Wenn es nach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geht, soll kostenloses WLAN im Nah- und Regionalverkehr zum Standard werden. Die Länder mögen bei allen künftigen Ausschreibungen ein entsprechendes Angebot vorschreiben, sagte Dobrindt der Süddeutschen Zeitung. Das Thema soll auf der heute beginnenden Verkehrsministerkonferenz der Länder behandelt werden.
Für den Verkehrsminister kann die Bahn „das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden“. Dazu gehöre aber „lückenloser Mobilfunk- und Internetempfang auf den Bahnhöfen und in den Zügen“. Nur wenn die Kunden im Zug störungsfrei Wlan nutzen könnten, bleibe die Bahn attraktiv. Dobrindt wies darauf hin, dass die Fahrgäste in den ICE-Zügen in der ersten Klasse inzwischen kostenlos Wlan nutzen können. Dieses Angebot müsse es auch im Nah- und Regionalverkehr geben.
Die Luft anhalten sollte jedoch niemand, denn bislang schafft es selbst die Deutsche Bahn nicht, in den ICEs kostenlose WLAN-Zugänge in der zweiten Klasse anzubieten. Und auch die kostenpflichtigen Zugänge haben unserer Erfahrung nach regelmäßig mit Ausfällen und schlechter Performance zu kämpfen. Ursprünglich war geplant, ein kostenloses Angebot im nächsten Jahr auszurollen, allerdings scheint fraglich, ob dieses Ziel rechtzeitig erreicht werden kann:
„Wir werden alles daran setzen, es möglichst noch 2016 hinzubekommen – aber nur zu einer guten Qualität“, sagt sie [Fernverkehrschefin Birgit Bohle]. Bohle will offenbar auf jeden Fall vermeiden, dass die neue Technik in den Zügen nicht richtig funktioniert und sich die Seiten im Internet doch nicht oder nur sehr langsam aufrufen lassen.
