Kultur

Kommentarkultur neu entwickeln

Gestern schrieb ich, leicht frustriert, einen Kommentar zu unserer Kommentarkultur in diesem Blog. Dieser hat zum jetzigen Stand in weniger als 24 Stunden bereits 280 weitere Kommentare angesammelt. Meine Intention war, generell mal die Ist-Situation und damit die verbundene Arbeit und die Auswirkungen zu beschreiben. Das scheint auch geklappt zu haben, wenn man sich die vielen Kommentare durchliest.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Natürlich haben wir uns schon intern lange Gedanken gemacht, wie wir Verbesserungen einführen können. Diesen Prozess haben wir jetzt geöffnet, um ihn gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern weiter zu entwickeln.

Ohne jetzt auf alle Kommentare einzeln einzugehen, beschreibe ich mal die wichtigsten Überlegungen:

  • Sehr häufig wurde vorgeschlagen, alle Kommentare erst mal freischalten zu lassen. Das ist mit Aufwand verbunden, den man selbstverständlich auch durch freiwillige Moderatoren erledigen könnte. Einige haben auch bereits ihre Hilfe angeboten. Das ist für uns nur derzeit kein gangbarer Weg, weil wir schon die Möglichkeit weiter haben wollen, ad-hoc Kommentare und damit Debatten zu ermöglichen. Gleichzeitig steigt damit auch das rechtliche Haftungsrisiko. Einen professionellen Community-Manager zur Betreuung des Troll-Zoos, wie größere Medienhäuser ihn oder sie haben, ist für uns nicht finanziell möglich. Die Werbebeiträge und die Flattr-Einnahmen auf dieser Seite ermöglichen gerade mal die Finanzierung von 1,5 Stellen (Und dafür muss ich auch noch regelmäßig Vorträge halten, um über Honorare die Stellen quer zu finanzieren). Diese Stellen nutzen wir lieber für Recherche und vor allem zum Schreiben. Der Großteil unserer Autoren schreibt zum Spaß und aus politischer Motivation.
  • Vorregistrierungen für Kommentare wollen wir vorerst nicht einführen. Die Kommentare sollen immer noch ohne die Verifizierung von Mailadressen, etc. stattfinden und auch eine kurzfristige Kommentierung ohne Zwangsregistrierung ermöglichen. Die Möglichkeit, auch weiterhin anonyme Kommentare zu publizieren, ist uns persönlich und politisch sehr wichtig.
  • Wir werden ein paar Regeln aufschreiben und nochmal zur Diskussion stellen. Auf Basis dieser Regeln werden wir Kommentare auch vermehrt löschen. Dazu werden Kommentare zählen, die destruktiv sind und keinen Mehrwert bieten, weder für den Autor, noch für die Debatte oder gar für die Leser. Das wird nicht jeden freuen, aber steigert hoffentlich unsere Laune und auch die Laune der Leserinnen und Leser, wieder vermehrt die Kommentare für konstruktive Beiträge zu nutzen – die selbstverständlich auch eine andere Meinung als der Autor/die Autorin abbilden können.
  • Wir nutzen hier die Blog-Software WordPress. Es sind einige Beispiele genannt worden, wie man die Kommentare durch bessere Erweiterungen managen kann. Diese werden wir evaluieren und damit herum experimentieren. In einem Beitrag werden wir unsere Erfahrungen mit Euch teilen und Euch in die Bewertung einbeziehen. Wir haben leider nicht die Ressourcen, um eigene Entwicklungen voran zu treiben und sind daher auf die WordPress-Community angewiesen. Aber vielleicht gibt es ja Erweiterungen, die zu 90% sinnvoll sind und wo wir die Restentwicklung übernehmen können.
  • Erweiterungen von externen Diensten wie Disqus oder Facebook kommen dabei für uns nicht in Frage. Wir bemühen uns, die Datensammlungen durch fremde Tracking-Systeme in diesem Blog weitgehend zu minimieren und müssen da eh noch ein paar Hausaufgaben machen, wenn wir mal dafür die Kapazitäten haben. Externe Forensysteme wollen wir dabei nicht verwenden. Wir träumen immer noch vom Idealfall, wo Kommentare Artikel erweitern, neue Perspektiven rein bringen, Korrekturen anmahnen und eine Debatte stattfindet. Das gehört unter den Artikel.

Ansonsten freuen wir uns über die angestoßene Debatte und die vielen Ratschläge. Danke dafür. Alles wird gut. Und die Kommentarfunktion bleibt natürlich bestehen.

135 Kommentare
  1. Eine entscheidende, in beiden Blogpostings überhaupt nicht gestellte Frage ist doch:

    Wer entscheidet wie, welche Kommentare „Mehrwert“ bieten?

    Oftmals gibt es ja das (verständliche) Problem, dass derjenige, der das entscheiden darf, Kritik an sich selbst systembedingt als ohne Mehrwert ansieht.

    Und sowieso: Eine (objektive, überprüfbare) Definition von „Mehrwert“ hätte ich auch gerne. :-)

    1. Da es das nicht gibt, kann man sowas nur per Demokratie lösen: also die Möglichkeit Kommentare zu Voten und parallel dazu ein Spam-Button, der z.B. bei 10 mal klicken unterschidlicher Clients einen Kommentar löscht.
      Eine perfekte Lösung gibt es nicht, aber wenn man Spam und Trolle loswerden will, ist das glaube ich noch die beste, die ohne Profi-Moderatoren zu machen ist.

      1. Ob ein Kommentar Mehrwehrt bietet oder eher stört ist keine demokratische Frage sondern ganz allein Ermessenssache des Blogbetreibers. Wer ungefiltert seine Meinung verbreiten möchte kann dies in seinem eigenen Blog tun.

    2. @avid S. Das entscheidet wohl in dem Fall der Blogbetreiber, wobei ich abgesehen von der Tatsache, dass dann nicht sofort sondern nachträglich gelöscht wird, kaum Unterschied zu anderen Seiten sehe, die auch meinen, sie entscheiden besser für die Leser, was lesenswert ist und was nicht.

      Ob nun eine Zeitlang noch etwas stehenbleibt und dann gelöscht wird oder aber vorab gelöscht wird – im Endeffekt wird halt nicht mehr für den Nutzer des Angebotes agiert, sondern es wird ihm eine vorgefilterte Sicht angeboten die vom Blogbetreiber, Forenbetreiber usw. angeboten wird.

      In anderen Foren werden solche Kommentare dann einfach verschoben statt gelöscht, wenn es denn sein muss.

      1. Könnte man die Kommentare statt sie zu löschen nicht einfach „ausblenden“ bzw. „einklappen“ – dann wären sie als vom Autor unerwünscht markiert, könnten aber trotzdem gelesen werden indem sie über einen Button einfach wieder eingeblendet werden können.

    3. Mmmh, was ist mit der Definition von „destruktiv“!? Ohne einen Mehrwert damit zu schaffen, und ohne zu wissen ob es destruktiv is oder nicht: Wachsende Popularität und wachsendes Publikum schafft halt auch eine wachsende Anzahl and desktruktiven und Kommentaren ohne Mehrwert. Objektiv und um so mehr subjektiv. Ich persönlich habe mir hier noch nie meine STimmung oder sowas kaputtmachen lassen und fine Netzpolik weiterhin sehr lesens- und kommentierungswert!

    4. „Mehrwert“ ist aus meiner Sicht erst einmal eine Definition des Blogbetreibers. Der hat Hausrecht, ohne Frage.

      Davon abgesehen verstehe ich unter einem „mehrwertigen“ Kommentar einen der sich mit der Argumentation des Artikels auseinandersetzt – ob zustimmend oder kritisierend ist völlig egal. Eine Mischung wäre sogar wünschenswert.

      Keinen Mehrwert bieten pauschale Aussagen, die widersprechen, aber nicht argumentieren.

  2. Hört sich gut an. Entscheidend wird sein, die Regeln auch durchzusetzen. Letztlich verstärken sich beide Tendenzen selbst: Eine konstruktive Diskurs- oder Kommentarkultur zieht Leute an, die Interesse haben, konstruktiv zu diskutieren. & Trolle ziehen Trolle an.

  3. Ich bin mir unsicher ob sich die Debatte über Möglichkeiten nun hier her verlagert. Hoffe, dass ich mit folgender Idee hier richtig bin:

    Denkbar wäre eine Variante, aus Userbewertung und Moderation. In vielen Foren können Beiträge gemeldet werden, die den Forenregeln widersprechen. Ähnliches gibt es vermutlich für WordPress: Leser bewerten die Beiträge nach Kriterien wie „lesenswert“ oder „destruktiv“. Die Moderation muss dann nur noch den Müll sortieren und die anderen haben die Möglichkeit schneller die interessanten Kommentare zu finden (ich denke gerade an Chefkoch.de).

    Gruß,
    Martin

    1. Das ist nur theoretisch so. Faktisch muss der Moderator doch alles lesen. Und wenn das Meldesystem blöd designt ist, bekommt er die Meldungen auch noch als zusätzlichen Lesestoffm statt als Flags an den gemeldeten Postings.

  4. c“Dazu werden Kommentare zählen, die destruktiv sind und keinen Mehrwert bieten, weder für den Autor, noch für die Debatte oder gar für die Leser.“

    und wer könnte das besser entscheiden als du? die kommentare brauche ich jetzt weder zu lesen noch selbst verfassen, quod erat demonstrandum. es gab durchaus wiederholt kritik diesbezüglich, aber die leute ignorierst du in deiner arroganz in diesem neuen beitrag. dafür danke, damit hast du deine position klar gemacht. verschwindet der kommentar hier jetzt auch?

      1. Nichts für ungut, aber solltest du den Beitrag nicht löschen statt darauf zu antworten?:)

        Und viel Spaß pro Post ca. 100 „Zensur!!1111111“ Kommentare zu löschen von Leuten die nicht so wirklich lesen und/oder denken können:)

        Nebenbei, bin gespannt wie sich das entwickelt, habe bisher selten die Kommentare hier gelesen (wenn ich nicht selbst kommentieren wollte) aber werde das nun verfolgen, alleine aus Interesse wie sich das entwickelt:) Viel Glück, ich glaube ihr werdet es brauchen;)

      2. gern geschehen. woran störst du dich genau? dass ich dir arroganz vorwerfe? mit welchem begriff genau definiert man ein verhalten in dem man anderen meinungen per se die relevanz abspricht? genau genommen ist das sogar recht beleidigend. mach die kommentare zu, denn du hast doch sowieso kein interesse etwas zu lesen was deiner ansicht zu weit zuwider läuft, denn von krassen beleidigungen oder sinnfreiem kram der nicht einmal mit dem artikel zu tun hat redet keiner, da waren sich alle einig, dass das legitim zu entfernen ist bzw. zumindest optional zu verbergen. du hast nur gar kein interesse einen echten mittelweg zu suchen, du willst dein kleines königreich. nun ist es deine seite, klar, aber dann nenn es http://www.beckedahl.de und nimm nicht in anspruch für ein freies, unzensiertes internet einzustehen und eine plattform für netizens zum informieren und diskutieren zu bieten.

      3. Es ist ein Unterschied, ob man Verhaltensweisen kritisiert oder eine Kritik auf eine persönliche Ebene hebt, und dem Gegenüber vorwirft arrogant zu sein. Scheint ein Wesenszug von Dir zu sein, Kommentare nicht auf die Sachebene beschränken zu können, liest man hier mal einige typische Kommentare von Dir. Beizutragen hast DU ja jedenfalls immer viel.

      4. Ich würde das nicht so einfach abtun. Stimmt, ahas Kommentar war extrem ruppig. Aber möglicherweise durchaus konstruktiv. Auch, wenn man das auf den ersten Blick nicht erkennt.

        Die Entscheidungshoheit, selbst zu bestimmen, was richtig und was falsch ist, das kann man tatsächlich mit dem Begriff Arroganz n Verbindung bringen. Ich will hier Niemandem böse Absicht unterstellen. Aber auch Diktatoren handeln aus dem Glauben heraus, das Beste für Alle zu wollen und zu tun. Trotzdem bleiben sie diktatoren.

        Inwiefern ist also ahas Beitrag hier konstruktiv? Er geht auf die Befugnis zur Bewertung anderer Meinungen ein. Und er stellt mit diesem Begriff diese Befugnis generell in Frage. Das ist ein Gedanke, den man verfolgen sollte.

