Netzpolitik

Papier ist Macht

Was sonst noch passierte dieses Wochenende.

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Peter Glaser in der Futurezone: Das Internet kennt keinen Abschied.

Früher war ein Abschied oft auch ein Abschied für immer. Jemand fuhr weit weg und man sah sich sehr wahrscheinlich nie mehr wieder. Aber das Gefühl ist nostalgisch, denn der Abschied ist nicht mehr, was er einmal war.

John Markoff in der New York Times: New Wave of Deft Robots Is Changing Global Industry.

This is the future. A new wave of robots, far more adept than those now commonly used by automakers and other heavy manufacturers, are replacing workers around the world in both manufacturing and distribution. Factories like the one here in the Netherlands are a striking counterpoint to those used by Apple and other consumer electronics giants, which employ hundreds of thousands of low-skilled workers.

Christiane Schulzki-Haddouti in der Welt: Die Zukunft des Lauschens.

Die USA bauen in der Wüste von Utah ein gigantisches Spionagezentrum. Dort können weltweit alle E-Mails, Telefonate, Google-Suchanfragen, Reiserouten und Buchkäufe gesammelt und ausgewertet werden.

Constanze Kurz in der FAZ: Titanenkampf mit hilflosen Zuschauern.

Die Freiheit im Internet ist längst zur Illusion geworden. Die Suchergebnisse gehorchen nicht mehr objektiven Kriterien – auch wegen des Urheberrechts, das immer stärker zur probaten Waffe wird, um das Netz zu zensieren.

Maria Rossbauer in der Taz: Papier ist Macht.

Über Forscherkarrieren bestimmen Fachmagazine. Dahinter stehen Großverlage mit Milliardengewinnen. Nun wehren sich die Wissenschaftler.

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16 Kommentare
  1. Dieses ewige Gejammere ist völlig Falsch , das Netz ist Frei.

    Nur die Art wie Informationen darüber Übertragen wird lässt sich
    mittels entsprechenden Diensten und Software einschränken oder Überwachen, aber diese sind KEIN Teil des eigentlichen Netzes und daher Austauschbar.
    Es ist völlig Falsch immer zu behaupten das Netz würde Zensiert , nein Zensiert wird nur mittels und in den entsprechenden Programmen oder Diensten wie Betriebssystemen , Suchmaschienen oder Server ect.
    Wir können und auch beklagen das Fast Food Ketten die Menschen durch Junk Food krank machen , aber niemand ist gezwungen dort zu Essen.
    Amerikanische IT Dienste funktionieren übrigens weitgehend nach den gleichen Prinzipien wie ihre Fast Food Ketten oder Zuckerwasser Konzerne, sie nutzen konsequent menschliche Instinkte und Schwächen aus, daher sind sie auch so Erfolgreich und machen sogar leztendlich oft „Süchtig“ ähnlich einer Droge , im Fall von Software durch Glückshormone .
    Um das Internet zu Schützen benötigen wir einfach nur mehr dezentrale Stuckturen zudem mehr Freie Programme und Dienste mit offenen Quellcode , es ist wie beim Fast Food die beste Therapie dagen ist selber zu Kochen.

    1. @die beste Therapie dagen ist selber zu Kochen.

      Nur leider sind die meisten Menschen im Bereich der Software nicht dazu fähig oder willens. Selber machen ist im Internet halt nur wenigen Leuten mit Fachwissen vorbehalten, der Rest ist Abhängig von einfach Softwarepacketen die ohne wissen zu bedienen sind, z.B. Facebook, Apple usw. Solange freie Software nicht wirklich für jeden Deppen super leicht zu benutzen ist wird sie nur ein marginales Randdasein fristen.

    2. @ Solange freie Software nicht wirklich für jeden Deppen super leicht zu benutzen ist wird sie nur ein marginales Randdasein fristen…..

      Natürlich, Lesen und Schreiben oder Mathematik ist ja auch nicht “ für jeden Deppen super leicht gemacht“ und trozdem lernen wir es mühsam in der Schule, warum nur?
      Vermutlich kommt irgentwann ein IT Konzern und sagt das ist doch alles verlorene Zeit heut gibt es Computer und Internet wozu noch etwas händisch Analoges Erlernen?
      Schuld ist eigentlich unser Schulsystem heutzutage müsste Programmieren , Netztechnik ect. den gleichen Stellenwert bekommen wie Mathematik oder Physik Unterricht , dann hätten es diese „Fast Foot“ Datenwirtschafts Konzerne viel Schwerer.

  2. Interessant ist auch, was diese Woche so beim beim Werbepartner ZEIT ONLINE passiert. Auch sehr moderate Kommentare wurden bei den Assange Artikeln dort schlicht und einfach weglöscht. Kann Netzpolitik mal freundlich bei der ZEIT ONLINE Redaktion nachfragen was dort los ist? Mit Moderation die willkürlichen Löschungen dort nicht mehr viel zu tun.

    Man wünscht sich jemand würde bald mal ein dezentrales Metakommentarlayer entwickeln …

      1. Liest und findet nur leider keiner. Zudem sind die dt. Regeln für Blogs und die Kommentare dort viel zu kompliziert und gefährlich.

        Und ein gegenseitiges Bewerten von Kommentatoren („Karma“) schadet auch manchmal nicht. Daher wird vermutlich etwas in der Richtung wieder nur von Google oder facebook kommen.

