Überwachung

US Drohnen in Deutschland: MQ-5B „Hunter“ werden ab Montag Übungsflüge in Bayern absolvieren

MQ-5B HunterColonel James E. Saenz, US-Truppen Kommandeur in Bayern, hat diese Woche auf einer Informationsveranstaltung über den Einsatz zweier MQ-5B „Hunter“ Drohnen aufgeklärt. Diese sollen ab 14.10. einmal täglich zwischen dem US Truppenübungsplatz Grafenwöhr und dem Joint Multinational Readiness Center (JMRC) in Hohenfels Übungsflüge absolvieren. Laut Saenz werden die MQ-5B Drohnen, die zur Zeit zu den modernsten Aufklärungssystemen zählen, weder bewaffnet sein, noch Daten über Kameras oder diverse andere Sensorik aufzeichnen. Das Bundesverteidigungsministerium hat für die Flüge, die etwa 25 Minuten dauern und auf 3.300 bis 5.000 Metern Höhe absolviert werden, zwei Korridore im zivilen Luftraum freigegeben. Langfristig sollen auch Drohnen des Typs RQ-7 Shadow und RQ-11 Raven zum Einsatz kommen. Durch Politiker wurde – wenig überraschend – vor allem die anfängliche Intransparenz des US Militärs und der beteiligten deutschen Behörden in bezug auf das geplante Drohnen-Programm kritisiert.


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13 Kommentare
  1. Gibt es eine Grund warum die hier rumfliegen?
    Ist die USA nicht gross genug?
    Wenn keine Daten gesammelt werden, kann es sich bei den Flügen Transportflüge sein, aber was wird transpotiert? Testflüge kann man in den USA billiger und stressfreier machen.

    Was steckt dahinter?

  2. Warum fliegen die Amis eigentlich nicht bei sich im Lande rum, haben doch genug Platz?! Oder haben die Amis was dagegen wenn ein paar Dröhnchen über ihren Köpfen umherfliegen??? Ich hab ja eh das Gefühl egal was der Bürger hier will, wenn ein Geheimdienst was vorhat dann zieht er das halt durch. Oder kann irgendein Bürger hier sagen: JA! Ich will dass amerikanische Drohnen hier zu „Testzwecken“ fliegen?!

      1. Hey, zum ersten mal wünsch ich mir auch ein paar gelockertere Waffengesetze. Die gute alte Steinschleuder wird wohl nicht in solch luftige höhen reichen… :( Naja hoffen wir mal dass das Teil auch so abstürzt, am besten direkt in die Amibasis wo sie her kam ^^ Wie kann es eigentlch sein dass trotz Staatspleite für solche „Späßchen“ immernoch Moneten da sind?

  3. Also um Drohnen vom Himmel zu holen, gibt es ja doch relativ einfache Mittel. Magnetron an Satschüssel z.B. ;). Alternativ holt man die Dinger mit nem Modellflieger runter, indem man einfach reincrasht ^^

  4. Wieso müssen die USA einen Grund haben, der innerhalb der USA liegt? Es gibt doch genug deutsche Interessenten an Drohnen, denen an einem gewissen Gewöhnungseffekt gelegen sein kann.

  5. @Wingni
    Es gibt keine Zulassung, daher muss dafuer ja der Luftraum gesperrt werden.

    @Juergen, Champ, Regina
    Der Grund wird wohl ganz unspektakulaer sein, dass die Drohnen in Vilseck bei Grafenwoehr stationiert sind und auch am Uebungsplatz Hohenfels (50 km suedlich) eingesetzt werden soll.

    Die NSA koennte dort den untergang der Nordbayerischen Industrie aufklaeren. Die Aufklearungsmittel an Bord werden wohl nur sehr begrenzte Information liefern. Das System ist alt und wird bald ausgemustert.

    Falls die NSA wirklich Neugierig ist auf Drohnen, dann koennen sie ja einfach in den Daten des anscheinend hervorragenden Sigint Pakets des EuroHawks schauen. Die sind ja ueber US-Militaer-Sateliten uebertragen worden. Da braucht man sich dort nicht mal anstrengen zum abschnorchenl. Der EH ist von Ingolstadt aus geflogen, das Gebiet das der ‚Hunter‘ jetzt ueberflieg, war also mit sicherheit im Aufklaerungsbereich.

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