        Was aha übersieht oder vielleicht auch absichtlich weggelassen hat, sind andere Erklärungsmöglichkeiten. Insbesondere wird hier über Möglichkeiten und deren Konsequenzen diskutiert. Die Möglichkeit der Löschung und/oder Ausblendung hat nun mal zur Konsequenz, dass das Jemand entscheiden muss. Im Zusammenhang mit der Gefahr der Arroganz wäre es vielleicht tatsächlich sinnvoll, hierfür ein Community-Modell zu entwickeln. Auch dieser Gedanke wurde ja schon angesprochen. Die existierenden Modelle halte ich aber für sehr verwundbar (missbrauchbar).

        Ich weiss nicht, ob aha Dir tatsächlich Arroganz vorwirft, oder ob er Dir nur diese Möglichkeit vor Augen führen will. Spielt auch keine große Rolle. Allein dadurch, dass dieser Gedanke im Zusammenhang mit der Entscheidungs- und Bewertungsbefugnis gegenüber Meinungen Anderer angebracht wurde, wird dieser Kommentar konstruktiv. Auch, wenn er wie eine Stammtischparole formuliert ist. Und auch, wenn dieser Kommentar keine Lösung enthält.

        Ich kann es verstehen, dass diese Stammtischparolen nerven. Aber gerade dann, wenn es darum geht, Mist auszusortieren, muss man höllisch aufpassen, nicht über das Ziel hinauszuschießen.

      5. @Siegfried: Ich rechne dir hoch an, dass du in ahas Kommentar nach konstruktiver Kritik gesucht hast. Ich mache mir nur noch selten die Mühe, weil ich finde, dass ein Mindestmaß an Entgegenkommen und Wille zum Diskurs erkennbar sein sollte. Und einen mutmaßlich konstruktiven Beitrag in eine wie du es nennst ruppige Hülle zu packen, gehört für mich nicht dazu. Das mag eine allzu bequeme Haltung sein, aber es gibt einfach viel zu viele ruppige Kommentare, von denen die wenigsten konstruktiv sind.

      6. @otnememento: Ich suche auch nicht in jedem Kommentar die konstruktive Kritik :) Das hängt zum Einen vom Thema ab, und zum Anderen von den Reaktionen. Ich hatte den Eindruck, dass es sich hier lohnen könnte.

        Und was die „Ruppigkeit“ angeht: Gelegentlich greife ich selber mal dazu, achte dabei allerdings darauf, dass ich Niemanden persönlich angreife. Und ich gehe mit dem Titel dieses Artikels absolut d’accord: Wir brauchen eine Kommunikationskultur. Wie die allerdings zu erreichen ist, weiss ich leider auch nicht. Mir fallen nur die auf diesem Weg überall herumliegenden Stolpersteine auf.

    1. Ich kann mich da Siegfried nur anschließen. Auch wenn der Ton die Musik macht, hier ist mit aha jemand, der eine Bedrohung heraufziehen sieht, gegen die er energisch vorgehen möchte. Eigentlich ist es doch ganz angenehm, dass da jemand, wenn auch mit etwas zu viel Eifer, dennoch mit Herzblut für eine Sache kämpft. Dass dabei manchmal die Pferde mit einem durchgehen, das kennt wohl jeder von sich selbst.

    2. Ich überlege immer noch ob der Einstiegskommentar von aha grandiose Lyrik ist, der das Problem auf den Punkt bringt in dem er das schillernste Beispiel postet an Kommentaren die man gedankenlos löschen kann, oder ob es hier um professionelles Trollen geht.

      zum Thema,
      ich würde mir ein zwei stufen Model wünschen.
      das problem ist der „mehrwert“.

      mir tut es oft gut ein und das selbe Argument anders formuliert zu hören (und am besten noch mit kontext-verschiebungen) um mich entscheiden zu können, ob ich mich anschliese oder nicht. das ist für mich auch ein Mehrwert.

      um es am beispiel des „Hausrechts“ gleich mal umzusetzen:
      Jeder hat das Recht auf seiner eigenen Couch in Unterhose rumzusitzen und Chips-Krümel zu verteilen – auf anderer-Leuts Couch macht man das nicht. – Jeder hat das Recht seine Meinung auf SEINEM blog zu verbreiten, auf anderer-Leuts Blog aber nicht.

      gleichzeitig macht es Sinn Kommentare mit neuen Gedanken (farblich?) hervorzuheben.

      so oder so, DANKE FÜR ALLES.

  5. Löschen finde ich völlig falsch. Das hat auch nicht mit den Regeln guter Wissenschaft (kritisch sein, auch gegen die eigene Meinung) oder mit gutem Journalismus zu tun. Guck‘ Dir doch mal die Zeitproblematik an — um so mehr gelöscht wird, desto trolliger werden die Trolls. Bringt nichts.
    Ich habe hier auch mal längere Kommentare geschrieben, war aber mit vielen Dingen hier nicht einverstanden — daduch wurde auch meine Kommentare kürzer und bissiger.

  6. Eine weitere Möglichkeit, den gröbsten Quatsch (wie bspw. „Erster“) zu unterbinen wäre, für Beiträge eine Mindestlänge festzuschreiben (z.B: 200 Zeichen oder 25 Worte oder sowas).

    1. @Torsten
      Das bringt nichts, denn ein Mehrwert ist nicht von der Länge eines Postings abhängig.
      Heise hat z.B. eine Bewertungsfunktion, die sollte darüber entscheiden, ob etwas lesenswert ist, ist aber zur „ja, geile Meinung“ oder „blöde Meinung“ verkommen.

      Des weiteren gibt es z.B. eine Regelung, dass ein Zitat nur xy% des Postings enthalten darf und eine Zeichenbegrenzung – beides nervt entsetzlich.

      Manchmal reichen z.B. ein Link aus
      (Aussage von X hier lesen: Link)
      Manchmal sind 200 Zeichen oder 2000 Zeichen nur Blabla.

      Wer soll das entscheiden?
      Eigentlich gibt es schon genug Foren und Blogs usw, in denen die Kommentare letztendlich den Gedankengang des Forenbetreibers widerspiegeln und die seine Sicht der Dinge darstellen oder aber seine Form des „Mehrwertes“, die Meinungsvielfalt bleibt dabei oft auf der Strecke. Und imho beißt sich diese ganze Idee der nachträglichen Filterung der Kommentare für User, also nicht etwa auf Userseite, sondern auf Anbieterseite, mit der Idee eines möglich freien Austausches von Meinungen mit all seinen Schattenseiten, für die u.a. wohl auch NP bisher sich engagierte.

      D sehe ich z.B. auch einen Reputationsschaden.
      Wenn sich nun MB samt NP samt freien Meinungsaustausch im Web usw. usf. ausspricht, für Meinungsvielfalt, für keien Filterung auf Anbieterseite, aber andererseits als Anbieter genauso filtert, dann ist das für mich widersrüchlich und dürfte auch so behandelt werden.

      1. slashdot kombiniert rating mit begründung („funny“, „informative“ etc).

        dadurch ist das nicht so eindimensional und geht trotzdem etwa genau so schnell beim bewerten.

        .~.

      2. @Twister: Von mir aus kann jeder gerne in seinem eigenen Blog seine schlechte Laune an anderen auslassen. Und wir werden diese Möglichkeit hier auch weiterhin politisch verteidigen. Wenn das hier passiert, müssen wir Rücksicht auf andere nehmen. Ebenso wie man auf seiner eigenen Party nicht irgendwelche Gäste andere Gäste beschimpfen und blöd anmachen lässt, werden wir hier auch die Konsequenzen ziehen. Wer argumentiert, gewinnt. Wer nur rumpöbelt, verliert. Das hat für mich nichts mit freiem Meinungsaustausch zu tun, sondern viel mit Zivilcourage und Respekt.

      3. Meine Anregung wäre auch eine Begrenzung, aber der Anzahl der Kommentare pro Blogeintrag:

        Es können zum Beispiel max. 100 Kommentare pro Artikel abgegeben werden, dann ist der Strang automatisch zu. Danach können ggf. nur noch neue Kommentare nachfolgen, wenn die „Community“ hier auf einem geeigneten Weg Kommentare zur Löschung bestimmt.

        Alle anderen Taktiken sollen natürlich ergänzend dazu auch genutzt werden.

        Danke für die Aufmerksamkeit!

  7. Ich bin für eine brutale Zensur-Diktatur: :-)
    Einfach Kommentare, in denen nur polemisch nunja-herumpolemisiert wird, löschen.
    Gerade auch (obwohl das hier jetzt weniger das Problem sein wird) für die ganzen „Islamkritiker“-Horden und andere PIdioten.
    Den ganzen Hass-Mist einfach brutal, radikal und im Zweifel gegen den Angeklagten rauslöschen.
    Das wirkt dann auch disziplinierend.
    Und nach einiger Zeit haben es die Berufstrolle mit zuviel Tagesfreizeit aufgegeben. Übrig bleiben dann diejenigen, welche mit Argumenten und nicht Diffamierungen arbeiten.
    Die anderen merken dann, das hier kein Blumentopf zu gewinnen ist und suchen das Weite.
    (Ich hoffe jedenfalls, das das funktioniert.)

  8. Hm, seltsam – ein Kommentar ist wohl der Kommentarfunktion hier entschluepft, schade.
    Ich war darauf eingegangen, dass es imho etwas schräg ist, erst durch einen Rant etliche mehr oder minder subtil anzugehen und dann am nächsten Tag zu sagen „hey, danke für die vielen Kommentare/Klicks, aber wir haben uns eh schon Gedanken gemacht und die Lösungsvorschläge schon im Kästchen“.

    „Vermarktet durch Zeit Online“ kommt imho nicht von ungefähr. Das Engagement der Betreiber wie auch die Zugriffe (eben auch von Trollen usw.) ist imho immer auch Richtwert dafür, was „vermarktet“ wird, aber nun einerseits die Vermarktung dankend annehmen, aber andererseits eine gewisse Stromlinienförmigkeit zu etablieren, während man sich zeitgleich für ein freies Netz ausspricht beißt sich imho.

    1. Yep. Liest eigentlich noch jemand Feyman? Der hat das aus meiner Sicht in seinen Texten über Wissenschaft immer gut ausgedrückt. Kritisch bleiben, nicht nach der eigenen Meinung Dinge wegzensieren. Man könnte daneben liegen.

      1. Hallo Markus,

        ich beziehe mich — recht frei — auf eine Rede von Ihm über Wissenschaft. Das Hauptzitat für mich ist hier:

        „Science is the belief in the ignorance of experts.“

        Ich lege es zudem auch noch selbstkritisch aus — der Blogbetreiber „Experte“ ist hier auch oftmals betroffen. Ich hoffe, Du kannst mir hier folgen und bist nicht gekränkt. Kommentare klingen oftmals viel härter als man sie eigentlich meint, aber das weißt Du ja bestimmt.

        PS: Die Mailadresse, die ich diesmal nutzen ist meine „echte“. Sie steht auch für meinen ZEIT ONLINE Account (rakeller) der nach 4 Jahren vieler Kommentare und vieler gute Bewertungen und Leserartikel kommentarlos dichtgemacht wurde, nachdem ich versucht hatte auf eine aus meiner Sicht unberechtigte Löschung eines Kommentars hinzuweisen. Ich tat dies unter meinem „normalen“ Kommentar und hoffte, dass im Notfall nur dieser Part gelöscht werden würde. Das was nicht der Fall …

  9. Wenn man hier Input für die Regeln geben kann, würde ich anregen, von Kommentaren abzuraten , die Formulierungen wie folgende enthalten: „Früher war Netzpolitik …“, „Es gab mal eine Zeit als hier …“, „… deswegen lese ich nicht mehr Netzpolitik“, „Schade, dass man in diesem Blog nicht mehr …“. Aus irgendeinem Grund finde diese Art von Kommentaren störender als alle anderen. Kritik kann man auch ohne einen Verweis auf die guten alten Zeiten anbringen.

    1. Das ist imho ein schönes Beispiel dafür, wie sich solche Regeln auswirken. Fernab der Strafbarkeit wird es dann willkürlich festgelegte Regeln geben. Als ob lesenswerte Postings kein „früher war es auch bei NP so, dass“ enthielten oder die Lesbarkeit oder der „Mehrwert“ allein dadurch sich bewerten ließe.

      Genauso gut kanst du eine Filterliste erstellen, die besagt „bei Verwendung folgender Worte … wird der Kommentar gelöscht“, dann sind wir bei Dingen sie Sussex und Angie Dickinson und Co.

      1. Ich glaube eine statistische Auswertung der Kommentare würde mir recht geben, dass das ein sinnvolles Kriterium ist eine Diskriminierung anzusetzen.

        Aber das mal beiseite, es dürfte klar sein, dass fast alles außer jeden Kommentar zuzulassen, zwangsläufig ein paar Kommentare, die es nicht „verdient“ haben (im Sinne der eigenen Definition), vor den Bus wirft.

