weil ein einzelnes Unternehmen im Ministerium den Glauben weckte, das Netz sicherer machen zu können. Eine Firma, die offenbar hoffte, auf diese Weise ein mächtiges Kuchenstück der neuen Infrastruktur abzubekommen.
Die Idee: Jedes Gerät, das am Internet hängt, vom Toaster bis zum Auto, sollte einen Chip in sich tragen müssen, mit dem es unveränderbar und eindeutig identifiziert werden kann. Es wäre eine Art digitaler Personalausweis für jeden Kühlschrank, jeden Laptop, jedes Auto. Das, so die Behauptung, werde das weltweit wachsende Netzwerk aller technischen Geräte und aller Lebensbereiche sicher machen.
Das erwähnte 15-seitige Eckpunktepapier „Identitätssicherheitsgesetz für das Internet der Dinge“ haben wir gleichmal per Informationsfreiheitsgesetz angefragt.