      2. Selbst zu Bloggen macht doch keinen Sinn mehr. Wenn man einen eigenen Blog startet dann wird man bei Google nirgends mehr gefunden, ist ja auch klar so zugetextet wie das Internet mittlerweile ist. Da müsste man dann schon massiv in Backlinks usw investieren um noch gefunden zu werden, nix für Privatpersonen. Bleiben also nur die Kommentarfelder auf den News Angeboten, aber die werden in der Tat immer stärker zensiert und gefiltert.

    1. Das ist doch nix neues. Bei der „Zeit“ wird doch schon seit laengerem sehr „spezifisch“ moderiert. Das hat mit neutral nichts mehr zu tun.
      Bei der „Welt“ ist es allerdings noch schlimmer.

      1. Ja, aber die ZEIT ONLINE GmbH vermarktet hier im Blog die Werbung.

        Evtl. kann man dort mal nachfragen, seit wann man bei ZEIT ONLINE Moderation (muss es leider geben) mit willkürlicher Zensur verwechselt. Evtl. ist es ja nur Überarbeitung. Aber es werden dort Accounts gesperrt und ganze Kommentare gelöscht. Kommentare, die aus meiner Sicht vollkommen(!) okay waren. Besonders interessant — es werden auch neutrale Kommentare gelöscht, die indirekt in einem Nebensatz darauf hinweisen, dass bei der ZEIT aktuell doch gerade etwas sehr willkürlich moderiert wird … Das ist nicht sehr lustig.

        1. @Zeit: Wie Du schon geschrieben hast, vermarktet Zeit.de hier die Werbung. Mit deren Redaktion hat das nichts zu tun. Und wir haben hier auch anderes zu tun als bei fremden Redaktionen mal nachzufragen, ob irgendwelche Kommentare gelöscht wurden.

      2. @Markus: Will Dir nicht auf den sommerlich gepflegten Zeh treten. Für mich war der Umgang der ZEIT mit den Kommentar unter den Artikeln durchaus auch ein digitales Thema für diese Woche.

        Und ich dachte, dass evtl. aus Kulturkampf-Blog ZEITen vielleicht noch Kontakt besteht, um mal zu klären, was auf dem Dampfer ZEIT gerade intern für ein Kulturkampf stattfindet. Den gerade bei der ZEIT waren die Kommentare meist besser als die Artikel — aber die Artikel waren immer noch gut genug diese auch provozieren … Jetzt die Artikel oftmals schlecht und die Kommentare ganz weg.

  3. Der letzte Artikel ist der Schlimmste.
    Aus meiner SIcht ist das Internet wie es vor 20 Jahren populär wurde faktisch tot. Man braucht nicht darauf zu warten das ITU oder sonstwer nationale Netze einrichtet, die gibt es schon.

    Der Vorteil des Internets war mal, das man nicht mehr nur Zuschauer war und fressen musste was einem vorgesetzt wurde, sondern das man sich beteiligen konnte.

    Das ist aus meiner Sicht vorbei. Konzerne, Anwälte, restriktive Gesetze.
    Das Internet ist zum Mitmachfernsehen geworden.

    PS
    Bevor ihr widersprecht, natürlich kann man mit Fachwissen noch mehr erreichen. Doch wer geht das Risiko noch ein?

    1. @DAMerrick

      Grundsätzlich gebe ich dir Recht , das Internet ist zum Mitmachfernsehen geworden.
      Nur ob dies die Schuld von den Konzerne, Anwälte, restriktive Gesetze ist wage ich zu Bezweifeln.
      Vor 20 Jahren waren es wirklich technisch Interessierte und Versierte welche das Internet nutzten, eine Generation die auch vor 30 Jahren Millionen C64 kauften mit Basic ohne „Tatsch Screen“ und bunte Icons, welche vermutlich die heutige Jugend gar nicht mehr Bedienen könnte.
      Die Massen welche aber heut das Netz nutzen sind die Couch-Potato welche sich nicht für die Technik interessieren sondern nur für schicke Smartphne , bute Icon , YouTube Video oder anderes, welche das Internet lediglich als ein neues schöneres „Fernsehen“ oder zum Spielen nutzen und die Konzerne geben ihnen was sie wollen.
      Wenn wir also nicht bald Anfangen das Internet neu zu Erlernen und es ein Stückwerk zurück zu Erobern , statt uns Berieseln zu lassen, werden wir es Verlieren.

      1. Vollste Zustimmung.

        In den letzten Jahren ist der Anteil an Geräten mit denen man das Netz komfortabel betrachten, nicht jedoch wirklich mitmachen kann. Ipad und Smartphone ohne Maus und Tastatur eignen sich nicht besonder gut zum Tippen oder erstellen von Inhalten.

        Aber das wird nicht nur an den Geräten selbst liegen. Viele Menschen haben sicherlich gar kein Interesse „mitzumachen“.

      2. (nochmal ohne die vielen Fehler)
        In den letzten Jahren ist der Anteil an Geräten mit denen man das Netz komfortabel betrachten, nicht jedoch wirklich mitmachen kann, stark angestieghen. Ipad und Smartphone, die ja bekanntlich ohne Maus und Tastatur auskommen, eignen sich nicht besonders gut zum erstellen von Inhalten.

        Aber das wird nicht nur an den Geräten selbst liegen. Viele Menschen haben sicherlich gar kein Interesse “mitzumachen”.

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