    2. Netzpolitk war früher mal besser. Und Markus ist engstirniger und dünn– sagen wir feinhäutiger geworden. Nachvollziehbar, aber ein Grund mehr, ihm und ein paar anderen eben nicht alles zu überlassen, eben weil sie zusammen eben nicht ganz „Netzpolitik“ sind. Ich hoffe Markus merkt es noch und entspannt sich etwas.

  10. Einfach gnadenlos löschen! Zensur ist das nicht, weil diese Diskussionsplattform keine marktbeherrschende Stellung hat. Jeder, der hier nicht zu Wort käme, kann anderswo kommentieren, und wenn niemand sein Geschreibsel dulden will, kann er ein eigenes Blog eröffnen und dort ungehindert seine Meinungsfreiheit ausleben.

    Man hat schließlich auch kein einklagbares Recht, sich in jeder Kneipe an jeden Stammtisch zu setzen und dort das Pöbeln anzufangen. Wenn man sich zu benehmen weiß und Interessantes zur Diskussion beiträgt, mag man aber Glück haben, dort gerne gesehen zu sein.

    Wenn man die Trolle, Choleriker und Spinner nicht unterdrückt, dann unterdrückt man damit automatisch die Gemäßigten, Reflektierten und Höflichen. Letztere haben in einem aggressiven Angstklima nämlich keine Lust, sich an Diskussionen zu beteiligen, wo sie mit Beleidigungen und Unterstellungen als Antwort rechnen müssen.

    Ob man nun exzessiv löscht oder nicht, in jedem Falle schließt man jemanden aus und in jedem Falle fährt man jemandem über den Mund. Man kann sich nur entscheiden, ob das die brüllenden Geiferer sein sollen – dann löschen! – oder ob das die ruhigen Besonnenen sein sollen.

  11. Ich habe das Gefühl, dass das Thema der Institutionalisierung nicht hinreichend Beachtung findet. Es gibt nicht sehr viele, medial wirksame Blogs und Informationsseiten zu diesem Themenkomplex.

    Netzpolitik.org war vor einigen Jahren ein privates Blog und es verdient jede Hochachtung gegenüber allen Akteuren aus dem Team, insb. Herr Beckedahl.

    Heute ist es jedoch ist Netzpolitik.org eine Institution. Und wenn man als Leitorgan eine bestimmte Weltanschauung propagiert, sollte man sie auch integer umsetzen. Auch in vermeintlichen Kleinigkeiten.

    Solange Netzpolitik.org sich als Organ der „Netzgemeinschaft“ versteht und demzufolge auch in den Medien als Vertreter spricht und wirkt, hat man auch eine Verpflichtung übernommen.

    Löschen ist falsch. Es gibt Angebote aus der Gemeinschaft euch unentgeltlich zu unterstützen. Nehmt sie doch an.

    1. Die Verpflichtung durch die Institutionalisierung hat aber nichts damit zu tun, dass wir rumpöbeleien respektieren müssen. Andere Blogs, die ähnlich institutionalisiert sind, wie z.b. blog.fefe.de, verzichten ganz auf Kommentare.

      1. Danke für die Antwort und den Input.

        Selbstverständlich hast du Recht damit, dass man Grenzen ziehen muss. Insb. dann, wenn es um Beleidigungen und Pöbelei geht. Die Kommentare sind stellenweise tatsächlich in Ihrem Mehrwert gesunken. Ich führe das jedoch auf die immer größer werdende Zahl der Teilnehmer an diesen Diskussionen zurück. Denn es sind auch die gehaltvollen Meldungen gewachsen.

        Eure Arbeit, die wirklich seinesgleichen sucht, ist fantastisch und verdient viel Anerkennung, auch wenn ich nicht immer mit euch konform laufe. Das was ihr bewirkt ist für immer mehr Menschen offenkundig wichtig. Ihr polarisiert und lenkt viele Menschen die hier lesen. Auch beeinflusst ihr durch die Beiträge die traditionelle Presse. Und sei es nur, weil ihr durch eure zeitgerechte Präsenz Druck aufbaut.

        Die Kommentar-Funktion ist halt ein Spiegel des Internets. Man kann sich seinen Leser nicht wirklich aussuchen. Auch seinen Kommentator nicht. Das ist halt etwas chaotisch. Chaos ist eben ein Teil des Internets.

        Zum Vergleich mit anderen Blogs: Ich würde zB. Fefe, den ich natürlich wie gefühlte 500 andere Blogs auch lese, nie mit Netzpolitik vergleichen. Das ist eben ein anderer Ansatz.

        Letztlich ist es eure Entscheidung, ganz klar. Ihr steckt auch die meiste Zeit hier hinein. Aber die unzähligen Gemeinschaften mit Netz-Bezug stützen euch. Sie verlinken euch, zitieren euch und sprechen über euch. Das hat alles einen Mehrwert. Nehmt sie an Bord und vermeidet löschen, abseits der gesetzlichen Notwendigkeiten, wo es nur geht. Nicht jeder kann euch mit Geld stützen, aber vielleicht möchte sich jemand einbringen indem er beim Kommentare gegenlesen hilft. Dann hilft er dir deine Zeit mit anderen wichtigen Dingen aufzufüllen.

        Fände ich sehr toll.

        Ich bin sicher ihr findet eine Lösung die besser ist als auf anderen Blogs. :-)

        Herzlichst,
        Chris

  12. Komisch, ich dachte, diese Seite macht sich für ungefilterten Zugang zu Informationen und Meinungen im Internet stark. Das war anscheinend eine Illusion.

    Gestern habe ich hier das erste Mal kommentiert. In Zukunft werde ich mir das sparen. Denn ich bin nicht sicher, dass meine unbedeutende Meinung den hehren „Mehrwert“-Anforderungen des Anbieters gerecht wird. Offen gesagt möchte ich mich einer solch subjektiven Überprüfung auch gar nicht aussetzen.

    Ich betreibe selbst ein Blog mit Kommentarfunktion. Bis heute haben wir ausschliesslich erkennbare Gesetzesverstösse und Spam gefiltert. Natürlich sind manche Kommentare ziemlich daneben, doch auch solche Einlassungen tragen letztlich zur Meinungsbildung bei (sei es auch nur zur Bestätigung des eigenen Weltbildes).

    Dass ausgerechnet netzpolitik.org – die angebliche „Institution“ in Sachen freies Internet – nun damit beginnen will, die Kommentare zu filtern, ist bemerkenswert. Letztlich bestätigt das aber auch nur mein bisheriges Weltbild.

    Danke jedenfalls für die offene Kommunikation diesbezüglich. Da weiss man wenigstens, woran man ist.

    1. genau auch meine Meinung
      Wie sagte schon unsere Kanzlerin:

      „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“

      Schade das nun auch die Blogger im Internet anfangen kleine Diktatoren im Netz zu spielen , statt sich vehement gegen eine Filterung ect. zu Wehren ?

      @Jakob
      > „Ob ein Kommentar Mehrwehrt bietet oder eher stört ist keine demokratische Frage sondern ganz allein Ermessenssache des Blogbetreibers.“

      Es gibt keinen „MEIN“ oder „DEIN“ Bolg im Internet , das Netz gehört allen , sonnst könnte mit den gleichen Agrument der Staat , Serveranbieter oder Provider ect.sagen :

      „Ob ein Internetnutzer einen Mehrwehrt bietet oder eher stört ist keine demokratische Frage sondern ganz allein Ermessenssache des des Zugangsanbieters oder einer staatlichen Behörde.“

      und ihm das Internet „Abschalten“.

      Schade das gerade die Betreiber auf diesen Blog das nicht Verstehen und letztendlich die gleichen Agrumente und Mittel benutzen wie die Politik gegen diese sie eigentlich Ankämpfen wollen.
      Ehrich gesagt bin auch ich Enttäuscht…..
      der vermeindliche „Troll“ ist also nun Bloggers Türöffner zur „Zensur“?

      1. >> Es gibt keinen “MEIN” oder “DEIN” Bolg im Internet, das Netz gehört allen <<

        Solange der Betreiber eines Blogs dafür haftet (und bezahlt), ist es natürlich "sein" Blog, rechtlich als auch vom "gesunden Menschenverstand" her.

        Es gibt NATÜRLICH eine klare Trennung zwischen "Provider" und "Domaininhaber"

      2. bitte nicht das web mit dem netz verwechseln.

        gruppen und ihre inhalte gehören niemandem, sie werden aber durchaus kuratiert. das kostet viel kraft und nerven. ob und wie man das machen möchte, ist jedem blogbetreiber überlassen.

        ob und wie man lesen und mitreden möchte, ist jedem selber überlassen. das recht, darüber zu entscheiden, muss allen gehören.

        .~.

    2. >>>
      Denn ich bin nicht sicher, dass meine unbedeutende Meinung den hehren “Mehrwert”-Anforderungen des Anbieters gerecht wird.[…]
      Ich betreibe selbst ein Blog mit Kommentarfunktion. Bis heute haben wir ausschliesslich erkennbare Gesetzesverstösse und Spam gefiltert. Natürlich sind manche Kommentare ziemlich daneben, doch auch solche Einlassungen tragen letztlich zur Meinungsbildung bei (sei es auch nur zur Bestätigung des eigenen Weltbildes).
      <<<

      Das mag sein, aber hast du auch durchdacht wie das auf andere Leser und damit potentielle Kommentatoren wirkt? Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Kommentar im Spam untergeht, dann lasse ich das Kommentieren sein. Mit meiner Zeit kann ich besseres anfangen als einen guten Kommentar zu schreiben der zwischen den 100 anderen Kommentaren völlig untergeht. Und kein Mensch liest bei 100 Kommentaren mehr als die ersten zwei und die letzten zwei. Dafür ist der Zeitaufwand einfach zu hoch.

      1. Verstehe ich das richtig? Du meinst, das Löschen vermeintlich „unwerter“ Kommentare erhöhe die Aufmerksamkeit auf die verbliebenen, vermeintlich „wertvollen“?

        Und Du gehst ferner davon aus, dass Deine Kommentare sozusagen automatisch zu den auserwählten / erwünschten / genehmigten Meinungen gehört?

        Wie kannst Du da sicher sein, wenn die Entscheidung darüber vom Urteil anderer abhängt, die Deine Einlassungen möglicherweise ganz anders bewerten?

      2. @Markus Beckedahl: Ja, das hast Du gestern schon jemand anderem vorgeschlagen. Sehr einfallsreich, wirklich. Trotzdem danke.

        Ich finde es nur amüsant, dass ausgerechnet Ihr jetzt Möglichkeiten zum Löschen und Sperren unliebsamer Meinungen prüft. Von mir aus, macht was Ihr wollt. Wird ja niemand gezwungen, bei Eurer tollen Digitalen Gesellschaft mitzumachen.

      3. @Thomas Landgraeber , Markus Beckedahl

        Genau das erzeugt eine Blog-Kultur der „Jubelperser“ , der Kommentare auserwählten / erwünschten / genehmigten Meinungen.
        Viele kommentare schon jetzt, wir hier vielfältig zu lesen mit vorrauseilenden „Gehorsam“.
        Jeder sollte doch wenn es ihm nicht passt seinen eigenen Blog erstellen , nur hat sich dann kaum noch jemand wirklich etwas zu sagen denn jeder lebt wieder in seiner eigenen Weltsicht.
        Also eine weitere Gentrifizierung der Blogkultur?

        Für mich jedenfalls das Gegenteil wofür Internet steht.
        Dann lieber gänzlich ohne Kommentarfunkion als auserwählte / erwünschte / genehmigte Meinungen.

  13. netiquette erstellen + Abuse-Meldungen durch User ermöglichen (1 Klick undso). Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

    Allerdings bringen es die Abuse-Meldungen nur, wenn sie von registrierten Usern (nachvollziehbar) kommen. Was aber Kommentare von unregistrierten Usern nicht auch nicht ausschließt.

  14. Ich wollte euch (Dir, Markus und deinem Team) an dieser Stelle mal Danke sagen für eure wichtige Arbeit!
    Und ich finde es total vorbildlich und gut, wie Ihr versucht eure Leser bei solch wichtigen Entscheidungen mit einzubeziehen! Nur weiter so, ohne netzpolitik.org wäre das „deutschsprachige“ Netz definitiv ärmer!

  15. WordPress bietet doch von Haus aus die Option „Before a comment appears … Comment author must have a previously approved comment“.

    Damit hat man weiterhin keine Registrierungspflicht und trotzdem einen Mechanismus mit dem man zumindest jenen das Kommentieren wie bisher ermöglichen kann, die sich als umgänglich erwiesen haben.

