Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, ist so wie

Ist nicht von mir, sondern hat Thomas Lohninger gestern gehört: „Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, ist so wie ein Bild zu verkaufen, um sich einen besseren Rahmen zu leisten.“


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Unsere Frage an Euch ist: Gibt es noch bessere Beispiele wie dieses?

netzneutralitaet

21 Kommentare
  1. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, ist so wie…

    – bei Bürger King essen, um sich gesund zu Ernähren.
    – die SPD, für ein besseres Asylrecht, zu wählen.
    – mit der deutschen Bahn zu reisen, um pünktlich anzukommen.
    – als Dortmund Fan zwischen den Schalke Fans zu sitzen.

  2. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, ist so wie
    – den Belag per Luftpost und den Pizzaboden per Ponyexpress zu verschicken
    – Drehbücher zu verbieten um Videos schneller zu streamen

    Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, bedeutet *Vernetzung* aufzugeben um die Sendeleistung einiger weniger zu verbessern.

  3. … ich setze ja immer noch grosse Hoffnungen in den Provider, den …

    Einer meiner früheren Mitmusiker: Ich kauf mir jetzt ein eigenes Auto, damit ich zu den Jobs fahren kann, die ich spielen muss, damit ich mir das Auto leisten kann.

    Was mich wirklich verwundert, warum heute (2014) immer noch über die Abschaffung von Netzneutralität gesprochen wird, so als ob es Netzneutralität jemals gegeben hätte.

    Es sollte mal ein bisschen an der Herstellung von Netzneutralität gearbeitet werden. Dazu übrigens setze ich grosse Hoffnungen in den Provider den …

  4. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, ist wie

    – bei Spam-Mails auf den unsubscribe Link zu klicken, um sie nicht mehr zu bekommen.
    – einen Flughafen schließen und einen zweiten auf Verschleiß fahren um schnell einen neuen besseren zu bekommen.
    – als Verlag Suchmaschinen für die Anzeige der eigenen Inhalte zur Kasse bitten zu wollen
    – die Bildqualität der SD-Sender runterzuschrauben um die Vorteile von HD+ zu zeigen
    – ein neues besseres Mail-System einzuführen, das dann nicht sicher ist und zusätzliche Kosten verursacht
    – einen Standard zu entwickeln, der alle anderen vereinheitlicht. http://xkcd.com/927/

  5. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen ist wie …
    Ein Ferari zu fahren (Samsung s5 /iphone 6 etc..) mit speed limit…eingestellt vom Anbieter nach 1 km Speed ist schluss

  6. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen ist wie …
    sein letztes Weed zu verkaufen, um sich Papers leisten zu können

    Netzneutralität ist nicht alles, aber ohne Netzneutralität ist alles nichts.

  7. Netzneutralität aufzugeben um ein besseres Netz zu bekommen ist wie den Hippokratischen Eid aufzugeben um ein besseres Gesundheitssystem zu bekommen.

  8. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen, wäre genauso absurd wie…
    einen Verfassungsschutz zu installieren, der sich nicht an die Verfassung hält, um die Verfassung zu schützen…

  9. So spontan:
    – ist so wie Straßen zu verkaufen, um sich ein besseres Auto leisten zu können.
    – ist so wie Gleise zu verkaufen, um sich einen besseren Zug leisten zu können.

  10. Netzneutralität aufzugeben, um ein besseres Netz zu bekommen ist so wie die PKW-Maut für Ausländer zu versprechen, um eine Maut ausschließlich für Ausländer zu bekommen.

  11. http://de.wikipedia.org/wiki/Braess-Paradoxon

    „Das Braess-Paradoxon ist eine Veranschaulichung der Tatsache, dass eine zusätzliche Handlungsoption unter der Annahme rationaler Einzelentscheidungen zu einer Verschlechterung der Situation für alle führen kann. [..]

    Braess’ originale Arbeit zeigt eine paradoxe Situation, in der der Bau einer zusätzlichen Straße (also einer Kapazitätserhöhung) dazu führt, dass sich bei gleich bleibendem Verkehrsaufkommen die Fahrtdauer für alle Autofahrer erhöht (d. h. die Kapazität des Netzes reduziert wird). [..]

    Darüber hinaus ist das Braess-Paradoxon ein Beispiel dafür, dass die rationale Optimierung von Einzelinteressen im Zusammenhang mit einem öffentlich bereitgestellten Gut zu einem für jeden Einzelnen suboptimalen Zustand führen kann.“

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