Netzpolitik

Buch: Die Digitale Gesellschaft

Seit Ende letztem Jahr ist es fertig, eine kleine Korrekturschleife ist beendet und bald sollte es in Druck gehen: Zusammen mit Falk Lüke habe ich mein erstes Buch geschrieben und es erscheint voraussichtlich am 1. Juni beim Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv): „Die digitale Gesellschaft: Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage„. Auf 220 Seiten beschreiben wir verschiedene Konfliktfelder der Netzpolitik. Die Zielgruppe besteht wohl eher aus den Menschen, die nicht den ganzen Tag Netzpolitik-Blogs lesen, sondern vielleicht mal was von dem Thema gehört haben, aber nicht genau wissen, worum es dabei überhaupt geht. Andererseits wird der Überblick über die einzelnen Konfliktfelder und die vielen kleinen Informationen vielleicht auch viele Leser interessieren.

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Ich bin gespannt, ob nach dem Lesen meine Eltern mal endlich verstehen, womit ich mich den ganzen Tag so beschäftige. Eine eigene Webseite für das Buch wird es nicht geben (ich hab ja schon ein Blog), dafür gibt es eine obligatorische Facebook-Seite und ich werde hier auch etwas über die Erfahrungen als Buch-Autor berichten. Und ich freue mich schon auf weitere Urheberrechtsdebatten. Das macht sicher mehr Spaß, wenn man als Buch-Autor auftreten kann als nur als Blogger.

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31 Kommentare
  1. Der Blog ist sehr informativ und das Buch bestimmt auch. Ich freue mich schon zu lesen was die „Alten“ verstehen sollten. :-)

      1. Hört denn das nie auf?!

        Alle Werke sind normal urheberrechtlich geschützt, denn dazu ist das Uhrheberrecht ja da!

        Der Markus hat aber die Verwertungs- und Vervielfältigungsrechte (auf Zeit, hoffe ich) abgegeben.

      2. im Buch steht, Informationen über dasselbe und den Autor seien auf des Verlages Website verfügbar. Diese finde ich derzeit nicht über die Website.

        In der Suche
        * 404: http://www.dtv.de/books/the_digital_society_24925.html
        * rudimentär: http://www.dtv.de/autoren/markus_beckedahl_14353.html

        Auf jeden Fall gut, dass ihr jetzt zu Spenden aufruft und auch wieder digital publishen lasst. Das Jahrbuch 2013 ist leider nicht ohne DRM zu erwerben, epubli hat es zwar gelistet, aber verlinkt nur noch auf dritte.

  2. Glücklicherweise ist der dtv eher dafür bekannt, Ratgeber über Abmahnungen zu veröffentlichen, als selbst welche zu verschicken ;)

  3. Mich interessiert ja jetzt ob Sie ihre Wünsche auch praktisch umsetzen konnten, oder ob Sie sich wie alle Urheber von den Verwertern haben aufzäumen lassen, nur damit diese Sie dafür mit dem Buchdruck belohnen.

    Anders gefragt, wem gehört das Buch jetzt?
    Und wer darf über Publikation, Präsentation und ähnlichem entscheiden?
    Was bekommen Sie vom Gewinn?

    Und falls alles jetzt dem Verlag gehört, wieviel dürfen Sie aus Ihrem eigenen Buch in Zukunft noch verwenden ohne das Ihnen der Verlag mit Abmahnung und Klage wegen Vertrags- und Nutzungsverletzung kommt?

    1. @DAMerrick: Das sieht alles ganz schlecht aus, so wie man das aus der Zeitung kennt. Die Rechte gehören dem Verlag und wir haben ein Honorar für die erste Auflage als Entlohnung erhalten. Mehr Geld gibt es, sollte mehr als eine Auflage verkauft werden.

      1. Nicht wahr , oder?

        Was waren nun die Gruende keine CC Lizenz zu waehlen und selbst zu publizieren?

        Wofuer haben Blogger, die in manchen Augen auch einen Vorbildcharakter haben koennen?

        1. @Aikoa: Die Gründe waren vor allem, dass ich nochmal gerne ein Buch von mir in einer Buchhandlung stehen sehen wollte, bevor das alles transformiert und wir ausreichend Geld zum Schreiben bekommen haben.

