Linkschleuder

Bundesnetzagentur startet Breitbandmessung

Die Bundesnetzagentur will mal wieder überprüfen, wie die Werbeversprechen der Telekommunikationsanbieter (Bis zu 50 MBit/s!!!) in der Realität aussehen.

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Endkunden können mit Hilfe der Breitbandmessung schnell und einfach die Geschwindigkeit ihres Internetzugangs ermitteln und dadurch die Leistungsfähigkeit ihres stationären und/oder mobilen Breitbandanschlusses bestimmen.

Wie schon bei früheren Messungen empfehlen wir auch diesmal, daran teilzunehmen.

Irgendwie soll es auch noch mehr Transparenz in diesem Jahr geben. Wir lassen uns mal überraschen, wie das die gängige Praxis verändert und kreativ die Telekommunikationsunternehmen dann ihre Falschangaben auf der Werbung verpacken werden.

Als weitere wichtige Maßnahme zur Steigerung der Transparenz soll noch in diesem Jahr eine Rechtsverordnung durch die Bundesnetzagentur erlassen werden. Die „TK-Transparenzverordnung“ enthält eine Reihe von Maßnahmen, die zu einer Erhöhung der Transparenz bei Telefon- und Internetdienstleistungen beitragen und die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher stärken werden. So ist vorgesehen, die Regelungen zur Kostenkontrolle zu optimieren, da für Endkunden oftmals das aktuell gültige Ende der Vertragslaufzeit nur schwer zu ermitteln ist. Außerdem sollen mit der Vorgabe an die Anbieter, ein „Produktinformationsblatt“ zu veröffentlichen, Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzt werden, sich bereits vor Vertragsabschluss „auf einen Blick“ über wesentliche Vertragsinhalte zu informieren.

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28 Kommentare
  1. > Bei der Ausführung von Java ist ein Problem aufgetreten.

    Wenn der Test bei euch funktioniert bitte Netzwerkstecker ziehen und das Sicherheitsrisiko Java entfernen. Und BNetzA bitte einen Test OHNE JAVA UND OHNE FLASH!!!

    1. Gerade wenn es um Betriebsgeheimnisse od. anderes, was man nicht in der usa sehen will, geht sollte man java (oracle) vermeiden, natürlich auch wegen den Einfallstoren, wer da nicht aufpasst dessen platte ist ratzfatz verschlüsselt.

    2. Java ist nicht per se schlecht/böse. Wer z. B. für Android entwickelt, kommt nicht drumherum, es zu installieren, und so manche Desktop-Anwendung benötigt es ebenfalls. Deinstallieren würde ich es also nur, wenn man sich sicher ist, dass es von keiner Anwendung benötigt wird, die man sonst so nutzt. Im Browser sollte man aber das Java Plug-in deaktivieren und es bei Bedarf für den konkreten Fall aktivieren.

  2. Tja. Ich würde ja gerne. Aber leider benötigt der $consored Java.

    Ist auch ganz klar. Wir schrieben 2015, und es ist bei der BNetzA noch nicht
    angekommen, dass es auch andere Methoden gibt. Die „Begründung“ aus ihrer
    FAQ ist vermutlich auch eher zur Unterhaltung gedacht.

    Wenn man dann doch einen Browser mit Java auftreibt, dann hagelt es
    (zumindest $hier) Signaturfehler bei der Applet-Ausführung.

    Leut‘ seid so lieb. Schaut euch das, was Ihr empfehlt halt bitte vorher auch mal
    ein wenig kritisch an.

    1. Bei mir funktioniert der Test auch gar nicht. Selbst im Firefox mit Java. Debugger Konsole spuckt einige Fehler, aber da habe ich echt keine Zeit und Lust das jetzt genauer anzugucken.

      Alltagstauglichkeitstest: durchgefallen.

  3. Und hier ein Auszug aus dem, was kaum jemand liest, mit ein paar fetten Gedanken, wenn man die Liste unten durchgeht:

    Der Anbieter erhebt, speichert und verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und soweit dies zur Durchführung des Angebotes notwendig und erforderlich ist.

    2. Als personenbezogene Daten gelten die vom Nutzer verwendete IP-Adresse, MAC-Adresse, Router-ID und Geolokation, die im Rahmen des Messverfahrens erhoben werden und die unter Umständen einen Rückschluss auf die Identität des Nutzers (Personenbezug) zulassen.

    3. Bei Nutzung unseres Angebots wird im Rahmen des Messverfahrens der Tariftyp (Angaben zur minimalen und maximalen Down- und Uploadrate, Laufzeit und Datenvolumen) wenn möglich bei Ihrem Anbieter automatisiert abgefragt und gespeichert. Diese Angaben werden benötigt, um die tatsächlich gemessene Down- und Upload-Rate im Verhältnis zur vertraglich vereinbarten minimalen und maximalen Down- und Upload-Rate darzustellen.

