Demokratie

Revolution online – Das Internet schreibt Weltgeschichte

Am Freitag war ich zusammen mit Peter Kruse als Gast beim Medienquartett im Deutschlandfunk. Medienquartett: Revolution online – Das Internet schreibt Weltgeschichte. Von der 45 Minuten langen Diskussion gibt es die MP3.


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„Du kannst hier festgenommen werden, weil du eine Twitterbotschaft schreibst“, hat der chinesische Künstler Ai Wei Wei wenige Tage vor seiner Inhaftierung in einem Interview gesagt. Nichts scheint die Regierung in Peking zurzeit so zu fürchten wie die Kraft des Internets. Und sie hat allen Grund dazu. Die Jasmin-Revolution in Tunesien, der Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak: Ohne die Aufrufe der Blogger wäre es nicht so weit gekommen. Das Internet schafft neue Räume für Gegenöffentlichkeit, bricht jahrzehntelang zementierte Machtverhältnisse auf. Durch Facebook und Twitter entstehen neue Bewegungen jenseits althergebrachter Kontrollinstanzen. Aber auch die alten Machthaber selbst machen sich das Internet zunutze, um die Bürger zu kontrollieren und zu manipulieren. Eine gigantische Kommunikationsmaschinerie ist entstanden. Wie gehen wir damit um?

Über das Internet und die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Online-Revolution diskutieren:

– Markus Beckedahl, Chefredakteur netzpolitik.org, Netzaktivist
– Tissy Bruns, Leitende Redakteurin, Tagesspiegel
– Hans Janke, ehemaliger Fernsehspielchef und stellvertretender Programmdirektor des ZDF
– Prof. Dr. Peter Kruse, Organisationspsychologe, Honorarprofessor Universität Bremen

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5 Kommentare
  1. “Du kannst hier festgenommen werden, weil du eine Twitterbotschaft schreibst”

    Ah ha? Das kann man in Deutschland auch.

    Mir fallen endlos Beispiele für Textstrings ein die ich twittern könnte um die Polizei bei mir auf der Matte, meinen Rechner beschlagnahmt und mich in Untersuchungshaft zu haben.

    1. son quatsch… du verwechselst wohl „botschaft“ mit kriminellen äußerungen oder ähnlichem… ai sprach von informationen die ein bote von a nach b schafft….. und dafür kannst du da festgenommen werden…. hier in deutschland aber nicht…. bisschen kopf benutzen bitte

  2. Schöne ruhige Diskussion. Muss ich mir nochmal ganz in Ruhe anhören um die ganzen Argumente zu sammeln um mich tiefer damit auseinanderzusetzen.

    Für mich als Asien- und Politikwissenschaftler war es übrigens ganz beruhigend, dass sich am Ende beim Thema keiner zu weit aus dem Fenster gebeugt und irgendwelche wilden Prognosen von sich gegeben hat, wie das sonst so in den Medien üblich ist.

    Nur als kleine Fußnote am Rande: In China gibts 400 Mio. Internetnutzer und nicht 300 Mio.

    PS: Es wäre schön, wenn ihr euren Captcha-Dienst auf was modernes umstellen könnt, bspw. auf Mollom, welches nur auf Wunsch oder Verdacht Captchas anzeigt und sonst mit Textanalyse funktioniert.

  3. \…Die Jasmin-Revolution in Tunesien, der Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak: Ohne die Aufrufe der Blogger wäre es nicht so weit gekommen…\

    Man sollte nicht jedes, teilweise kindlich naive Gutmenschen-Gewäsch und -Geschwätz sog. Künstler für bare Münze nehmen! Es gab da gerade heute noch interessantes Video zu: meine, deine Wahrnehmung, die Wirklichkeit, und was tatsächlich ist oder so ähnlich.

    Allein, wenn ich diesen deutschen, sog. Schauspieler, Hannes Jännicker oder so ähnlich, quatschen höre vom anthropogenen Klimwandel, dann zieht es mir die Schuhe aus, und ich möchte reinschlagen.

    Was ich sagen will, sicherlich schreibt das Internet Geschichte, aber vielleicht eher deshalb, weil nun endlich die ganzen unfassbaren Lügen der Machthaber ans Licht kommen, die Machenschaften des Kapitals, das mit der CIA in zentraler Position auch diese sog. Farben-Revoultionen entfacht hat.

    Diese Revolution sind nicht entstanden, weil die Menschen es so wollten, sondern weil sie so gewollt wurden, das ist kleiner Unterschied, und gerade die Deutschen sollten sich klarmachen, was damals beim Mauerfall eigentlich passierte!

    Auf dieser Welt passiert nichts einfach so und schon gar nicht, weil es \die Menschen\ wollen, wie man ja auch bei den anderen Staaten in Nordafrika oder Naher und Mittlere Osten sehen kann, wenn es das System nicht unterstützt.

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