Leistungsprämie für Europäische Patentprüfer

In digitalen Märkten treffen Unternehmen auf Patentdickichte und melden immer mehr Erfindungen an.  Das Europäische Patentamt finanziert sich durch die Gebühren der von ihm vergebenen Patente. Bei der Vergabe ist es so engagiert, dass dessen Präsident Benoit Batistelli für 2011 einen Gewinn von 89,2 Millionen Euro verzeichnen kann. Wohin mit dem Geld? Einen Teil des Überschusses (27 656 000 Euro) möchte er nun an die Beamten ausgezahlen als Bonus, das sind schätzungsweise 4000 Euro pro Mitarbeiter der Behörde. Maluspunkte gibt es für Krankenzeiten. Weitere 27 656 000 Euro gingen an den Pensionsfond. So steht es in dem Dokument CA/98/12 vom 5. Oktober 2012. Der Budget und Finanzausschuss fand die Idee gut. Zwischen dem 11. und 13. Dezember trifft sich der Verwaltungsrat des EPA. Der wird entscheiden, ob der Bonus die falschen Anreize setzt und die Interessenkonflikte der Behörde verstärkt, oder einfach eine exzellente Idee ist.

9 Kommentare
    • Philip Engstrand 20. Nov 2012 @ 14:38
  1. Philip Engstrand 20. Nov 2012 @ 15:02
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