    … nebenbei: Ich bin wirklich baff erstaunt vom Tonfall und Inhalt der Kommentare hier. Das hätte ich tatsächlich nicht für möglich gehalten. Gerade jene, die nicht versuchen, zu argumentieren … puh.

    1. @ben_: Wir werden leider auch von Blogs und Foren verlinkt, die rassistisch und menschenverachtend kommentieren und gleichzeitig eine Menge Leser haben. Das erklärt wohl die, gegenüber sonst, überdurchschnittliche Anzahl komischer Kommentare mit ihrem kruden Weltbild. Manche glauben vielleicht, dass sie überall das Recht haben, einfach so in diesem Tonfall zu argumentieren.

      1. Ihr werdet _leider_ verlinkt?
        Das empfinde ich als interessante Ansicht.
        Ich frage mich weitrhin, _wieso_ überhaupt jemand der Ansicht ist, er müsse alle Kommentare lesen. Macht doch kein Blogbetreiber so – bei Hinweisen auf Strachrechtliches lässt er eben löschen, ansonsten heißt es vielfach „jeder, wie er mag“, z.B. bei einem Blog, in dem regelmäßig recht ruppige Sachen (gelinde gesagt) anfallen weil es dort um sexuelle Gewalt geht, gibt es einfach einen Zensurkübel, in dem dann all das, was unter Trollerei oder Beleidigung läuft, reinkommt. So wird es nicht gelöscht, sondern eben verschoben, ähnlich der Trollwieso auf Heise.

        Natürlich gibt es immer Deppen, aber mal ehrlich – was macht mehr Arbeit? Jetzt wirklich weiterhin alle Kommentare durchzuarbeiten und auf „Mehrwert“ zu untersuchen und zu löschen usw, oder vielleicht mal die Logik „wir lesen alles mit und da gibt es zuviel Schrott“ zu überdenken?

        Ich verstehe, dass ihr gerne ein „best of both worlds“ hättet, also ein schönes, reputativ wertvolles NP mit Mehrwertkommentaren und einer friedvollen Diskussionskultur, aber das ist, sorry, im Endeffekt nichts anderes als das, was immer mehr Zeitungen machen, die dann nur noch ihnen genehme (Mehrwert oder wie auch immer) Kommentare stehenlassen – das kann man sich dann sparen.

        Für mich ist da z.B. auch schlichtweg die Frage, welche Arbeit ich dann weshalb noch in Kommentare stecken soll. Es klingt sicherlich jetzt ad hominem, so ist es aber nicht gemeint, sondern es ist für mich so, dass z.B. hier auch einige NP-Beiträge imho recht einseitig gestaltet sind, dass bei manchem (Neonazis nutzen Telefondaten aus dem Callcenter) z.B. einfach nur nachgeplauscht wird ohne weiter zu recherchieren oder dergleichen. V öllig legitim – eure Sache. Aber das macht es mir schwer zu glauben, dass eure Mehrwertentscheidungen wirklich komplett nachvollziehbar und möglichst neutral sein werden.

        Das Ergbnis ist für mich, wie auch bei anderen Blogs oder Foren, bei denen solche Politik des Löschens ohen strafrechtliche Belange anewandt wird, dass ich mich da zurückziehe weil ich nicht wüsste, weshalb ich z.B. in einen Kommentar sehr viel Arbeit stecken sollte, wenn immer das „aber vielleicht sieht der Betreiber keinen Mehrwert und eine halbe Stunde Arbeit ist für die Katz“-Damoklesschwert über mir schwebt.

        Klar könnt ihr das machen wie ihr lustig seid, aber für mich ist das dann eines der vielen Blogs/Foren, bei dem ich sage „nö danke“.

        Heise ist eines der wenigen, bei denen ich noch mitdiskutiere – und das trotz TriTraTrullala weil dort eben nicht jedes Kommentarchen ohne „Mehrwert“ von einer Löschung bedroht wird.

        Danke, Markus, insofern für die Diskussion und den Verweis auf Hausrecht etc, ändert für mich nichts an meiner Ansicht, weshalb ich mich bedanke für die vielen Kommentare und Beiträge hier und weiterziehe :)

    2. Ah. Ne. Ja. Die sind auch schlimm. Aber solche kenne ich ja noch von ehem. Arbeitgebern. Krass finde ich die Argumente der Art: „Wer Kommentare moderiert, ist gegen ein freies Internet.“ Da hat scheinbar inzwischen eine Radikalisierung stattgefunden, die irgendwie an mir vorbei gegangen ist. Ist das der Geist der Piraten und Anonymus?

  16. Den letzten Punkt („externe Dienste wie Disqus oder Facebook“) finde ich sehr gut.
    Sowohl Disqus als auch Facebook werden von meinem Browser direkt geblockt (Durch das Plugin Ghostery) und so bleiben mir in Zukunft anscheinend die Netzpolitik.de-Kommentare erhalten.

    Ich würde tatsächlich einmal einen WordPresskenner fragen, ob es da nicht einen „Geheimtipp“-Plugin gibt, was die Kommentare angibt (Stichwort Bewertung). Leider bin ich nicht in der Materie.

    Danke für alles!

  17. Das wichtigste aus meiner Sicht ist immernoch zu verhindern, dass der Blogbetreiber weiterhin für die Kommentare dritter auf seiner Seite verantwortlich ist.

    Fällt das weg, bräuchte man nicht alle Kommentare zu lesen. Ich lese diese nur bei Themen, welche mich speziell interessieren und bei so was dann an Beleidigungen vorbei zu scrollen ist überhaupt kein Problem.

    Das „Aufräumen“ ist das grosse und leider unfreiwillige Übel. Im Prinzip haben wir uns doch schon lange an das Getrolle gewöhnt, davon geht eigentlich auch die Unterhaltung nicht kaputt.

  18. Guten Tag!

    Wir hatten das Thema auch dauernd in der Anfangsphase und schnell Regeln aufgestellt.
    Auf Debatten, wer entscheidet, was sinnvoll ist und was nicht, gibts ne einfache Antwort: Wir – denn wir haben das Hausrecht.
    Dann kamen die Witzbolde, die „woanders den Kommentar veröffentlichen, um zu zeigen, wie ihr zensiert“. Sollen Sie – uns ist kein Fall bekannt.
    Richtig ist: Wir zensieren. Gnadenlos. Alles, was rechtlich problematisch werden könnte, fliegt raus. Alles, was dumm gebabbelt ist, fliegt raus.
    Die Zahl der Kommentare ist zurückgegangen – die Qualität aber gestiegen. Höchste Qualität haben nach wie vor die Kommentare, bei den Personen sich nicht hinter Pseudonymen verstecken. Wir lassen dies aber weiter zu, weil es manchmal wichtig ist, diese Möglichkeit zu haben. Wer sie missbraucht, nur um Dampf abzulassen, macht das ein paar Mal und gibt dann auf. Unsere Klick-Lösch-Routine ist so ausgeprägt, dass wir das mittlerweile schon im Schlaf können.

    Schöne Grüße und viel Erfolg
    Hardy Prothmann

    1. Tolle Ansprache. Aufrgund der Zensur verlagern sich die Diskussionen dann auch gern mal an ander Orte. Dort liest man dann zB solche Sachen, die unter dem Namen Hardy Prothmann im Lawblog zu finden sind:

      „Herr Sven, Sie sind ein Troll und ein Stalker.

      Das haben ja auch schon einige hier bemerkt. Mich würde mal ehrlich interessieren, wie man sich so fühlt, wenn man anonym am laufenden Meter Mist absondert? Gucken Sie ab und an mal in den Spiegel? Gefällt Ihnen was Sie sehen oder müssen Sie danach vor lauter Übelkeit gleich den nächsten Kübelkommentar schreiben? Sie armer Wicht.“

      Sich hier dann noch als Gralshüter der Kommentarkultur aufzuspielen, kann man bei bei solchen Kommentaren wohl als Scheinheiligigkeit abheften. Hier versagt der Spiegeltest offensichtlich.

    2. Der arme Hardy kann aber nix dafür, er wird schließlich auch ständig gestalkt. Zumindest ist das mit dem Stalking in seinem Sprachgebrauch sonne Art geflügeltes Wort dafür, dass er in unzensierten Kommentarbereichen Leuten hinterherbasht, deren Meinung er irgendwie nicht anders begegnen kann (in dem Thread trollt er übrigens noch meterweise ad hominem raus)

      „Mir scheint, dass ich in Herrn Merz so etwas wie einen digitalen Stalker gefunden habe.

      Das gehört wahrscheinlich zum Promileben dazu – selbst wenn man einfach nur ein Fröschlein ist.

      Eins ist sicher: Herr Merz ist sicher nicht mein Prinz“

      http://www.marian-semm.de/2010/01/die-meisten-verlage-haben-vergessen-wo-sie-herkommen-serie-lokalzeitung-2-0-folge-3/#comment-7384

    3. na toll.

      1. „Was rechtlich bedenklich werden könnte…“. Das nenne ich vorauseilenden Gehorsam. Bei Journalisten nennt man das „die Schere im Kopf“. Es spielt also keine Rolle, ob der Kommentar einen Rechtsverstoß darstellt, es spielt noch nicht mal eine Rolle, ob der Kommentar rechtlich bedenklich ist, es reicht, wenn er rechtlich bedenklich werden könnte. Das halte ich für demokratisch bedenklich.

      2. „Dummes Gebabel…“. Und wer entscheidet über die „Intelligenz“ eines Kommentars? Nach welchen Kriterien?

      Ich kann diese Haltung zwar angesichts so mancher Trolle verstehen, gut heissen kann ich sie aber nicht.

  19. moderiert im sinne von löschen? geht hier nicht

    create a nonsense-button (like the „like“ button on facebook)

    wenn die user (UND AUSSCHLIESSLICH diese) diesen button zu einem comment gehäuft drücken verschwindet der comment automatisch aus der normalen commentstruktur und landet im spamm (dieser ist natürlich auch anklickbar, falls jemand mal lust hat zu lachen :-))

    aus diesem spamm-bereich wird NIX gelöscht. Der Moderator kann jedoch comments in die normale commentsruktur zurück holen, falls dieser comment gar kein Spamm ist und sich ein paar leute zusammen tun und die nonsense-taste kollektiv missbrauchen

  20. Hallo netzpolitik. org,
    erstmal wollte ich sagen, dass ich relativ selten hier vorbeikomme, aber dennoch gerne. Dieses Mal wieder über den bildblog.

    Zu der Diskussion wollte ich beitragen,

    1.) dass ich es nervig finde, wenn Kommentare gelöscht werden. Es darf doch auch gerne mal übers Ziel hinausgeschossen werden. Wenn einer „Erster“ oder „Schwesterwelle schwul“ schreibt, dann würde ich es aber tatsächlich löschen. Denn erster waren wir schliesslich alle und das zweite ist weltbekannt. Also ein völlig überflüssiger Kommentar. ;-)

    2.) Ich finde die Kommentarbewertung bei zeit.de ziemlich gut. Hier kann man den Kommentar einfach nur „empfehlen“. Ohne Punkte, ohne alles. Ob das bei Word Press geht, weiss ich nicht.
    Ob man einen Kommentar überhaupt bewerten sollte?

    3.) Wenn Ihr von netzpolitik keine Lust habt, jeden Kommentar checken zu müssen, dann könntet ihr auch einen Meldebutton einfügen. Mit Begründung von mindestens 3 sinnvollen Zeilen natürlich, damit niemand aus Trollust rummeldet.
    Hier könntet ihr die User mitwirken lassen.

    4.) Nochmal was zu der erwähnten Seite der ZEIT: Hier sind seit geraumer Zeit die Diskussionen fruchtbarer als die Artikel selbst. Damit meine ich, dass die Kommentarfunktion durchaus wichtig ist.

    So, meine fiftycent

    Anre

  21. Endlich mal ein Blogger, der dazu steht, daß der Kommentarkaiser oft keine Kleider an hat.

    Ich durfte fast 4 Jahre den von Dir „Heise-Troll-Zirkus“ genannten Ort hegen und pflegen. Heute muß ich sagen, es gab dort zwar auch gute Diuskussionen, doch wurde gezielt nur minimalst (strafgesetzlich relevantes etc.) moderiert, weil die Kommetare so dort mehr an Traffic einbringen als die eigentlichen redaktionellen Beiträge. Allerdings mußten die Redakteure so auch mehr Zeit für das Sichten der Kommentare verwenden, als für ihren eigentlichen Job. Zudem war „Redakteurs- und Autorenbeschimpfung“ gang & gäbe und noch so unsachliche Kritik an Mitarbeitern und Autoren mußte um jeden Preis stehengelassen werden.

