Der Antivirenhersteller AVG kann künftig Nutzerdaten an Dritte verkaufen, wie aus der neuen Datenschutzerklärung hervorgeht. Dabei soll es sich um Daten handeln, die keine Rückschlüsse auf die Person zulassen und anonymisiert weitergegeben werden, etwa an Werbetreibende. Das soll sicherstellen, dass man „Geld machen“ und weiterhin kostenlose Produkte anbieten könne, heißt es in der FAQ, die zur Zeit noch nicht auf Deutsch vorliegt. In Kraft tritt die neue Datenschutzrichtlinie am 15. Oktober 2015.
Zu den gesammelten Daten gehört unter anderem die eindeutige, mit dem verwendeten Gerät verknüpfte Werbe-Kennung („Advertising ID“) sowie der Surf- und Suchverlauf. Sollten darin Informationen auftauchen, die die Person identifizierbar machen, würden diese anonymisiert, versichert AVG. Wired zitiert dazu den Sicherheitsexperten Alexander Hanff:
AVG’s potential ability to collect and sell browser and search history data placed the company „squarely into the category of spyware“, according to Alexander Hanff security expert and chief executive of Think Privacy.
„Antivirus software runs on our devices with elevated privileges so it can detect and block malware, adware, spyware and other threats,“ he told WIRED. „It is utterly unethical to [the] highest degree and a complete and total abuse of the trust we give our security software.“ Hanff urged people using AVG’s free antivirus to „immediately uninstall the product and find an alternative“.