Piraten wollen ein bisschen mehr Mitspracherecht

Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender der Piratenpartei, hat heute.de ein Interview gegeben, was gestern veröffentlicht wurde. Darin verkündet er, dass er sich Rot-Grün-Orange nach der Bundestagswahl 2013 vorstellen kann, was bisher nicht wirklich in der Piratenpartei diskutiert wurde.


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heute.de: Würden Sie Rot-Grün-Orange machen?
Nerz: Wenn sich das anbietet und wenn wir die Möglichkeit haben, unsere Themen und unseren Politikstil durchzusetzen – dann ja, natürlich!

Daraufhin übten diverse neue Berliner Abgeordnete scharfe Kritik an Nerz. heute.de berichtet in einem Nachfolge-Artikel:

„Ein bisschen mehr Bescheidenheit wäre angebracht denn mit Bescheidenheit haben wir in Berlin viele überzeugt“, sagt Lauer im Hinblick auf Nerz. Doch Lauer ist nicht der einzige Berliner Nerz-Kritiker: Martin Delius, parlamentarischer Geschäftsführer der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus sagt: „Das Problem ist tatsächlich die mangelnde Bescheidenheit, das mangelnde Understatement.“ Die guten Umfragewerte der Partei im Bund seien ein Grund sich zu freuen, dann aber auch wieder an die Arbeit zu gehen. „Die Piratenpartei hat es in der jetzigen Phase nicht nötig, sich irgendeiner Koalition anzubiedern“, sagt Delius. Zudem sei Nerz‘ Aussage nicht durch einen Beschluss der Partei gedeckt. „Ich bin es nicht gewohnt, dass ein öffentlich bekannter und sicher wichtiger Kopf der Partei eine Richtungsdiskussion von oben herab führt“, so Delius weiter.

Etwas deutlicher wurde auf Twitter der Abgeordnete Alexander Morlang als Replik auf einen Tweet von mir:

(Beleidigender Ausdruck) hat versucht, als BuVo inhaltlich was zu sagen. So was failed. der soll nur verwalten.

Ich bin ja über eine andere Stellen im Interview gestolpert:

Wir glauben, dass wir einen neuen Ansatz in der Politik haben: Ein bisschen mehr Mitspracherecht, mehr Transparenz und Offenheit gegenüber den Bürgern.

Das klang auch schon mal radikaler und „ein bißchen mehr…“ könnte so auch von den Linken, den Grünen und Teilen der SPD stammen.

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51 Kommentare
  1. Hab das gestern auch schon gesehen und dachte mir nur das der Herr Nerz da ein bisschen komische Sachen gesagt hat. Bin seit Anfang 2008 in der PP und das wars nicht weswegen ich eingetreten bin.

    Man sollte nicht vergessen das Kollege Schilly nicht gerade ein Freund von Bürgerrechten war und das die SPD noch immer an der Vorratsdatenspeicherung festhält. Was das bisschen mehr an Mitsprache angeht so kann ich für mich festhalten das es schwer wird diese Mitsprache umzusetzen aber das es a) nicht nur ein bisschen sein darf und b) die Politik Werkzeuge finden muss die Bürger stärker zu beteiligen.

    Grüße

  2. Das wird wohl die Nr. 6 der Blockflötenparteien. Joschka hat das erst Jahre später getan. Hier geht es ja schon am Anfang in diese Richtung.
    Die Piraten können erst einmal nur das Sprachrohr für die Transparenz zum Wähler sein. Dieser Einfluss ist größer als in der Suppe mit zu schwimmen.

  3. An ihren Taten soll man sie messen. Das sich die Piraten hier und da mal anzicken ist nichts neues. Drüber herziehen kann man immer noch, wenn tatsächlich nur murks dabei rumkommt.

  4. Die Vorwürfe der Berliner Piraten sind IMHO an den Haaren herbei gezogen. Sebastian Nerz hat eine ganz pauschale Aussage gemacht, die noch keiner Abstimmung durch einen BPT bedarf. Zudem kann man Nerz absolut kein lautes oder unbescheidendes Verhalten vorwerfen. In allen bisherigen Interviews habe ich ihn vielmehr als einen eher leisen aber sachlichen Sprecher erlebt. Bei allem Respekt vor dem Wahlsieg der Berliner, finde ich diese unnütze Kampagne sehr unredlich und unnötig.