    Ich habe meine Autoren damals teils eigenmächtig geschützt durch Sperren von Kommentaren (gelöscht wird nie etwas, jede Verleumdung gegen Redakteure und Autoren bleibt intern weiter lesbar), die Verleumdungen gegen mich (ich würde Millionen verdienen mit Geschäften mit CDU-Politikern aus NRW – Himmel, was hätte ich mich dann mit so einem Job abgeplagt, wennd as so wäre???) und meine Partnerin stehen bis heute online.

    Ich selbst habe früher immer moderiert, aber das gilt heute als unfein, man soll sich von jedem Armlechter gefälligst beschimpfen lassen, bis der Chef den Rotz irgendwann für voll nimmt und einen wegen „Korruptheit“ rauswirft, während der Kommentator, ein reiches Bankersöhnchen, blökt, er wolle nun den freigewordenen Job…

    Ich war schon in Foren, bevor es Internet gab, aber ich habe wegen dieser Vorfälle, die auch mehrfach den Staatsanwalt nötig machten, heute nur noch wenig für solche Online-Auftritte übrig, wo Kommentare und Flamewars das Werbegeld bringen sollen und daher extra provokant geschrieben wird.

  22. beckedahl, wenn du keinen bock mehr hast, mach das ding hier dicht und nerv uns nicht mit deinem rumgeeiere….bist wohl auch schon etwas abgehoben, wahrscheinlich sind die vielen mikrofone schuld, die man dier vor die nase gehalten hat

  23. Wie hier schon gesagt, ein Tool, mit dem die Redaktion sinnvolle, nützliche, inhaltliche Kommentare als „Ergänzungen“ grafisch hervorheben kann und der ganze Rest rutscht einfach runter und ist grafisch auch eher nicht so einladend zum Lesen. Ähnlich wie bei indymedia, die ja auch ein solches Problem hatten.

  24. Erweiterungen von externen Diensten wie Disqus oder Facebook kommen dabei für uns nicht in Frage.

    Applaus!

    Es gibt auch die Möglichkeit die Länge der Kommentare zu begrenzen, scheint sehr gut z.B. bei Presseurop zu funktionieren (wo man teilweise sogar Kommentare übersetzt), und weitere Hürden zum Posten einzubauen.

  25. Meine Quintessenz nach mehreren Jahren Forenmoderation ist folgende: 1. Ohne Löschen keine Diskussionskultur. 2. Moderiert man ordentlich und zeitnah, dann muss man bald fast nichts mehr löschen. 3. Diskussionen über Löschungen und Kritik an Moderatoren wird ebenfalls sofort gelöscht. Kritik kann per Email geäußert werden.

    Der Grund ist einfach: Auch unsachliche, polemische und beleidigende Kommentare sind mit Zeitaufwand verbunden. Wenn man von vorneherein weiß, das diese gelöscht werden, dann werden diese erst gar nicht geschrieben. Oder zumindest nur in entschärfter Form. Sich auf Diskussionen über Löschungen einzulassen bringt nichts, sondern vergiften nur das Klima. Wer Kritk äußern will, der kann eine Email schreiben. Es ist euer Blog, ihr tragt die rechtliche Verantwortung. Die Kommentatoren sind Gäste. Wer das nicht akzeptiert, der soll seinen eigenen Blog aufmachen in dem er die Verantwortung dafür trägt was er schreibt. Wenn ihr nicht löschen wollt – dann müsst ihr eben verschieben. Kopiert unsachliche Beiträge auf eine „Trollwiese“.

    Am besten ihr erstellt eine Art Hausordnung. „Forenregeln“ in denen ihr klar macht, welche Art von Kommentaren gelöscht werden. Dann weiß jeder woran er ist.

  26. Die Diskussion läuft ja total aus dem Ruder! Ich verstehe den Ansatz der Blogbetreiber so:
    Es geht hier um eine Entscheidungsfindung. Und zwar eine, bei der die Leser ja offensichtlich um Beiträge gebeten werden. Es macht also keinen Sinn den Blogbetriebern jetzt schon Diktatur vorzuwerfen!
    Der Ton ist unnötig rüde.
    Was mich auch immer wieder wundert: in einigen Beiträgen geht es voll auf die persönliche Ebene. Aus einer einfachen Überlegung des Blogbetreibers heraus, werden ganze Persönlichkeitsmerkmale der Betreiber abgeleitet…seltsam.

    Ich plädiere für folgendes: eine wie auch immer geartete Bearbeitung/Löschung/Verschiebung von Kommentaren sollte unter der Beteiligung der Kommentatoren stattfinden. Damit setzt man sich als Betreiber nicht dem pauschalen Ditatorenverdacht aus und demokratishc ist es auch noch. Beteiligung sorgt für Akzeptanz!

  27. @Markus Beckedahl: Ist normal…es war ja auch sehr warm, der waren viele gereizt ;)

    Was die Kommentare betrifft: Lass das alles stehen, und versuche eine Automatik für das Freischalten von Kommentaren einzubauen.
    Vielleicht auch programmieren, dass Kommentare mit beleidigenden Schlagworten automatisch ausgesondert werden?
    Vielleicht noch eine groß leserliche Angabe, dass Du keine Verantwortung für den Inhalt der Kommentare übernimmst.

    Es wurde Eurerseits und in auch in anderen Medien sehr, sehr viel Aufklärung zum Thema „Internet“ betrieben…danke…wer dann immernoch nicht begriffen hat, der sollte Eure und auch andere online gestellte Archive besser durcharbeiten, sich unzählige Videos anschauen oder sich in Bibliotheken anmelden und mal Vorträge anhören (Fraunhofer macht das auch online, aber zu anderen Themen…schöne Idee, für Leute die wegen 2 Stunden nicht immer gleich anreisen können).

    1. Vielleicht auch programmieren, dass Kommentare mit beleidigenden Schlagworten automatisch ausgesondert werden?

      Funktioniert nicht. Man kann jemanden beleidigen ohne gewisse Schlagworte zu nutzen. Man kann auch werben ohne explizit auf ein spezielles Produkt einzugehen.

      Deswegen nutze ich diese Seite ausschließlich über News-Portale wie:

      http://www.net-news-express.de/ zum Beispiel.

      Da spart man sich den geistigen Rant. Schade nur für den Betreiber. Es bekommt weder direkte Rückmeldung noch die Möglichkeit seine Inhalte über Werbung zu finanzieren.

      1. Naja…stimmt schon, man kann jemand auch unterschwellig fertig machen. Aber wenigstens ist das dann in einer angemessenen Sprachform für die man dann auch juristisch belangt werden kann.
        Das wäre ja immerhin schon etwas (gerade für den Fall das auch mal Andere mitlesen)…egal.

  28. Alles stehen lassen!
    Würd´eine wie auch immer geartete Zensur sehr schade finden!
    Dass ihr euch als Betreiber manchmal ärgert, kann ich verstehen, aber als reiner Leser und Assenstehender finde ich das wirklich alles halb so wild hier! Total gesittet eigentlich, weis garnicht wo´s das sonst noch gibt. Wenn ein Kommentar schon super schräg losgeht oder wenn ich diesen Kommentar von diesem Typen schon 3x unter einem anderen Thema gelesen habe, spar´ ich mir das weiter lesen. Lauter mündige Leser hier, die es genauso machen, so war bisher mein Eindruck. Ne eingefleischte, gut informierte Stamm-Mannschaft , die weis was sie von manchen IDs zu halten hat und den Schreibstil auch unter einem andern Namen wieder erkennt. Lieg ich so falsch mit meiner Einschätzung??

    tl;dr Zensur kann die Qualität der Diskussionen hier nur verschlechtern

  29. Da hier grade Meinungen gesammelt werden, hier mal meine:

    Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn du (Markus) Kommentare löscht, die (persönlich) beleidigend sind, erkennbar sinnlos („erster“ oder so nen Schrott), rassistisch, sexistisch usw. usw. Glaube auch, dass wird dir niemand übel nehmen.

    Solltest du aber anfangen hier diktatorisch zu entscheiden, welcher Kommentar lesenswert ist und welcher nicht, also Kommentare löschen, deren Meinung dir inhaltich einfach nicht passt, fehlt mir dafür jedes Verständnis. Dazu bist du auch rechtlich nicht verpflichtet…
    Da mags das Hausrecht dazu haben, aber grade netzpolitik.org, ein Blog der immer kritisch über Firmen/Personen berichtet, die anfangen ihre Leser/User nach Lust und Laune in Klassen aufzuteilen, sollte sowas gar nicht erst anfangen.

    Ich denke diese Angst haben viele hier. Werden die Regel dann wirklich geändert, wenn die Community sich mehrheitlich dafür ausspricht (auch gegen deine Meinung), wirst du dich selbst dran halten, nur Regelverstöße zu löschen, wirst du dich selbst an die Regeln halten usw. usw.

    Ich halte ein Bewertungsystem für das Beste. Lass deine Leser entscheiden, was lesenswert ist und was nicht. Sollte ein Kommentar xx mal negativ bewertet worden sein, wird er automatisch ausgeblendet (nicht gelöscht) und muss extra wieder eingeblendet werden, sollte es doch jmd lesen wollen. Kenne WordPress leider nicht so gut, hoffe aber, soetwas lässt sich hier leicht verwirklichen. Vlt vergleichbar mit Youtube, da gibs sowas auch…

    Ansonsten gilt: Gelöscht wird nur, wer sich nicht benehmen kann (Tonfall), aber nicht, wer eine andere Meinung hat (so extrem diese auch sein mag).

    1. Ich würde es ohne Bewertung machen. Ich denke, dass kann man zu leicht manipulieren. Andere Kommentare (mit wenigen oder schlechten Bewertungen) rutschen dadurch in den Hintergrund. Ich fände es auch als Leser anstrengend zu jedem eine Bewertung abgeben zu müssen.

      Aber könnte man ja drüber abstimmen.

    2. Eine Bewertungspflicht sollte es natürlich nicht geben, wer nicht will, muss nicht. Ich meinte auch kein +/- Schema, einfach einen Button, auf den man klicken kann, wenn man der Meinung ist, der Kommentar ist nicht lesenswert.
      Aber du hast natürlich recht, sowas wäre sehr Missbrauchsanfällig, vorallem, da ist keine Registrierungspflicht hier gibt.

      Bleibt die Frage nach Alternativen. Sowie ich das sehe, gehts Markus ja nicht nur um Beleidigungen, sondern mehr um die ganzen „EU und co. wollen uns alle versklaven & Verschwörung“ Kommentare. Sich denen sinnvoll entgegenzustellen dürfte schwierig werden…wie gesagt löschen finde ich da falsch (Stichwort Doppelmoral).

      1. “ […] Sich denen sinnvoll entgegenzustellen dürfte schwierig werden…wie gesagt löschen finde ich da falsch (Stichwort Doppelmoral“

        Löschen finde ich auch total falsch. Ganz im Gegenteil würde ich das mal postiv bewerten. Ich lese solche Kommentare auch und frage mich manchmal woher solche Gedanken kommen. Aus welcher Erfahrung, Angst und Prägung heraus? Und was diese Menschen eigentlich von der Weltpolitik und -wirtschaft erwarten? Aber fragen wir nächstes Mal einfach…vielleicht kann er/sie/es mal erklären. Vielleicht spannend?! Sollten die Politiker vielleicht mal mitlesen ;) und sich mal Anregungen holen wie sie gewisse Umstände vielleicht ändern oder erklären könnten. Naja…

  30. Warum, Markus, lehnt ihr eigentlich eine Registrierungspflicht ab?

    Wäre das nicht ein gutes Mittel gegen Leute, die nur schnell mal Dampf ablassen wollen? Wenn mir am Thema etwas liegt und ich etwas zu sagen habe, dann melde ich mich an. Vergleicht man z.B. die ZEIT und WELT online, dann drängt sich die Vermutung auf, dass eine Registrierung schonmal eine nennenswerte Hürde darstellt, wenn natürlich auch das Medium und die Leserschaft an sich eine Rolle spielen.

    Aber mich interessiert ehrlich, warum das nicht in Betracht kommt?!

    1. @Gargamel: Es sind oftmals einige wenige Stammgäste, die hier regelmäßig verbal über die Strenge schlagen. Die würden sich sofort registrieren. Und mich selbst hält in der Regel woanders eine Registrierung vom Kommentieren ab. Finde ich unschön und aufwendig.

      1. Das bestätige ich. Für einen Stammgast mag eine Registrierung kein Problem sein. Für einen Leser, der aufgrund des Themas von außen kommt, ist die Registrierung aber eine große Hürde. Ich würde mich nirgendwo anmelden, wenn ich nicht häufig dort lese – allein schon, damit nicht jeder meine Mail-Adresse hat. Man will den Spam ja gering halten.