    4. Bei Nutzung unseres Angebots werden im Rahmen des Messverfahrens bei jeder Messung folgende Ursprungsdaten gespeichert:

    Postleitzahl und Land des Anschlusses (Benutzerangabe)
    Name des Anbieters (Benutzerangabe)
    Anschlusstechnologie (Benutzerangabe)
    Bandbreiteklasse, Anschlussgeschwindigkeit und Tariftyp (Benutzerangabe)
    Kundenzufriedenheit (Benutzerangabe)
    Optimale Testumgebung (Benutzerangabe)
    Geolokation des Anschlusses
    Datenrate in Download und Upload und Volumen laut Tariftyp beim Anbieter
    Paketlaufzeit laut Tariftyp beim Anbieter
    Gemessene Datenrate in Download und Upload
    Gemessene Paketlaufzeit und Anzahl Hops zur Gegenstelle
    Datum/Uhrzeit
    Test-ID
    Betriebssystem
    Webbrowser
    Java Plug-In Version
    IP-Adresse
    DNS-Name
    MAC-Adresse
    Gegenstelle
    Router Informationen

    Diese Daten werden durch die zafaco GmbH ausschließlich zum Zweck der Validierung von Ursprungsdaten zu Rohdaten (ohne Personenbezug) verarbeitet und gespeichert. Die Ursprungsdaten werden maximal 3 Tage nach der Übertragung und Validierung auf die Datenverarbeitungssysteme gelöscht.

    https://breitbandmessung.de/datenschutz
    Für eine schlichte Messung braucht man gewiss nicht alle Daten, die man durch die Fragen erhebt oder im Hintergrund erschnüffelt.

    So mach ich da nicht mit!

    1. > 3. Bei Nutzung unseres Angebots wird im Rahmen des Messverfahrens der Tariftyp (Angaben zur minimalen und maximalen Down- und Uploadrate, Laufzeit und Datenvolumen) wenn möglich bei Ihrem Anbieter automatisiert abgefragt und gespeichert.

      Wie geht das denn? Automatisierte Abfrage beim Anbieter? Gebe ich dazu eine Einwilligung?

      1. Automatisierte Abfrage beim Provider scheint dazu zu gehören. Auf eine Mail, die ich der BNA und dem Betreiber geschrieben habe, hat der Betreiber unter anderem dies geantwortet:

        Die ermittelten Messergebnisse werden in Bezug auf mögliche Umgebungseinflüsse durch zusätzlich über Modem/Router abgefragte Parameter, z. B. mittels TR-064, validiert (weitere Informationen siehe allgemeinverständliche Beschreibung). Für diese Protokolle existieren zurzeit noch keine Implementierungen für HTML5.

        Und TR-064 ist ein Protokoll, mit dem die Provider remote Router konfigurieren. Wobei eigentlich keine Anwendung (weder aus dem Netz noch aus dem Anschluss beim Kunden) auf dieses Protokoll zugreifen können darf.

  4. Datenschutzmäßig ist die Messung von Laufzeit, Upload und Download eine Katastrophe. Es gibt zig andere Anbieter, die ohne die ganzen fast personenbezogenen Daten auskommen. Wieso eine Bundesbehörde nicht?
    Wie mein Tarif diese Woche heisst, weiß ich nicht. Erst den Anbieter abzufragen und dann erst zu messen, ist unseriös. Wie bei VW werden dadurch unseriöser Weise Manipulationen möglich : stehe ich auf dem Prüfstand oder stinke ich in freier Wildbahn?

    Das Messergebnis ist unspektakulär: 50 Mbit/s-Anschluss mit Powerline und
    Download 44 Mbit/s
    Upload 9,5 Mbit/s
    Laufzeit: 28 ms

    Viel Lärm um nichts. Geht mit http://www.wieistmeineip.de/speedtest/ schneller.

    1. Weil die diese Daten benötigen um eventuell Anbieter sagen zu können, wo noch gravierende Lücken in der Infrastruktur sind? Oder reicht es dir wenn die sagen „Herr Ksoll hat leider einen lahmen Anschluss, wir wissen aber nicht wo er wohnt also baut mal auf Helgoland weiter aus“? DNS Name und Mac Adresse kann gebraucht werden damit man doppelte Tests rausfiltern kann (wobeis ich beides ohnehin ändern lässt mit Windows Boardmittteln sogar).

      PS: Andere Webseiten lesen gleiches oder mehr aus. Wieistmeineip verkauft die Daten sogar.

