Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

Ein Spiegel-Online Artikel vom Sonntag enthüllt einen angeblich geplanten Verkauf von Fahrgastdaten der Deutschen Bahn. Die Konzernkommunikation reagierte unverzüglich auf die Anschuldigungen des Nachrichtenmagazin zum Datenhandel mit Vielfahrerdaten:

Die Deutsche Bahn weist die Berichterstattung von Spiegel Online vom Sonntag entschieden zurück, wonach es Pläne zur Weitergabe von Kundendaten an Dritte gäbe. Die Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Die DB gibt bislang keinerlei Kundendaten zu Marketingzwecken an Dritte weiter und plant dies auch künftig nicht.

So weit so gut, die Bahn erklärt, dass sie sich außerdem an die deutschen Gesetze zum Datenschutz halte. Nach §28 seien Kundenbindungsmodelle zulässig.

Fakt ist, dass das bahn.bonus-Programm vom BahnCard-Programm der DB getrennt wurde und damit ein eigenständiges Kundenbindungsprogramm darstellt. Kunden müssen jetzt also zwei Verträge abschließen und in die neuen bahn.bonus-Bedingungen gesondert einwilligen. Diese beinhalten auch die Nutzung der Kundendaten zu Marketingzwecken.

Neben den Kundendaten speichert die Bahn genaue Daten über die Bahnverbindungen der Fahrgäste, auf die sich die Sorge der Weitergabe im Spiegel-Artikel bezog. An deutschen Fahrgastdaten z.B. im Flugverkehr besteht im Ausland besonderes Interesse, und in diesem Rahmen ist auch der Austausch von Bahnpassagierdaten im Gespräch. Die Digitalrechtsallianz EDRI hatte erst im Januar von einer gewaltigen Kundendatenpanne bei der belgischen Bahn berichtet.

13 Kommentare
  1. Andreas Krey 17. Mrz 2013 @ 15:29
  2. Peter Lustig 19. Mrz 2013 @ 11:50
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