Auf Cryptome erschien gestern eine Übersicht über die Anzahl der bisher veröffentlichten Seiten der Snowden-Dokumente, gegliedert nach der veröffentlichenden Quelle und den beteiligten Reportern:
| Quelle | beteiligte Reporter | veröffentlichte Seiten |
| The Guardian | 14 | 211 |
| Washington Post | 7 | 152 |
| Der Spiegel | 5 | 19 |
| O Globo Fantastico | 3 | ~87 |
| New York Times | 5 | 36 |
| ProPublica | 1 | 7 |
| Le Monde | 2 | 19 |
| Dagbladet | 1 | 13 |
| NRC Handelsblad | 3 | 1 |
| Huffington Post | 3 | 3 |
| insgesamt | 45 | 552 |
Wie die Gesamtzahlen zu Stande kommen, ist mir nicht ganz klar, aber dafür beleuchtet der weitere, wenn auch spekulative, Teil des Berichts einen interessanten Aspekt, der bisher wenig diskutiert wurde. Cryptome überschlägt, dass ingesamt 500 bis 2.760 Personen Zugriff auf dasjenige Originaldokument gehabt hätten, um das es sich in der Veröffentlichung handelte – vom Reporter über den Redakteur bis hin zum Korrekturleser oder konsultierten Spezialisten. Das macht diese Personen, die sich vermutlich alle der Geheimhaltung verpflichten mussten, zu potentiellen Zielen der NSA und damit von Manipulation, Bestechung, Erpressung und intensiver Überwachung.
Berichte über Leaks in den Leaks gab es bisher wenige, das einzig prominente Beispiel sind die Festplattenkonfiszierung und Zerstörung bei The Guardian. Dennoch sollte man all die Menschen, die außerhalb des medialen Rampenlichts das Risiko auf sich nehmen, an der Aufdeckung der Geheimdienstmaschinerie mitzuarbeiten, nicht vergessen.