  5. Weil denen ein Interview nicht gefallen hat, nutzt Lauer sofort seine aktuelle Medienpräsenz um gegen Parteiinternen Konkurrenten zu schießen. Die Vorwürfe sind vollkommen haltlos. Nerz hat nichts gesagt was nicht abgedeckt wäre. Intern hat er sich damit nur geschadet. Er ist nicht Vorsitzender geworden, Auf der Landesliste hat man ihn auch nicht ganz nach vorne gelassen.. und Fraktionsvorsitz hat er auch nicht bekommen… er weiß wie man sich unbeliebt macht.

  6. Als der Bundesvorstand in Klausur ging, war es dem Herrn Lauter nicht öffentlich genug. In der böhmischen Schweiz hatte er mit der Intransparenz dann keine Probleme mehr… Wenn der so weiter macht verliert er bundesweit seine Unterstützer in der Partei.

  7. Personalien:

    Alexander Mohrlang ist schon in der Vergangenheit nicht gerade durch Bescheidenheit und Diplomatie aufgefallen. (Und das ist noch höflich ausgedrückt) Daher auch wohl die Beleidigung…(?)

    Christopher Lauer war (ist?) parteiinterner Konkurrent von Sebastian Nerz, trat gegen ihn für den Posten des Bundesvorsitzenden an. Natürlich ist es naheliegend, dass Lauer nur das beste für die Partei im Sinn hat. Aber das kann man auch kritisch hinterfragen, ob es darüber hinaus gehende Motive gibt.

    Und zu guter Letzt:
    Der Autor Markus Beckedahl sitzt für die GRÜNEN in der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft. Das schließt einen neutralen Artikel über die PIRATEN nicht aus, sollte man aber bei jeder Zeile im Hinterkopf behalten.

      1. Arbeitet in der gleichen Firma wie Lauer: Die von Pavel Mayer. Gehört zum angeblichen „Inner Circle“ der Berliner Piraten, etwas Bekannter als 7 Piraten.

        Und nein, ich mach denen daraus keine Vorwürfe, aber wären die nicht so dick mit Fefe befreundet und bei den Grünen, Fefe hätte die aber schon längst sowas von mit Verschwörungstheorien überschüttet, das sie darin ersaufen würden.

        Es ist halt eben nicht immer alles schwarz oder weiß, sondern eher eine große Masse „grau“.

      2. Die sind dicke mit Fefe? Das erklärt, warum er sonst immer skeptisch gegen den Kurs der Piraten ist und auch gerne seine Bedenken für und gegen Liquid Democracy kund tut, aber seit der Berliner Wahl von ihm zu dem Thema kaum oder nur Positives zu lesen ist.

        …bastelt jemand mal eine vernünftige Verschwörungstheorie daraus?

  8. Rhetorische Frage wie lange ist die Wahl her?
    Die Reaktionen auf Twitter und co sind leider teilweise typisch für die Piraten, schade.
    Somit hat die Piratenpartei nun auch eine Pofalla vs Bosbach Diskussion?

  9. Nerz hat ja durchaus Bedingungen an Rot-Grün-Orange gestellt: „wenn wir die Möglichkeit haben, unsere Themen und unseren Politikstil durchzusetzen“. Frag mich also, was an der Aussage von Nerz so schlimm sein soll?

      1. Und? was ist daran verkehrt?
        Soll er lieber sagen wir koalieren mit niemanden, bis unser Parteiprogramm 1zu1 übernommen wird?
        Irgendwie sind Netzpolitiker extrem naiv.

      2. Aber die haben auch die passenden stromlinienförmig-weichgewaschenen Inhalte, besonders die Grünen. Epochales wie das BGE oder kostenlosen ÖPNV erwartet man da gar nicht mehr, eher mehr Vollkornbrote für Schulkinder und irgendwas symbolisches mit „Klima“ oder „Gender“ oder so. Da haben ja die Realos das Sagen und wollen sogar mit der CDU koalieren. Das ist schon was anderes.

      3. @markus
        Ich wiederhole meine Frage: Was soll an der Aussage so schlimm sein? Ganz egal, ob diese Aussage nun von den Piraten, den Grünen oder den Linken kommt.
        In Kern heißt das nur, dass eine Partei ihre Inhalte umsetzten möchte. Und ich wähle ja wohle eine Partei dafür, dass sie ihre Inhalte umsetzt.

