Leseempfehlung: Die Kosten von Überwachung

Dank moderner Kommunikationstechnologie ist Überwachung einfacher geworden. Das fällt schon auf, wenn man sich beim Schauen eines Tatorts aus den 80ern dabei ertappt, dass man bei umständlichen Ermittlungsarbeiten denkt: „Wieso orten sie nicht einfach das Handy vom Mörder?“ oder „Warum schauen sie nicht nach, mit wem er telefoniert hat?“

In Zahlen gefasst hat das jetzt eine Studie, die gestern im Yale Law Journal Online publiziert wurde. Kevin S. Bankston und Ashkan Soltani haben untersucht, wie viel die Überwachung des Aufenthaltsortes einer Person kostet, basierend auf repräsentativen Gerichtsfällen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Mobilfunküberwachung bei einem Zeitraum von einem Monat  weniger als ein Tausendstel der persönlichen Überwachung durch Polizeibeamte kostet. Interessanter Fakt ist hier auch der Preisunterschied zwischen den Mobilfunkprovidern. Während man bei T-Mobile 2.800$ pro Monat für ein Mobilfunktracking hinlegt, gibt es das bei Betreiber Sprint schon zum attraktiven Festpreis von 30$. Wenn das keine Überwachungs-Flatrate ist…

thecostofsurveillance

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Eine Ergänzung

    Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.