Berlin will auch digitale Hauptstadt werden

Berlin auf dem Weg zur Digitalen HauptstadtBerlin will jetzt auch eine digitale Hauptstadt werden. Dazu haben der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller und der Präsident der Technischen Universität Berlin Prof. Dr. Christian Thomsen die Agenda „Berlin auf dem Weg zur Digitalen Hauptstadt“ veröffentlicht. Darin fehlt kein trendiges Buzzword, von Smart City bis Industrie 4.0 ist alles dabei.


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Konkret möchte Berlin die erste Stadt werden, wo 5G flächendeckend ausgerollt wird. Berliner freuen sich schon darauf, möglicherweise wird damit in vielen Gegenden und im ÖPNV das derzeit häufig vermisste 4G direkt übersprungen. Auch sollen 30 neue Professuren geschaffen und „herausragende Persönlichkeiten als Visiting Fellows in die Hauptstadt geholt“ werden. Interessant klingt die Investition von fünf Millionen Euro in die „Open-Access-Kultur“:

Die beteiligten Berliner Hochschulen wollen dafür bei der Einstein Stiftung ein Zentrum „Digitale Zukunft“ beantragen, das sich deutschlandweit zum einmaligen hochschulübergreifenden Nukleus für Digitalisierung entwickeln soll. Bereits jetzt liegen die Förderzusagen für mehr als 20 Professuren aus der Wirtschaft und von außeruniversitären Einrichtungen vor. Parallel dazu wird das Land Berlin seine Open-Access-Kultur massiv vorantreiben. Der Finanzumfang für diese drei Projekte beträgt pro Jahr rund 5 Millionen Euro.

Und:

Geplant ist ebenso ein gemeinsamer Antrag der Berliner Universitäten und der Charité für die neue Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern, die Bewerbung um ein nationales Internet-Institut beim Bundesbildungsministerium und die Gründung eines digitalen CityLabs. In den Labs sollen künftig zu den Themen Digitalisierung und Smart City anwendungsbezogene Lösungen erarbeitet und erprobt werden. Ein gemeinsamer Ort in der Stadt soll das Lab, das Open-Access-Büro sowie die Geschäftsstelle des Einstein-Zentrums beherbergen.

Und das sind die zehn Punkte:

01. Berlin schafft 30 neue IT-Professuren
02. Berlin beantragt bei der Einstein Stiftung ein Zentrum „Digitale Zukunft“
03. Berlin holt die besten digitalen Köpfe in die Hauptstadt
04. Berlin setzt auf Zukunftstechnologie 5G
05. Der Wissenschaftsstandort Berlin stärkt seine E-Health-Kompetenz
06. Berlin verbessert Perspektiven für Frauen in der IT-Forschung
07. Berlin bewirbt sich um Exzellenz-Projekte
08. Berlin stärkt digitale Inhalte in der Aus- und Weiterbildung
09. Berlin stellt Weichen für ein digitales CityLAB
10. Berlin richtet seine Förderangebote auf Digitalisierung aus

Hätte man auch früher drauf kommen können, aber besser spät als nie. Wir lassen uns mal überraschen.

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5 Kommentare
  1. Solange Berlin in Deutschland ist, wird das aber nix:
    Störerhaftung, WLAN-Regelungen, Leistungsschutzgeld, miserables Internet, Vektoring, europäisches Schlußlich bei Glasfaserausbau, startupunfreundliche Gesetzeslage, etc. Deutschland ist einfach zu blöd für das 21. Jahrhundert und für Internet. Es wäre schon interessant, wenn Berlin die Unabhängigkeit erklären würde um digital auf die Beine zu kommen – aber wenn ich mir BER so anschaue und die Berliner Verwaltung, dann paßt Berlin schon gut zu Deutschland.

  2. „03. Berlin holt die besten digitalen Köpfe in die Hauptstadt“:
    Darf Edward Snowden also kommen und bleiben ? Ich bin dafür. Schon seit Sommer 2013.

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