        1. @Ferdi: Ich fand ja den anderen Punkt merkwürdiger, die Frage zu den Koalitionsaussagen sollen die Piraten gerne unter sich ausmachen. Ist imho eine strategische Frage, ob man sich auf die Fragen der Journalisten einläßt (die gerne solche Fallen enthalten) oder einfach in Richtung Understatement geht, wie es die Berliner in ihrer Kritik fordern, die ja im Endspurt ihres Wahlkampfes mit ähnlichen Fragen zu dealen hatten.

  10. Und schon ist die Piratenpartei dabei sich gegenseitig zu zerfleischen.
    Das heute Interview ist nicht weiter schlimm, aber die Kommentare der Piraten danach….oh mein Gott

    1. Ich denke auch, dass dieses Interview nicht wirklich schlimm war – er wurde halt durch die Frage (Würden Sie machen?) gezielt auf eine Antwort gedrängt. Egal wie er geantwortet hätte, es hätte immer Piraten gegeben, die sich daran aufgegeilt hätten.

      Wirklich problematisch ist die Reaktionen der anderen öffentlich auftretenden Parteimitglieder.

  11. Ich war von Nerz anfangs auch nicht begeistert, aber mittlerweile finde ich, dass er das ganz gut macht. Zum IV: Er hat ja (unrealistische) Bedingungen aufgestellt für eine hypothetische Koalition (wie es real läuft, sieht man gerade in Berlin an den Grünen). Was soll er sonst sagen – „wählt uns, aber mitregieren wollen wir eigentlich nicht“? Damit ist die Linke ja schon ganz toll gefahren, das begeistert. „Wir wollen nur im Parlament sitzen und dagegen sein“ – „hey super, meine Stimme habt ihr!“ Nein, wenn, dann lässt man sowas an unakzeptablen Bedingungen der Anderen scheitern, aber winkt nich gleich ab.

    Die PP hat glaube ich, gerade ganz andere Sorgen, angefangen bei den Spackeria-Leuten, die scheinbar eine Happy-Happy-Facebook-Lobbypartei aus den Piraten machen wollen, bis hin zu diversen Quer- und Seitensinsteigern, die nun mit dem Erfolg plötzlich ankommen, und sich vorher nicht für die PP interessierten, oder sogar gegen sie argumentierten. Und im Programm sind auch noch einige, öhm, Lücken. Da haben die Berliner zwar schon gezeigt, mit welchen Themen man weitere Wählerschichten zu den bisherigen 2,5% hinzu erschließt. Aber mit „Bescheidenheit“ sind mir Leute wie Paradigmen-Zerklopper Lauer jetzt auch nicht gerade aufgefallen. Eher durch seine plötzlichen Zweifel an Transparenz, und flotte Sprüche. Aber jetzt geht es eher darum zu zeigen, dass eine andere Politik realistisch möglich ist, als rumzulabern.

    Im Übrigen sind Umfragen 2 Jahre vor der eigentlichen Wahl sehr trügerisch, bzw. für die Tonne, und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass die PP zur BTW dann eher wieder bei 4% oder so liegt. Wieviel % wollten die Grünen in Berlin noch gerne haben?

  12. Warum das zensierte Zitat? Ich mein, zum Einen wurde hier auf die Quelle verwiesen (wo man den Ausspruch unzensiert nachlesen kann), zum Anderen ist die Aussage ganz klar erkennbar als Zitat gekennzeichnet. Wenn der Morlang den Nerz öffentlich als „Frettchen“ bezeichnet, dann ist das doch dem Morlang sein Problem und nicht das der Berichterstattung?

    Darüber hinaus gehe ich mal davon aus, dass ein Pirat damit umgehen kann, wenn er öffentlich beleidigt wird. Lächeln und Schweigen statt Wettern und Klagen. Oder wie geht das alte Sprichwort noch gleich: „Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich ein Borstenvieh an ihr reibt?“

  13. Geklaute Themen, keine Richtung, Selbstüberschätzung.

    Ey, ich hab kein Bock auf Parteien, was mach ich nun?
    Richtig, ich gründe eine Partei!
    Und wenn ich kein Bock auf Politik hab?
    Werd ich Pirat!

