Überwachung

Mehr Whistleblower beim Bundesnachrichtendienst

Auf Zeit-Online fordert der Journalist Tilmann Baumgärtel in einem Offenen Brief an die MitarbeiterInnen des BND mehr Zivilcourage, weil die Bundesregierung den Kopf in den Sand steckt und eine Aufklärung verweigert.


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Gerade erst hat der Bundespräsident in seiner Rede zum Tag des deutschen Einheit die Bedeutung der Privatsphäre hervorgehoben, die in Deutschland von zwei totalitären Systemen missachtet wurde: erst unter den Nationalsozialisten, dann in der DDR. Vor diesem historischen Hintergrund ist es besonders wichtig, das Grundrecht des Fernmelde- und Briefgeheimnisses zu respektieren. In ihrem Diensteid haben Sie sich dazu verpflichtet, das Grundgesetz zu achten und zu schützen. Bitte tun Sie das – auch indem Sie die Öffentlichkeit über mögliche Rechtsbrüche des BND in Kenntnis setzen.

Dem schließen wir uns an und wünschen uns mehr Whistleblower beim Bundesnachrichtendienst.

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Ein Kommentar
  1. Mit Verlaub, Sie sind wahrlich naive Traumtänzer.

    Diejenigen, die sich entscheiden, ihre Laufbahn bei uns im BND zu beginnen, wissen genau, worauf sie sich einlassen.

    Es ist nicht unsere Aufgabe beim BND, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zu achten und schützen. Wir dienen in erster Linie den Interessen der Bundesregierung und ihrer Unterstützer in der Wirtschaft.

    Unabhängig davon, einer unserer Bediensteten wird sicherlich nicht als Informant mit Medienorganen wie dem Ihrigen Kontakt aufnehmen. Ihr Niveau an Eigensicherung und Operations Security ist amateurhaft. Solch ein hohes persönliches Risiko einzugehen, gewöhnen wir unseren angehenden BND-Mitarbeitern schon im 1. Dienstjahr ab. Außerdem wird in unserem Dienst niemand von Verstande seine Privilegien und seine Pension durch solche Verratshandlungen leichtfertig in Gefahr bringen.

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