Der Schultrojaner wird beerdigt

Das bayerische Kultusministerium hat in einer Pressemitteilung verkündet, dass die Bundesländer gemeinsam mit den Schulbuchverlagen die unsägliche Idee eines Schultrojaners beerdigt haben.

In den Verhandlungen zwischen den Ländern und den Schulbuchverlagen konnte der Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Dr. Peter Müller, Folgendes vereinbaren:
• Von dem aus dem Jahre 2010 vorgesehenen Einsatz einer Plagiatssoftware zur Überprüfung von Speichersystemen der Schulen und von der Einholung von Schulbestätigungen, dass sich keine digitalisierten Unterrichtswerke auf Schulrechnern befinden, wird im beiderseitigen Einvernehmen abgesehen.

Das freut uns natürlich doppelt – einerseits, weil die Idee einfach inakzeptabel und weltfremd war, einfach mal Rechner und Datenspeicher in Schulen nach Kopien von Schulbüchern in einer unheimlichen Onlinedurchsuchung zu rastern und den Lehrern zu misstrauen, andererseits weil die Debatte um diese Idee erst nach unserer Berichterstattung im vergangenen Herbst gestartet wurde.

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