      1. Stimmt. Ohne eingeschaltetes Javascript kann man bei denen nichtmal die AGB oder Datenschutzbestimmungen lesen. Finger weg von solchen „Angeboten“, aber es sollte mittlerweile doch klar sein, dass es kaum noch selbstlose Dienstleistungen im Internet gibt, bei denen man irgendwie geschröpft wird.
        Man kann die meisten Browser selbst so konfigurieren, dass Ausspähungen erschwert werden. Dazu gehört das Abschalten von Javascript, Cookies und die verschiedenen Caches permanent zu deaktivieren. Baut eine Site dann nicht mehr auf, dann weiß man, was man sich erspart hat.

    1. Na klar. Und dann will man den Normaluser ansprechen, der gerade mal weiß, dass er mit dem Browser in´s Internet kann. Einfach nur grässlich das Ganze. Verwunderlich: Unter iOS funktioniert das auch ohne Java und Co. Oder habe ich etwas übersehen?

  5. Jeder kleinste Anbieter ist auswählbar außer Kabel Deutschland. Dann kann ich wohl nicht teilnehmen… und das Java benötigt wird ist ein echter Witz. Das geht auch ohne, ist nur dann eben nicht klicki bunti, dafür sicherer. Zumindest als Alternative hätte man es ohne anbieten können.

  6. Kabeldeutschland ist jetzt Vodafone

    ist auch dort aufgelistet bei V: Vodafone / Kabel Deutschland

    Grüße

    (und Leute, so schwer ist’s auch wieder nicht Java zum Laufen zu bekommen, aber hauptsache meckern der eigenen Unfähigkeit wegen, wa?)

    1. Du missverstehst. Java im Browser zum Laufen zu bekommen ist natürlich nicht rocket science.
      Nur ist es eine ausgesprochen unempfehlenswerte Technologie.
      Wenn dann das Applet noch nicht mal angemessen signiert ist, dann wird das richtig albern.

      Aber bitte, klickt nur auf alles, das nicht bei 3 auf den Bäumen ist.
      Irgendwo müssen ja auch die armen Botnet-Betreiber ihren Nachschub erwirtschaften.

  7. Wäre ich ISP, dem an einem optimalen Ergebnis gelegen ist, würde ich gucken welcher Server da für die Tests genutzt wird, und würde die Verbindungen zu dem absolut priorisieren. Technisch wird das möglich sein, oder?

    Und / oder ich würde selbst Tests mit eigenen / beauftragten Rechnern mit optimaler Anbindung in einer ausreichenden Größenordnung durchführen.
    So wäre das Ergebnis dann nicht objektiv und nicht repräsentativ und zugunsten des Anbieters mit der größten „kreativen“ Energie.

    Hat mal jemand mit echtem ojektivem Fachverstand geprüft, wie belastbar / objektiv dieser Test ist? Prinzipiell natürlich sehr gut das Vorhaben.

    Das Testergebnis unterscheidet sich in Bezug auf die dl-rate allerdings erheblich von dem zu dem allseits gelobten von http://www.speedtest.net

  8. Mit der Konfig: Ubuntu/firefox/iceweasel-plugin(Java) bekomme ich auf der Seite einen Download von 6 Mbit/s angezeigt, speedmeter schafft 34 MBit/s und Downloadtools45 MBit/s. Hat jemand überprüft ob er mit verschiedenen plugins dieselben Ergebnisse erhält ? Hat die Website selbst Performance Probleme ?

    1. Heute hab ich fast 43 Mbit/s bei der Breitbandmessung, obwohl die restlichen Tests und die DSL-Info meiner Fritzbox sogar eine leichte Verschlechterung gegenüber gestern anzeigen. Hmmm

  9. Der Witz dabei ist doch der:
    Solange der Gesetzgeber nicht endlich den Arsch in der Hose hat und einen QoS (Quality of Service) gesetzlich festschreibt, ist diese Erhebung eh für’n ….. .
    Denn was hindert auch in Zukunft die Anbieter weiterhin Ihre Netze so voll zustopfen mit Nutzer, dass die Leistung drunter leidet wenn eh keiner am Ende was dagegen machen kann.

    Also erst mal bitte liebe BNA QoS mit min. 95% festschreiben und dann messen. Dann sehen wir ja, dass die versprochenen Bandbreiten lange nicht eingehalten werden.

  10. wenn die keine lust haben das in js zu basteln dann solln se halt nen open-source cross-platform programm draus machen. am besten ohne gui-zwang. vorher mach ich da ganz bestimmt net mit.

  11. Hmm, wenn ich das lese bekomme ich Blutdruck. Im Moment ist der Pulsmesser auf 180. Wieso müssen immer Spezialisten in Fremdsprachen antworten geben, welche ich nicht verstehe? Kann mir mal bitte jemand erklären was beim Breitwandformat das Problem ist, außer dass man auf jedem Film dick aussieht?

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