  31. Ich wollte noch mal ergänzen, mir scheint z.B. die Kommentarzensurpolitik der ZEIT Online viel zu stringend und einen positiven Diskurs replizierend, Eine gewisse Offenheit ist gerade dann wichtig, wenn der Artikel selbst einen vom Autor unreflektierten Spin aufweist, schockierend scheint mir z.B. wie alle Printmedien die Pussyriotpropaganda nachkauen, und die Annahme eines machtpolitisch instinktfreien die Gerichtsbarkeit manipulierenden russischen Präsidenten teilen. Ich finde Presseurop in letzter Zeit einfach unglaublich gut, wo sich deutsche, angelsächsische und südeuropäische Kommentatoren vielsprachig, kenntnisreich und polemisch zur aktuellen Europolitik fetzen. Auch der Heise-Diskurs setzte Maßstäbe für seine Offenheit, allen Unkenrufen zu Trotz. Slashdot haben wir als offene Diskursplattform sehr zu schätzen gelernt. Aber das Problem von Markus ist, dass die negativen Vibes alle moderiert werden müssen und irgendwie doch alle zur Kenntnis genommen werden. Das saugt Kraft und drückt auf die Stimmung, und Kraft ist kostbar. Die Frage ist auch wie eine Dialogplattform skaliert. Was bei einer Frequenz von 20 Kommentaren geht, wird zur Tortur bei 90 aufwärts. Hier also mein Vorschlag, mach das anonyme Kommentieren auf Netzpolitik mikrogebührenpflichtig oder auf Subscriber beschränkt. Prima fände ich eine Vorschaufunktion.

  32. Tipp für autom. Filtern:

    Sendet (nach Möglichkeit) dem Verfasser eine Art Filter-Log und/oder Stoppwortliste mit gematchten Stoppwörtern/Häufigkeiten zu und gebt ihm die Möglichkeit das Comment (evtl. modifiziert) zu „reaktivieren“ bzw. wieder sichtbar zu machen. Bei autom. gefilterten und nur ausgeblendeten Kommentaren evtl. mit entspr. Hinweis auf autom. Filterung versehen (Bsp.: „Kommentar xyz durch autom. Filter abc entfernt“ – evtl. Filter abc durch weiterführenden Link kurz erklären)

  33. BTW: Slashdot lässt die eigenen User seit Anbegin der Zeiten die Kommentare bewerten und hat so eine relativ hohe Qualität erreicht, weil schlechte Kommentare mit niedrigen Punkten nach hinten durchgereicht werden.

    1. Solche Systeme finde ich nicht gut. Zum einen stoert es die Diskussion wenn die Kommentare ploetzlich nicht mehr nach zeitlicher Folge sortiert sind. Zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass haeufig auch gute sachliche Kommentare weggevotet werden nur weil sie nicht der Mehrheitsmeinung entsprechen oder mit einer unbequemen Meinung anecken.

      1. „Zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass haeufig auch gute sachliche Kommentare weggevotet werden nur weil sie nicht der Mehrheitsmeinung entsprechen oder mit einer unbequemen Meinung anecken.”

        Das sind nach meiner Erfahrung Kommentare, die zurecht verschwinden, weil sie häufig obskuren Inhalt verbreiten, der dann verniedlicht wird mit „entspricht nicht der Mehrheitsmeinung”…

    2. Damit verabschieden sich nach der Anfangsphase neue Kommentare automatisch nach ganz unten, weil sie noch keine Punkte gesammelt haben. Da braucht man nach ein paar Bewertungen gar nicht mehr kommentieren. Zumal die zeitliche Abfolge bei Diskussionen ja wichtig ist, die müsste man dann wieder mit anderen Mitteln herstellen etc.

  34. Meiner Meinung nach ist die einzige Möglichkeit ein Spam Button, der eine gewisse Anzahl an Klicks benötigt, bevor der Kommentar gelöscht wird.
    Allerdings sollte der Admin dann zuerst eine Mail bekommen, damit verhindert wird, dass die Trollmenschen diesen Button gedrückt haben, um Kommentare wegzuekeln.
    Hoffe, das hilt euch was…

  35. Trotz der Bedenken würde ich noch einmal in Betracht ziehen, eine Mindestwortzahl einzurichten, aus 2 Gründen:
    1. Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass Troll-Kommentare in der Regel sehr kurz sind und lange Kommentare sich immerhin um Argumente bemühen. Das schließt den Müll zwar immer noch nicht komplett aus, minimiert ihn aber sehr wahrscheinlich.
    2. Das Meinungsgleichgewicht bleibt erhalten, denn dem Löschen von Kommentaren „ohne Mehrwert“ fallen meistens nur die negativen Kommentare zum Opfer. Positive Kommentare wie „guter Artikel, gefällt mir“ bleiben in der Regel stehen, was den Gesamteindruck der Kommentatorenmeinungen verzerrrt. Diese Kommentare würden also durch die Mindestwortanzahl ebenfalls wegfallen und das Gleichgewicht wäre wieder hergestellt.
    Meiner Meinung nach ein faires System, bei dem man nicht von Zensur sprechen kann. Trolle bleiben nicht aus, aber mit dem bisschen was übrig bleibt kann man wahrscheinlich klar kommen.
    Zudem kann man sehr lockere Regeln festlegen, in denen steht, dass Beleidigungen nicht geduldet werden. Beleidigungen gehören nicht in eine Diskussion und können dann einfach als SPAM markiert werden, und werden nur nach dem Klick auf den „SPAM – Trotzdem anzeigen“ angezeigt (ähnlich Youtube).

  36. Also ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich eher dafür bin, dass man solche Leute ignoriert.

    Ein paar Grundsätzliche Gedanken. Auf der einen Seite steht die freie Meinungsäußerung und auf der anderen das Interesse des Betreibers, dass die Sachen in von ihm gewünschten oder tolerierbaren Bahnen laufen. Sprich das Hausrecht. Was ich kritisch finde, ist dass ein Blog der gegen Netzsperren unter anderen mit dem Argument „Overblocking“ argumentiert hier dennoch Zensieren möchte.
    Momentan sehe ich zwar die Gefahr im Falle von Markus nicht allzu groß aber es reicht ja, dass er nur einmal einen schlechten Tag hat und über reagiert und einen Beitrag löscht, der eigentlich Berechtigt war. Ich würde Befürchten, dass das mit einem Reputationsverlust einhergeht.
    Nochmal zurück zu dem, nicht ganz korrekten Vergleich zwischen Zensur in diesem Blog und Netzsperren. Auch wenn die meisten hier die Unterschiede sehen und verstehen wird dennoch in jeder Diskussionsrunde der 0815 Zuhörer auf Argumente wie „Warum sperren sie sich dagegen diese Inhalte zu sperren, sie machen doch das gleiche in Ihrem Blog? herein fallen und es damit schwerer wird dagegen zu Argumentieren.

    Das heißt, ich bin klar gegen eine Löschung (Strafrechtlich Relevante Sachen mal außen vor gelassen). Ein Bewertungsschema oder eine Verschiebung ans Ende der Kommentare halte ich noch für okay, wobei dass halt auch dazu führen kann, dass die Minderheiten Meinung dann einfach von Anfang an Negativ besetzt ist, weil sie halt z.B. Schlecht Bewertet ist. Also ganz allgemein besteht dann halt (auch wie beim löschen) immer die Gefahr einer Mehrheitsdiktatur und Minderheiten sagen dann gar nichts mehr. Wobei ich auch hier in diesem Blog die Gefahr Momentan gering einschätze aber gerade bei Community Bewertungen wird es kritisch.
    Eine Frage die sich mir dabei generell stellt, wonach Bewerten Leute bzw. ist die Tendenz groß (gerade bei Kontroversen Themen) erstmal jeden der eine andere Meinung hat, und diese evtl. auch polemisch vertritt negativ zu bewerten oder bewerten die meisten wirklich nach Sinngehalt der Beiträge? (Ich bin da eher pessimistisch, sprich auch hier wird es wieder so etwas wie „Overblocking“ geben.

    Die Frage ist wie man langfristig sicherstellen kann, die negativen Entwicklungsmöglichkeiten aller möglichen Lösungen ein zu dämmen. Mein Lösungsvorschlag des Ignorierens hat natürlich den Nachteil, dass es evtl. viele Beiträge zwischendurch gibt, die man nicht lesen braucht, sprich das rausfiltern der guten wird schwierig. Dem kann man aber evtl. Sinnvoll begegnen, indem man nur Positive Votes zulässt.

    Und zum Schluss wollte ich nochmal ein Argument was ich doch ab und zu mal gelesen habe und was mich Aufregt ansprechen. Das Markus ja im Prinzip dafür zu sorgen hat, dass hier ein gutes Klima herrscht und es ja in gewisser Weise ein schlechten Eindruck hinterlässt wenn sich hier in den Kommentaren ein Trollzoo austobt.
    Ich finde das Argument vollkommen Falsch. Nur weil Leute sich nicht so verhalten wie man das selber gerne hätte sollte man nicht dritte (Blogbetreiber) versuchen in die Moralische Pflicht zu nehmen da zu handeln. Jeder ist für seine Handlungen selbst verantwortlich, und wenn er halt Müll schreiben will, so ist das seine Sache und es ist nicht die Aufgabe des Blogbetreibers die Moralische Instanz zu sein. Wenn einem was nicht gefällt soll man doch bitte selber einen Kommentar verfassen a lá „Ich finde den Ton und deine Ausdrucksweise unpassend.“ oder was auch immer.
    Markus hat woanders auf ein ähnliches Argument geantwortet, dass er es durchaus als Zivilcourage ansieht, schlechtes Verhalten zu unterbinden. Ich stimmte dem auch vollkommen zu, aber die Frage ist zum einen mit welchen Mitteln (sprich reicht evtl. einfach ein Verbales Feedback a lá „Ich finde das unpassend) oder will man gleich löschen und zum anderen ist es nicht Markus Aufgabe hier alleine Zivilcourage zu zeigen. Das sollten alle tun.

    1. Die eigentliche Frage ist doch wo ist der Unterschied zwischen einer Meinungsäußerung als Kommentar oder als Blog ?
      Kommentare könnten nach der Auffassung vieler durchaus auch Micro -Blogs sein wie der oft zitierte FeFe „Blog“ oder Twitter.
      Eine wie auch immer geartete Meinungskontroll Diskusion wegen „Trolle“ bei Kommentaren, könnte letzdentlich den gleichen Effekt bringen wie die Netzsperren wegen Kinderporno.

      Fängt man damit an das Kommentare nicht nur wegen (Strafrechtlich Relevante Sachen) sondern nach „Belieben“ zwecks „Mehrwert“ ect. gelöscht werde, wer hat dann noch Agrumente wenn auf Anweisung der etablierten Presse oder anderen Blog Portale oder Blogger Software ebenfalls Blogger Aussperren wollen weil ihnen denen Meinung oder Äußerungen nicht passt oder von Blogger verlangen diese Beiträge zu Löschen ?

      Wir sollten Begreifen das Kommentatoren und Blogger eigentlich im gleichen Boot sitzen und nicht einerseits ein Freies Netz Fordern können, andereseits für ihren Bereich dieses außer Kraft setzen wollen.

  37. mir sind noch zwei links eingefallen.

    die comment policy von boingboing finde ich sehr gut, auch weil sie durchblicken lässt, was für eine diskussion gewünscht ist. in der wahlkampfsaison gibt es spezielle regeln für kommentare zu kandidaten und parteien.

    ein weiterer text, den ich sehr schätze, obwohl er auf ersten blick nicht zum thema passen zu scheint, ist das konzept des „katalytischen verhaltens“ in der philosophie der chatplatform freenode. da stehen ein paar sehr schön formulierte hinweise drin.

    .~.

  38. Hallo,

    würde gerne paar Meinungen hören zu einem komplexen Bewertungssystem. Im Grunde soll es mehrere Rollen geben die Abhängig von deren Tätigkeit die Bewertungen abgeben und nutzen.

    Z.B: Leser bewerten Schreibqualitäten eines Kommentators (Schreibqualitäten), der Moderator kann sich auf die Bewertung der Leser stützen und ihm seinerseits auch eine Bewertung (schreibqualitäten, vertrauenswürdigkeit) geben. Das Bewerten der Lesenswertigkeit von Kommentaren könnte so zum Teil automatisiert werden. Der Kommentator kann andere Kommentatoren auch bewerten. Damit das ganze ausgeglichen ist müsste der Moderator an sich auch bewertet werden können.

    Man könnte sich weiter eine Filterung über URL vorstellen oder aus so was: per JavaScript dem Leser, die Komentare die eine gewisse Lesenswertigkeit unterschreiten, nur nach dem „erweitern“ anzeigen zu lassen.

