Vergleich: Wer macht die beste Broschüre zum Urheberrecht?

Als ich für die neue Folge des Podcasts Logbuch:Netzpolitik zum Thema Schultrojaner Copyrightscanner recherchierte, stolperte ich über die schöne Kopierbroschüre der Konferenz der Kultusminister, die Lehrer darüber in Kenntnis setzt, dass ihnen seit 2008 die digitale Kopie von für den Unterricht bestimmten Materialien verboten ist.

Kann ich eine Tabelle aus einem Schulbuch einscannen und meinen Schülern via Laptop und Beamer zeigen?
Nein. Durch das Einscannen entsteht eine digitale Kopie. Eine digitale Kopie aus Unterrichtswerken für den Unterrichtsgebrauch ist nicht gestattet.

Schade zwar, dass jede digitale Kopie verboten ist, aber insgesamt bietet der Vertrag nur Vorteile:

Die Lehrkräfte profitieren von dem neuen Fotokopiervertrag in zweifacher Hinsicht: Die Regelungen sind für den Unterrichtsalltag praktikabel. Und: Lehrerinnen und Lehrer erhalten Rechtssicherheit.

Pralle sechs Seiten Aufklärung bietet die kostenlos erhältliche Broschüre – und erinnert in ihrer Einseitigkeit an die bis vor kurzem auf den Seiten des Justizministeriums als Unterrichtsmaterial angebotenen Infoheftchen.

Diese haben allerdings ernste Konkurrenz von iRights.info. Dort wird ein ohne subjektive Färbung fachlich sauber recherchiertes und ansprechend aufbereitetes Unterrichtsmodul zum Urheberrecht angeboten. Es steht unter Creative-Commons-Lizenz und kann bei klicksafe kostenlos bestellt oder direkt als pdf heruntergeladen werden.

Ebenso kostenlos von iRights erhältlich: Urheberrecht im Alltag und die Broschüre zu Rechtsfragen im Netz, sowie eine ganze Reihe weiterer Unterrichtsmaterialien – alle unter CC-Lizenz, und somit „Schultrojaner“-sicher.

18 Kommentare
  1. Sven Geggus 8. Nov 2011 @ 15:44
  2. Ilja Braun 8. Nov 2011 @ 15:50
Unterstütze unsere Recherchen und Berichterstattung für Grundrechte und ein freies Internet durch eine Spende. Spenden