Demokratie

Wen wählen beim Wahl-O-Mat?

61,8 Millionen Deutsche können den kommenden Bundestag mitwählen. Leider machen davon nicht alle Gebrauch. Wer noch unentschloßen ist, findet hier vielleicht noch Antworten:

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Gratulieren kann man der Bundeszentrale für politische Bildung: Der Wahl-o-Mat wurde mittlerweile mehr als zehn Millionen Mal aufgerufen. Unklar ist, wie oft dieser von Einzelpersonen mehrfach genutzt wurde, um die gewünschte Partei auch an Stelle eins zu bekommen. Bis Sonntag kann man der BpB auch noch über verschiedene Wege Fragen zur Bundestagswahl stellen und soll die auch beantwortet bekommen.

Und von Alvar Freude gibt es zu dieser Bundestagswahl auch wieder einen Kandidatenvergleich auf Wen Wählen?

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14 Kommentare
  1. hmm… lassen die antworten im wahlomat keine rückschlüsse auf die politische einstellung des users zu? … lassen sich die eingaben des users nicht mit dessen ip in verbindung bringen? … lässt sich von der ip nicht auf die identität des users schließen? …
    … dann wär’s wohl nix mehr mit freien und geheimen wahlen … datenkrake ik höer dir trapsen – da bin ich doch paranoid genug, die finger von solchen serviceleistungen zu lassen …

    1. Die tatsächliche Wahl ist vollkommen unabhängig vom Wahl-O-Mat. Bei mir war die NPD relativ weit oben (Platz 2 oder 3), Wähl ich deshalb die NPD? Nein, weil ihr Fokus auf ganz anderen Themen liegt als dort gefragt wurden. Ähnlich gehts den Piraten (die auf 1 oder 2 standen).

      Der Wahl-O-Mat kann meine politische Tendenz herausfiltern, aber die politische Meinung muss in einer Demokratie nicht geheim sein, nein, es soll sogar über Politik diskutiert werden. Geheim sein muss nur, was ich wirklich in der Kabine ankreuze und das ist bei mir nicht vom Wahl-O-Mat abhängig.

  2. Mich würde da ja mal ein wenig Browser Fingerprinting interessieren. Beispielsweise ob es einen Zusammenhang zwischen verwendetem OS/Browser und Parteienpräferenz gibt.

    Subjektiv vermute ich ja bei Menschen, die freie Software nutzen eine gewisse Tendenz zum linksliberalen Parteienspektrum.

  3. Man sollte immer beachten welche Partei welche Antwort gegeben hat und abwägen wie wahrscheinlich die Umsetzung dieses Themas wäre wenn die entsprechende Partei die Möglichkeit der Umsetzung hätte. Denn selbst bei absoluter Mehrheit, was ja vollkommen utopisch ist, gibt es Parteien die eine Umsetzung dessen niemals vollziehen würden. Von daher ist der Wal-o-mat nur bedingt geeignet um sich ein Bild von den Parteien zu machen und das sollte meines Erachtens nach auch im Artikel stehen.

  4. der wahlomat nutzt halt auch nicht so viel, wenn die parteien von ihren dort angekündigten positionen später nix mehr wissen wollen.

    ich weiß noch bei der bawü landtagswahl war die erste (!) frage, ob das alkoholverkaufsverbot ab 22 uhr aufgehoben werden soll. grüne waren dafür, ich auch. kam bisher nix… so gings mit vielen punkten im wahlomat. von daher nur eingeschränkt empfehlenswert.

  5. Also ich persönlich fand die alternative http://wen-wählen.de/ dieses Jahr besser als den Wahl-O-Mat, da waren die Thesen und Fragen irgendwie verständlicher. Beim Wahl-O-Mat fand ich die Fragen manchmal doch etwas zu allgemein und unverständlich gehalten, dass man ohne Hintergrundwissen gar nicht weiß, was die damit genau wollten.

  6. Der Wahl-O-Mat ist nicht schlecht, aber die Fragestellungen manchmal so blöd, da möchte man einfach nur Überspringen, da so allgemein kein Für, Wider oder Neutral angegeben werden kann…

    Ich bevorzuge den Test von der Süddeutschen. Diese hat zwar nicht so viele Parteien (die großen und bekannten sind dabei), aber viel bessere Fragestellungen und man seine eigene Position besser darstellen: In fünf Schritten von „Ich stimme absolut nicht zu“ bis hin zu „Ich stimme absolut zu“.