  39. Probiert mal z.B. im Firefox die „-“ Taste solange, bis der max. Zoom-Out erreicht ist. Man erkennt so auf den ersten Blick, welche Kommentare „ellenlang“ und welche „kurz und knackig“ sind (ohne Bewertung der Qualität).

    Cool wäre es, wenn dem Leser selbst Filter zur Verfügung gestellt werden, mit denen er z.B. alle Artikel mit mehr als 1000 Zeichen ein- bzw. ausblenden kann usw. Bezogen auf den Kommentar von „@“ könnte man dem Blog-Leser weitere Möglichkeiten zur Filterung bieten (z.B. auch über selbst konfig. Stopwortlisten).

    1. Frei nach dem „Collapse-Prinzip“: Man kann, man muss aber nicht alles sehen/lesen. Wenn der Leser das selbst bestimmen kann, ohne überfordert zu werden, wäre das imhO am besten.

      1. Hmmm …

        https://www.ixquick.com: +wordpress +blog +comments +filter

        http://en.support.wordpress.com/manage-comments/ :

        Viewing Your Comments

        There are several ways to view comments. There are filter links for all, pending, approved, spam, or trash comments. There is a search option on the right, and there are links to comment pages below the search box. There are also bulk action and filtering options as well as a button to let you re-check your comments for spam.

  40. Deine Kommentatoren möchte ich echt nicht haben. In dieser Debatte scheint jeder zweite ein psychisches Problem zu haben.

    Mein Beileid und Kopf hoch.

  41. Ich bin für die Abschaffung der Zensur in folgendem Umfang:

    1. Es darf keine rechtliche Konsequenzen für eine Plattform haben, dass einzelne diese missbrauchen für Unfug, Beleidigungen, etc. Wenn ich mich auf den Marktplatz stelle und die Leute beleidige bekommt auch nicht die Stadt Ärger dafür.
    2. Wen interessiert es ob ein Kommentar beleidigend ist? HEULT NICHT RUM IHR MEMMEN. Freiheit der Meinung, ob sie uns gefällt oder nicht.
    3. Netzpolitik.org verbreitet seine Meinung. Seid froh, dass das überhaupt jemanden interessiert, so spannend ist es ja auch wieder nicht
    4. Das Internet war vor euch schon so, Rechtsfrei, voller Trolle und Unsinn, Flames, etc….wer gibt euch das Recht dazu dies ändern zu wollen?

    Achja, nicht über 1000 Worte und bitte freischalten…Mr Law & Order

    1. @hutmacher
      4. Das Internet war vor euch schon so, Rechtsfrei, voller Trolle und Unsinn, Flames, etc….wer gibt euch das Recht dazu dies ändern zu wollen?

      Stimmt und ich frage mich ob es ohne dem allem überhaupt nur halb so Populär geworden wäre ?
      Wer heute ständig ein „Sauberes“ , Anständiges und Klinisch-reines Internet Fordert oder daran Mitarbeitet , könnte zwar damit kurzfristig Profit oder Umsatz steigern , nur ob die Menschen solch ein Netz zukünftig überhaubt noch Interessiert waage ich zu Bezweifeln?
      Zumindest würden sie wohl solch ein langweiliges „Konsum Gebilde“ nicht mehr den gleichen Stellenwert einräumen wie eines “ Rechtsfrei, voller Trolle und Unsinn, Flames, etc“ ;-)

      1. Das ist an der Stelle aber ziemliche Polemik, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Beleidigungen, etc. schon eine ganze Weile strafbar sind – auch und gerade in schriftlicher Form. Dass die Legislative mittlerweile den Schritt vollzogen hat, die so genannten neuen Medien mit in die Normen einzubeziehen und nicht mehr ausschließlich analog zu behandeln, spiegelt die Entwicklung hin zur Verwendung wider.

        Um das mal plakativ (und möglicherweise etwas überspitzt auszudrücken): Hier gibt es Meinungsdissenz zwischen denjenigen, die jeden beliebigen Output als freie Meinungsäußerung geschützt sehen wollen, gleichgültig ob dieser aus einer Faktenanalyse, Beleidigungen oder einem Verweis auf kinderpornografisches Material besteht, ferner zwischen jenen, die keine Einwände gegen die Beschränkung straftatsbestandsrelevanter Kommentare haben, aber eine Moderation darüber hinaus befürchten und jenen, die sich mit umfassenderer Moderation in der einen oder anderen Weise anfreunden können.

        Diese zwischen Netzanarchie und struktureller Organisation angesiedelten Positionen sind letztlich miteinander ideologisch unvereinbar – und ich beneide Markus Beckedahl nicht um den Spagat, den man von ihm fordert, den er aber nicht leisten kann. Nicht leisten kann im Angesicht dessen, dass in einer Anarchie jeder die Verantwortung für sein eigenes Handeln übernehmen muss und niemand fremdes Handeln verantwortet, im Rahmen eines Angebots wie NP aber tatsächlich der Betreiber für das Handeln der Nutzer in Regress genommen werden kann.

        Eine Anmerkung noch: Erschreckend ist – gerade auch im Rahmen dieser Diskussion – der vielfältige und unbedachte Gebrauch von NS-Sprache. Nicht ganz ernstgemeint, könnte man hier an der Stelle dann darüber nachdenken, Nachzensur über den Godwin-Punkt zu definieren. Das allerdings technisch umzusetzen, das könnte schwierig werden.

      2. Ich gebe dir Recht. Es ist ein Spagat der nicht zu schaffen ist. Eben eine Grundsatzdiskussion. Da sich dies auf meinen Kommentar bezieht will ich folgendes klarstellen:
        1. Der Betreiber/Inhaber einer Seite sollte nicht für Kommentare von Jedermann belangt werden dürfen. Diese Kommentatoren sollten direkt belangt werden. Stellt jemand eine Plattform ins Netz die auch ohne Kommentare rechtswidrig ist, ist die Justiz gefragt und jeder aufgerufen dies den Behörden zu melden.

        2. Wenn euch ein fremder auf der Strasse beleidigt, folgt ihr ihm dann nach hause (IP-tracken) und zeigt ihn an, sobald ihr den namen vom Klingelschild abgelesen habt? Ich sehe hierin nur Aufwand und es erinnert mich an die „Ehre“-Disskussion in konservativeren Gesellschaften. Gibt nicht der klügere nach?

        3.Meinung darf nicht zum decken von Straftaten missbraucht werden. Was hat ein (kinder)- oder überhaupt pornografischer Link mit Meinungsfreiheit zu tun. Was ist da die Meinung?

        4. Mit Rechstfrei meine ich nicht, dass gesetze nicht gelten, sondern das doch nichts mehr geht. Zitieren…gefährlich. Verlinken…gefährlich. Kommentieren…gefährlich. Eine Website betreiben…gefährlich. Man sollte eig auf keiner Seite posten die nicht gemeinfrei ist.

        Zensur muss das letzte Mittel bleiben!!! Freiheit der Information!!!

      3. zu 2.)

        Das kommt daher das das Geschriebene Wort anders Behandelt werden als das Gesprochene Worte.
        Im analogen Zeitalter war es teilweise noch verständlich das Geschriebenes eher wie eine Urkunde behandelt wurde und der Straßen Tratsch eher frei .
        Im Internetzeitalter verwischen aber die Grenzen zwischen Gesprochenen und Geschriebenen, für diese Probleme hat noch niemand eine gute Antwort gefunden.
        Es wäre vielleicht Überlegenswert das Internet nicht als ein Dokument zu sehen da es ja auch kein „Papier“ ist , zudem „Bits und Byte“ oft so flüchtig wie gesprochene Worte.

    2. 1. dann setzen sie diese idee bitte mit einer gesetzesinitiative so um, dass die juristische realität mit ihrer aussage gleichziehen kann.

      wenn sie auf dem marktplatz einen verstärker mit mikrofon zur verfügung stellen, bekommen sie eventuell probleme mit dem ordnungsamt, oder zivilrechtlich als mitstörer. ianal, tinla, yada yada.

      2. das interessiert zum beispiel den anwalt des beleidigten. der tankt mit so was womöglich seinen porsche und hat die textbausteine fertig in der hosentasche.

      3. wir sind also glücklich und froh. und alle so „yeah“. wie war noch gleich das thema?

      4. das internet ist seit jahren schon kein raum. auch kein rechtsfreier.

      .~.

      1. Vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben auf meinen gesitigen Durchfall zu antworten und alle so yeah….

        0. Das mit der Nummerierung ist ne feine Sache was?

        1. Gute Idee, wären sie dabei dotty?

        Wegen dem Marktplatz –> da steht aber weder was von Mikrofon, noch was von Verstärker…ich gehe einfach auf den marktplatz und skandiere gegen dots und slashs und lolz.

        2. Klar, Anwälte und Wayne interessiert es noch. Muss ja jeder selber wissen. Wenn mich jemand im Internet beleidigt, dann lach ich herzhaft, dass sich jemand xtra die mühe macht einen unbekannten zu beledigen..ungefähr so..hrhrhhrhrhahahahhamuhaha

        3. Es geht um Kommentare, Meinungen, nur wegen der Frage^^. Jeder würde auch auf dem Flohmarkt gefunde Nazi-Flyer melden. ist doch nicht besonderes weil es im Internet gepostet wird.

        4. Das Wort Raum taucht nirgendwo auf, aber sehr amüsant. wusste das die recht(e)haber auf dem „rechtsfrei“ pochen, aber man will ja auch feedback. und nein auch wenn es so wirkt, ich bin nicht 13. :-D

        Finde die Kommentare immer gut und bin einfach dagegen den Schund wegzuklammern. Ich lese gerne das ganze Spektrum an Comments.

      2. 1. nein. ich weiß aus eigener erfahrung, wie bundesdrucksachen entstehen. ihr verhalten hier lädt mich nicht dazu ein, ein so aufwändiges verfahren mit ihnen gemeinsam durcharbeiten zu wollen.

        2. netzpolitik.org ist ja auch nicht ihre mundhöhle. herr beckedahl ist in dem vergleich ihr edler mikrofonspender. wenn dem solche äußerungen wie ihre auf den zeiger gingen und er löschte, würde ich dass verstehen. begrüßen würde ich es allerdings nur, wenn ich es merkte.

        3. dass sie in dem szenario keine hilfreiche funktion übernehmen wollen mögen, scheint mir schon seit früheren äußerungen hier so.

        4. der fisch liegt im küchenschrank. bedienen sie sich.

        .~.

      3. 1. Ich will sie nicht einladen, sie sollen begeistert hinterherlaufen: OBEY!

        2. [Wegen Beleidigungen gefiltert und zensiert]

        3. Die Kommentare zeigen doch, das es nur noch um technische Filter geht, damit will man Kommentarkultur entwickeln? Zum Glück brauche ich keinen Blog um Leute zu erreichen, ich poste einfach Comments…^^

        4. Danke für den Fisch. Was ist denn ihre Meinung, Dotty? ist der blog wichtiger als der Leser? Kommt man an filtern nicht mehr vorbei?

        Zitat des Tages:
        „das beste Recht von allen, mann, hier darf man sagen was man will,
        die Pisser müssen raffen, dass das auch für alles gilt,
        das Mittelalter ist ewig vorbei,
        der Gedanke, die Kunst und die Rede sind Frei!“

      4. Udo Vetter – Das überwachte Netz [SIGINT10] – http://www.youtube.com/watch?v=sXOALLP-kwg

        Der Vortrag beleuchtet, mit welchen Mitteln und wie intensiv Straftaten im Internet verfolgt werden.
        Das Internet als „rechtsfreier Raum“? Diese (globale) Legende verliert langsam an Strahlkraft. Tatsächlich ist das Internet heute stärker überwacht als manch anderer Lebensraum. Der Vortrag beleuchtet, mit welchen Mitteln und wie intensiv Strafverfolgung….

        Tribute to Udo Vetter & CCC

  42. Für die gelungene Moderation von Kommentaren fallen mir zwei Beispiele ein: DailyKos und die davon inspirierte European Tribune.
    Hier gibt es jeweils Kommentar-Ratings, wobei Kommentare, die unter bestimmte Schwellen fallen, ausgeblendet werden, und verschiedene Stufen von Moderatoren (vertrauenswürdige, regelmäßige Kommentatoren).
    Siehe dazu auch die Guidelines von EuroTrib:

    There is a very practical use of the ratings, which is to get rid of trolls. Comments with an average below a certain value and enough comments will be hidden and only visible thereafter to Trusted Users. This is a very effective way for the community to self-police and avoid disruptions and thread hijackings caused by trolls. However, in the case of more serious misbehavior, or abuse of the rating system, the editors will intervene

  43. Die meisten Seiten werden trotzdem großteils wegen den Kommentaren und deren Postern besucht. Nicht selten ist es der Fall das man in den Kommentaren die eigentlichen Interessanten Dinge findet.

