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Deutsche Telekom erklärt: Netzneutralität ist Klientelpolitik von und für Netzaktivisten

Husam Azrak, Sprecher der Telekom, erklärte heute laut ZDF, dass der Einsatz für Netzneutralität und ein offenes Internet reine Klientelpolitik sei:

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Den Netzaktivisten warf er Klientelpolitik vor. Es sei verständlich, dass die Jungen sich zu Wort melden und ihre Interessen durchsetzen wollen. „Aber es geht um mehr als um die Einzelinteressen der Netzaktivisten“, so Azrak weiter.

Laut Deutsche Telekom scheint dann die Abschaffung der Netzneutralität die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten. Hab ich eigentlich irgendwas verpasst?

Wer die Deutsche Telekom bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen möchte, findet auf hilf-telekom.de ein passendes Werkzeug. Und hier kann man weiterhin die ePetition beim Deutschen Bundestag für eine gesetzliche Feschreibung der Netzneutralität unterschreiben.

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9 Kommentare
  1. Dieser Verein macht sich Tag zu Tag lächerlicher. Bitte schickt ihnen eure Kündigung (jetzt!) egal wie lange der Vertrag noch läuft. Damit sie einen Themenbezug beim Datamining haben.

  2. Also ich verstehe den Affenzauber nicht, der um die Telekom gemacht wird. Seid ihr wirklich zu dämlich, eine Kündigung zu verfassen und der Telekom zukommen zu lassen? Man merkt: bei Netzpolitik und der Digitalen Gesellschaft handelt es sich um nichts anderes als eine sozialistische Bewegung, die permanent nach mehr Staat und mehr Regulierung schreit. Aber es reicht schon aus, wenn nur 10 bis 20 % der Kunden eine Kündigung aufsetzen würden, um die Telekom zu einer anderen Handlungsweise zu bewegen. Denn wenn man sie am Geldbeutel trifft, trifft man sie genau richtig. Man braucht hierzu keinen Staat.

    1. Ohne „Affenzauber“ würde der Staat wohl garnicht eingreifen.
      Bisher wird ja alles noch auf Selbstregulierung gesetz.
      Dämlich ist es grundsätzlich Kunde der Telekom zu sein,
      nicht erst seit den Drosselplänen.
      Frag mich sowieso wiso man da freiwillig Kunde ist.
      Aber darum geht es nicht,
      sondern um die Dreistigkeit und dass die damit nicht durchkommen dürfen.
      Gerade als „Pirat“ solltest du auch für deine Freiheiten kämpfen und nicht nur zusehen und auf Selbstregulierung setzen.

      1. Ich kämpfe aber nicht mit einem Schrei nach dem Staat für meine Freiheiten. Ich betrachte zunächst, was ich selbst tun kann, um die Telekom marktwirtschaftlich zu einem Umdenken zu bewegen – und das habe ich schon vor 2 Jahren getan. Denn der Netzausbau in ländlichen Regionen ist katastrophal, deswegen habe ich zu einem Kabelnetzbetreiber gewechselt, der zum gleichen Preis nicht nur eine 2 MBit-Leitung anbietet, sondern 100 MBit… ;)

      2. Und noch eine kurze Anmerkung: Gerade ein ECHTER Pirat schreit nicht nach Regulierung durch den Staat. Das machen nur die, die nach 2009 von den Linken und den Grünen zu den Piraten geströmt sind. Die haben mit dem ursprünglich freiheitlich-liberalen Bild genauso viel zu tun wie die Grünen, die mit Bomben und Panzern im Kosovo und Afghanistan antworteten, mit einer Friedensbewegung.

    2. Das ist so eine Sache mit dem Wechseln. Die Provider bilden ja so eine Art Kartell der schlechten Qualität.

      Telekom: drosselt, lahmer Upstream

      KabelBW: grottenlahmer Upstream, nur für manche v6 mit echtem DualStack

      Vodafone: kein v6

      Alice: sogar lahmer Downstream

      Mir geht es nicht um billig. Momentan zahle ich 20€ im Monat. Ich wáre bereit 100 zu zahlen fur folgendes:

      100MBit/s up und down; v6 mit echtem Dualstack, keine Drosselung, echte Flatrate, vernünftige Pearinginfrastruktur zu anderen Providern und CDNs.

      Für das ganze in 50Mbit/s wúrde ich auch noch 50€/Monat hinlegen. allein es gibt diese Tarife nicht.

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