    Macht ihn doch auch mal:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/exklusiver-wahl-thesentest-welche-partei-ihnen-wirklich-nahesteht-1.1756596

  7. 1.
    Wer NICHT wählen geht geht TROTZDEM wählen ! Die Sache ist nämlich die: Eure Stimmen also von den Nichtwählern werden zusammengezählt und auf alle Parteien aufgeteilt. Wenn ihr also ernsthaft Schadenbetreibung machen wollt indem ihr wirklich KEINE Partei wählt und somit nicht zulässt dass irgendwelche Fremden die ihr nicht mal kennt für euch die Entscheidungen des Lebens treffen die euch sofort privat betreffen und das über Jahre und Jahrzehnte dann müsst ihr schon wirklich hin und alles durchstreichen damit eure Stimme tatsächlich nicht gezählt wird

    2.
    Falls ihr doch so doof seid (oder naiv weil ihr glaubt es ändert sich was zum Guten für euch) damm informiert euch wenigstens über die ganzen Pannen und Skandale der Parteien damit ihr eine Übersicht habt was alles schief gelaufen ist und ob ihr die wirklich wählen wollt. Dazu geht ihr am besten auf Fefes Blog und gebt dort den Parteinamen ein – CDU SPD FDP usw. dort sind zahlreiche Artikel (mit Kommentaren und Zusammenfassung) und ihr habt es alles als Übersicht da und müsst nicht hinterher rechrechieren

    http://blog.fefe.de/?q=CDU
    http://blog.fefe.de/?q=SPD
    http://blog.fefe.de/?q=FDP

    1. Zu 1)
      Einfach nur falsch, das mit dem „alles durchstreichen“, das wäre ungültig wählen und ungültig wählen hat auf den Ausgang der Wahl den selben Effekt wie nicht wählen, auch damit „stärkst“ du alle Parteien (da wird allerdings nichts „verteilt“, sondern alle anderen Stimmen bekommen, da die Gesamtmenge an Stimmen sinkt und so jede einzelne davon mehr Gewicht hat).

      Der einzige Unterschied zwischen einem ungültigen Wahlzettel (dafür brauchst übrigens nichtmal alle durchstreichen, einen reicht, oder irgendwelche weiteren Dinge die auf dem Wahlzettel nichts zu suchen haben) und nicht wählen ist, dass du in der Statistik später unter „Ungültige“ auftauchst und nicht unter „Nichtwähler“ aber in beiden Fällen geht das Gewicht deiner Stimme nicht mit in die Wahl ein.

      Willst du sowas erreichen, ist wohl die einzige praktikable Möglichkeit, sich nen paar von den Kleinstparteien (keine Ahnung, Rentner, Tierschützer oder Vio oder so, sagen wir mal, solang dir deren Gesinnung nicht zu 100% gegen den Strich geht) aus zu suchen und dann such dir davon eine nach dem Zufallsprinzip aus. Die erreichen zwar mutmaßlich keine 5% und damit hat deine Stimme später (außer sie würden 3 Direktkandidaten holen) keinen Einfluss auf die Sitzverteilung im Bundestag, wohl aber zählt das Gewicht deiner Stimme in die Gesamtmasse mit rein, wenn es darum geht, wer überhaupt wieviele % holt.

      1. Da hier Edit nicht möglich ist, ich habe mich irgendwo beim formulieren verzettelt:

        „(da wird allerdings nichts “verteilt”, sondern alle anderen Stimmen bekommen, da die Gesamtmenge an Stimmen sinkt und so jede einzelne davon mehr Gewicht hat).“

        hört sich komisch an, ich denke zwar das klar wird, was ich sage, dennoch, man ersetze mit:

        (da wird allerdings nichts “verteilt”, sondern alle anderen Stimmen bekommen, da die Gesamtmenge an Stimmen sinkt, mehr Gewicht).

  8. „Wahl-O-Mat“ ist sowas von, öhm, „sinnvoll“, da kann man sich eine partei anzeigen lassen, von der die wahllügen der meinung des benutzers entsprechen.

    am tag nach der wahl, haben die alzheimerpolitiker ihre wahlversprechen vergessen und machen das gegenteil….

    so kann man die leute auch verarschen…

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