          Als Vorbildfunktion reichen doch hoffentlich auch die rund 11.000 Artikel in diesem Blog, die alle CC-lizenziert sind. Und wenn sich der eBook-Markt auch mal in Deutschland mehr entwickelt, probieren wir gerne andere Formen aus.

      2. Seien Sie beruhigt, ich kenne es nicht aus der Zeitung. Sondern aus der Branche. ^^

        Was es natürlich nicht besser macht.
        Wäre ein Selbstdruck, bspw. durch diese Finanzierungswebsites (Alle Spenden für ein Projekt) nicht besser gewesen?
        Es ist wie mit der Musik: Wer populär ist bestimmt die Regeln.

        Vielleicht fürs nächste Buch:
        Druck finanzieren über die Masse, Verkauf über Amazon und Konkurrenz und der nächste Verlag kommt dann ganz von selbst. Nach Ihren Bedingungen.

        1. @DAMerrick: In diesem Fall wollten wir mit dem Buch eine ältere Zielgruppe ansprechen. Die kauft Bücher oft noch im Buchladen. Da passt Print-on-Demand nicht so ganz. Und preaching to the converted machen wir seit bald zehn Jahren bereits in diesem Blog.

      3. „In diesem Fall wollten wir mit dem Buch eine ältere Zielgruppe ansprechen. Die kauft Bücher oft noch im Buchladen.“

        Versteh‘ ich nicht. Wenn das die Zielgruppe ist, wo wäre dann das Problem mit einer CC Lizenz mit NC Klausel (wie z.B. Cory Doctorow das macht – oder noch besser CC-BY-SA mit Creator-Endorsed Mark wie’s Nina Paley tut) gewesen?

        Aber gut, will auf dem armen Markus nicht auch noch rumhacken (die Verleger sind schuld!) ;), ich gönn’s dir definitiv, hast’s dir verdient. Glückwunsch zum ersten Buch!

  4. also wenn deine eltern nach all den jahren immer noch nicht verstehen, mit was du dich eigentlich beschäftigst, haste definitiv was falsch gemacht ;)


  5. dafür gibt es eine obligatorische Facebook-Seite

    Wie bitte?
    Alle, die mit Facebook nichts am Hut haben, sind also schonmal nicht Zielgruppe.

    Find ich seltsam.

    1. Mr. Beckedahl meinte wahrscheinlich „übliche Facebook Website“.

      Zwingend im Sinne von „Muss man heute einfach haben wenn man publiziert.“

  6. Ist das ein Mockup oder das echte Buchcover? Wenn letzteres, warum ist das Buch denn so dunkel? Wirkt mehr wie ein Thriller als ein Sachbuch oder ist das eine Verkaufsstrategie? O_o

  7. Ist es wirklich so, dass man sich in der Branche den Verwertern hingeben muss, um erfolgreich sein zu koennen, und um seinen Lebensunterhalt zu verdienen?
    Dass selbst du, lieber Markus, diesen Weg gewaehlt hast, schliesse ich daraus, dass trotz aller Bemuehungen sich gegen Rechteverwerter zu stellen und Alternativen zu bringen, diese in Form von CC Lizenzen fuer Literaturen / Printmedien nicht geeignet sind. Schade.

    Ich moechte hier auch nicht nur staenkern, sondern auch dem Autor zu seinem Werk gratulieren (auch wenn ich es nicht gelesen habe)

  8. Gratulation zum Erstling. Aber keine CC-Lizenz oder ähnliches? Sorry, Markus, aber da hast Du was (vermutlich lang überlegt) falsch gemacht. Werde Euer Buch natürlich dennoch lesen (nach kaufen) .

  9. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Alternative gegeben hätte. Als Open Source Veteran weiss man, dass man als Urheber ein Werk unter mehrere Lizenzen gleichzeitig stellen kann. Es wäre kein Problem gewesen, das Buch z.B. bei einem „ordentlichen“ Verlag wie dpunkt (Gruss an Gerhard Rossbach) zu veröfftentlichen, parallel bei Amazon eine Kindle Edition einzustellen und unter einer offenen Lizenz ins Netz zu stellen. Das zeigt, dass nicht mal die Vordenker der digitalen Gesellschaft wirklich verstehen, was sie tun. Schade! Markus, please fix it!

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