  44. der diesem vorangegangenen artikel ist aus sicht dessen, der all das tgl. sichten muss, gut zu verstehen. die wenigsten von uns würden das auf die dauer ertragen. allerdings gehören zu einer lebendigen diskussion auch extreme meinungen. sie sind meist lästig und oft entbehrlich. nicht ganz auszuschliessen ist, dass sich darunter aber auch geniale ideen befinden. schliesslich waren viele, die heute als vordenker gefeiert werden, zu ihrer zeit parias und spinner. drum wird es nie ohne gehen. bei dingen, die justiziabel sein könnten, mag man die löscherei zähneknirschend akzeptieren. drüber hinaus zerstört sie mehr als sie schützt. respektvoller umgang mit dem kontrahenten und konzentration auf argumente sind dinge, auf deren durchsetzungsfähigkeit man mehr vertrauen sollte, als der spontane brechreiz ab und an zulässt. drum bei allem verständnis, mehr souveränität im angesicht von trollen!

  45. Nur mal so ein Vorschlag, zunächst mal unabhängig davon, wie mit diesen „gewissen“ Kommentaren dann tatsächlich verfahren wird: Es wäre als erster Schritt vielleicht gar nicht schlcht, zwei einfache Regeln festzulegen und diese 2 Regeln in direkter Nähe zum Kommentarformular einzublenden.

    Regel 1: Keine persönlichen Beleidigungen.

    Regel 2: Keine persönlichen Unterstellungen. Behauptungen über Personen müssen belegt werden.

    Das sollte eigentlich reichen.

    1. Finde ich gut. Schlicht und verständlich.

      Ich würde das vielleicht noch ergänzen in der Art:
      „Du weißt nicht wer auf der anderen Seite sitzt, mitliest bzw. wo & was gespeichert wird.“ ….keine Ahnung.

      1. *Grins* Klingt ein Wenig nach Drohung. So etwa wie „Big Brother ist watching you“. Die Geheimdienstabteilung von Netzpolitik schärft schon mal die Spionagewerkzeuge.

        Sorry, konnte nicht widerstehen. Ist nicht so ganz ernst gemeint.

      2. Netzpolitik hat bestimmt besseres zu tun. Jedoch ist drohen;) manchmal garnicht so schlecht…ist doch nicht normal, was manche im Netz vom Stapel lassen.

  46. Es gibt noch eine Möglichkeit. Gestalten Sie ihre Seite bitte möglichst filterfreundlich. Keine (Pseudo)sozialen Netzwerke, keine Werbung, keine unnötigen Designelemente, keine Scripte, keine eingebetteten Multimediainhalte, keine versteckten Links u.s.w.

    Dieses seriöse Auftreten wird die meisten Trolle schon beim ersten Besuch abschrecken.

  47. Man hat doch ein ähnliches Problem wie mit Spam E-Mails. Da wird doch erfolgreich mit lernenden Bayes-Filtern gearbeitet, wäre sowas nicht auch mit Kommentaren möglich? Zumindest zur Kennzeichnung der „Qualität“ eines Kommentares.

  48. ich weiss nicht, ob meine idee dazu schon genannt wurde (ich hab keine lust alle kommntare durchzuarbeiten ;) aber um permanenttrolle auszuschalten, kønnte man doch eine art 3-strikes vereinbahrung treffen – sprich der kommentator bestætigt vor verøffentlichen seines kommentars, dass er sich an die von euch vorgelegte netiquette hælt (z.b. keine persønlichen angriffe/beleidigungen, kein spam/werbung etc.). verstøsst jemand oft gegen diese, wird er gesperrt.
    wie und ob das technisch machbar ist, weiss ich nicht und das wird sicherlich auch nicht komplett das problem løsen, aber auf jeden fall etwas eindæmmen, kønnte ich mir vorstellen..

  49. Ich fände es super, wenn ihr eine Art „Einblende-Option“ bei den Kommentaren bietet.
    Wenn man sich die Seite normal anschaut sieht man eben nur die Kommentare, die von euch NICHT gelöscht wurden und hat dann am unteren Ende der Kommentare die Option „Auch die Kommentare einblenden, die nach Ansicht des Autors keinen Mehrwert bieten“ (oder so), dafür aber eben ansonsten auf der Kommentarseite keinerlei Hinweis auf diese beanstandeten Kommentare

    eine individuelle Zuschaltung der gelöschten Kommentare dürfte (normales „Ausblenden“) halte ich für zu schwach, da hier dann zu viele doch versucht sich einfach mal diese Kommentare einzublenden.

    Insgesamt wäre es aber schon nett, eine Möglichkeit zu haben, die von Euch gelöschten Kommentare auf Wunsch eben sehen zu können (so von wegen Nachvollziehbarkeit und Bewachung der Wächter und so kram ;) )

    Ich kann leider auf der technischen Seite da nicht helfen und sagen ob es dafür schon Lösungen gibt, aber vielleicht kann das ja jemand anders hier übernehmen.

  50. Ein weiteres Mittel der Steigerung der Diskussionsqualität und der Beiträge kann sein, dass besonders interessante Kommentare als “Editors Choice”, prominent im Anschluss an den Artikel in den Blickpunkt gerückt werden. Ähnlich, wie es Arstechnica praktiziert.

    (sorry für den crosspost) hab das leider im älteren Artikel gepostet.

  51. Beim Postillon waren die „erster“ Kommentare ein echtes Problem. Seit dem die neuesten Kommentare oben sind gibt es kein „Siegertreppchen“ mehr und die Qualität ist deutlich besser. Reine Psychologie.

  52. Abgesehen von Spam a là „hier günstig Penispumpe kaufen“ stören mich persönlich hcöhstens die „finde ich auch“ Kommentare. Kann sein, dass ich ein besonders dickes Fell habe, Kritik an eignen Kommentaren nehme ich niemals persönlich, egal ob sie so gemeint sind oder nicht, immerhin weiß ich ja, dass der Mitkommentator mich nicht kennt, damit gibts keinen Grund, von seiner Meinung allzu betroffen zu sein, zumindest solange ich anonym posten kann.
    Eine Meinung zu mir oder meinen Ansichten kann ich mir zu Herzen nehmen und mein Verhalten überdenken, muss ich aber nicht, das mag im einen oder anderen Fall dazu führen dass ich (vielleicht manchmal sogar berechtigt) als Kritikunfähig oder Beratungsresistent gelte, aber auch damit kann ich leben.

    Andererseits kann ich dank dieser Einstellung beliebige Arten von Kommentaren lesen ohne deswegen schlecht zu schlafen, egal ob das völlig abwegige Verschwörungstheorien oder persönliche Beleidigungen sind. Und ich lese sie idr immer. selbst die ausgeblendeten Kommentare auf Youtube lasse ich mir immer anzeigen, auch wenn es sich noch nie gelohnt hat. Gerade beim Thema Verschörungstheorien bin ich strikt gegen löschen, ich kann gut verstehen dass es extrem nervig ist, sich mit solchen Leuten auseinanderzusetzen, das tu ich mir höchstens in Trolllaune an.
    Allerdings habe ich gerade in solchen Posts dann doch mal den einen oder anderen Link gefunden, der hochinteressant ist, und auf den ich anders möglicherweiße nie gestoßen wäre.
    Welche Schlussfolgerungen ich aus solchen Posts oder Links ziehe, ist so oder so immer mir überlassen, natürlich finde ich entsprechende Kommentare mit Quellen die das Gegenteil behaupten auch interessant, aber ich würde mich als Blogbetreiber nicht in der Pflicht sehen, so etwas zu kommentieren.

    Der dritte Punkt ist, und da bin ich sehr unsicher, die rechtliche Situation. Ich frage mich schon lange, wie zb. refefe das macht, die Kommentare sind zu 95% unterstes Niveau (und im Zweifelsfall auch strafbar), und von den 5% sind evtl. mal 1-2 tatsächlich intressant, aber mir sind es diese 1-2 Kommtare wert, mir den Rest anzutun, genauso wie ich einen Kommentar, der möglicherweiße etwas intressantes enthält, auch dann lesen möchte, wenn Beleidigungen oder teilweise Unsinn drinsteht. Worauf ich hier hinauswill ist: gibt es eine Möglichkeit, sich aus der juristischen Verantwortung/Haftung zu ziehen, überhaupt als Betreiber Kommentare zu lesen, und wäre das eine denkbare Option?

  53. Die Moderationsfunktionen von AskUbuntu.com sind auch einen Blick wert. Insb. gibt es diverse „Privilegien“, die man sich durch „Reputation“ verdienen muss. Wichtig dabei ist, dass Nutzer erst abstimmen dürfen – siehe http://askubuntu.com/privileges/vote-up und http://askubuntu.com/privileges/vote-down – wenn sie selbst etwas „Reputation“ verdient haben. Ausgehend von den Blogautoren (plus einigen ernannten Moderatoren), könnte so ein Web-of-Trust für Kommentatoren entstehen. Trolle können sich jedenfalls nicht einfach über Sockenpuppen selbst „hoch-voten“.

    Sollte ein Ausblend- und Sortiersystem für Kommentare angedacht sein, bitte versucht, die Chronologie und Antwortbeziehung von Kommentaren zu erhalten. Lieber negativ bewertete Kommentare „ausgebleicht“ darstellen (wenn man sie lesen will: mit Cursor markieren), als die Sortierung verändern!

  54. Lieber Markus Beckedahl,
    ich verfolge die Netzpolitik samt Ihrer Person nur am Rande. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als sie von den etablierten Medien noch keine Aufmerksamkeit erhielten. Damals war ein wesentliches Qualitätsmerkmal eines Blogs, wenn es kurze Zeit nach der Publikation eines Artikels bereits viele Reaktionen gab.

    In dem vorangegangenen Artikel war Tenor „Ich habe keine Lust mehr…“ Ich sehe darin erste Verschleißerscheinungen der öffentlichen Person Beckedahl. Alles hat eben seinen Preis.

    Obwohl ich mich gerade bemühe, ein passables Feedback zu hinterlassen, ist mein Beitrag ganz bestimmt frei von konstuktivem Zubrot. Denn ich kann die oben gestellten Fragen nicht im Ansatz beantworten.

    Soziologisch betrachtet ist jede Art von Feedback nützlich. Es ist ein Segen, dass wir verschiedene Ansichten haben und selbst Trolle haben eine Meinung – wenn wir diese nicht verstehen, beweist dies nicht das Gegenteil.

    Irgendwo oben las ich sinngemäß „Bleib entspannt“. Das würde ich auch raten. Wie wäre es mit einem Sabbatical, oder einem Winter in Indien? Erstmal entspannen und zur Ruhe kommen.

    Sie machen einen tollen Job, dennoch haben Sie das Recht auch zu gewissenen Themen zu schweigen. In Netzpolitik muss nicht jeder netzpolitische Gedanke sofort aufgegriffen werden. Erst mal abwarten, wie die anderen drüber denken und dann nach reichlich Bedenkzeit eventuell ein Statement abgeben.

    Die Aktualität der Beiträge fördert mitunter die zahlreichen Meinungen. Meine Lebenserfahrung besagt, dass alles seine Vor- und Nachteile hat. Mein Blog ist frei von Trollen und Spam, Sie hingegen haben nicht den Aufwand der FAZ oder ZEIT.

    Meiner Meinung ist es nicht notwendig jedes Geschmiere „politisch korrekt“ zu behandeln, denn ich vertraue der These, dass ein Mensch niemals wissen kann was richtig und was falsch ist.

    Da ich Sie, Ihre Gedanken und Ihre Arbeit schätze, habe ich mich für die höfliche Anrede entschieden ;-)

  55. Bin wahrscheinlich etwas spät aber mir fällt bei eurem Problem sofort der Sprecher des CCC ein, der das Problem irgendwo durch eine Emotionsbremse stark verbessert hat: der Trick war wohl, die Poster ein Captcha als Rechenaufgabe oder ähnliches lösen zu lassen. Wenn Leute zu schnell und zu viel gepostet haben (hitziges Gemüt) hat das Captcha richtige Lösungen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit als falsch abgelehnt. Wenn die Hitzköpfe dann 3x als falsch abgelehnt wurden, haben sie es aufgegeben und sind woanders hin weitergezogen.

    Eine andere lustige Idee von ihm war, den Post nur beim Troll/ Hitzkopf lokal anzuzeigen aber bei niemandem anders. So beruhigt er sich weil der Post ja online zu stehen scheint aber niemand reagiert aufs Trollen.

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