    Wer die PP wagt zu kritisieren ist entweder DAU oder Fremdparteiler. Das man möglicherweise eine Sammeltruppe aus Karrieristen, Heuchlern und moralinsauren Naivlingen schlichtweg noch weniger ertragen mag, als die vorhandene Parteiensuppe, kommt wohl nicht in den Sinn.

    Alles in Allem verwundern vor diesem Hintergrund die öffentlichen Vielklänge der PP nicht.
    Alles klar zum Lachen.

  14. „Pelzig hält sich“ ist für mich ein Commedytalk. Man darf nicht alles was, dort gesagt wird, für bare Münze nehmen. Es ist wichtig, das wir im Gespräch bleiben. Heute Abend zum Beispiel bei „Raab“

  15. Ich kann mich der Mehrheit der Kommentatoren hier nur anschließen: Himmelherrgottnochmal, legt doch bitte nicht jedes Wort derart auf die Goldwaage (weniger an Markus gerichtet als vielmehr an die Berliner Piraten). Sebastian Nerz hat

    1.) ein sehr, sehr sachliches und bescheidenes Interview geführt, auch im Hinblick auf seine eigenen Kompetenzen („Das ist ein Thema, über das wir in der Partei noch nicht endgültig beraten haben.“, „Auch darüber haben wir als Partei noch kein endgültiges Votum.“, …) und hat

    2.) nicht drum herum geredet bei der Frage nach Rot-Grün-Orange. Natürlich muss es erst einmal eine solche Konstellation bei den Wahlergebnissen geben (hat er ja auch gesagt) und natürlich muss die Partei damit einverstanden sein. Aber als Bundesvorsitzender vertritt er nun mal deren Interessen in der Öffentlichkeit und ich denke, die hat er mit „wenn wir die Möglichkeit haben, unsere Themen und unseren Politikstil durchzusetzen“ schon ganz gut getroffen (wir Piraten wollen schließlich sachbezogen handeln). Sollen wir bei Interviews demnächst immer einen Parteitag abhalten?

    Andererseits darf man die regulierende Wirkung der Äußerungen der Berliner Piraten natürlich nicht außer Acht lassen: So machen sie dem Parteivorsitzenden und allen anderen in Partei- bzw. Fraktionsämtern immer wieder mehr oder weniger subtil klar, dass in der Piratenpartei die Gesamtheit der Mitglieder das Sagen hat, und nicht einige wenige.

    In jedem Fall sollten wir uns in den Diskussionen über die Piraten in Zukunft an das halten, was Constanze Kurz in mehreren Interviews in der letzten Zeit äußerte: Entschleunigung üben, zwei- oder von mir aus auch dreimal nachdenken, bevor man etwas sagt, und nicht sofort jede Äußerung hochpotenzieren! Die traditionellen Medien werden zwar hoffentlich über kurz oder lang an den vielen Shitstorms ermüden, die im Zusammenhang mit den Piraten täglich durchs Internet gehen, aber sie sind dennoch zeitraubend und könnten um einiges besser für Parteiarbeit / Arbeit für die gemeinsame Sache eingesetzt werden.

    1. Hallo,

      ich halte die Disskusion auch für überzogen, – wenn ich jetzt in der Piratenpartei wäre, – dann wäre ich dies aus einem bestimmten Grund (zum Beispiel BGE) – und würde über alle anderen Sachen Informiert sein, – aber nicht zu 100% – weil ich mich nicht mit allen Themen auseinandersetzten kann / oder will…

      Wenn ich jetzt ein Interview hätte (als Pirat) – und wäre gefragt worden, ob ich mir Lila/Neongelb/Rosa vorstellen könnte… – na klar kann ich mir das vorstellen – die Frage ist nur ob es dazu kommt – und das wird die Geschichte Zeigen…

      So gesehen regt mich ein: – Blühende Landschaftsversprechen von Kohl viel mehr auf…

      Abgesehen davon das die Piraten nuneinmal eine echte Alternative sind ! – Vor allem, da sie noch in kein Rechts/Mitte/Links/Unten/Oben – Schema gedrückt wurden…

      CDU: – mag es Kinder im Ausland schuften zu lassen
      SPD: – mag es nicht Kinder im Ausland schuften zu lassen – sieht aber drüber weg
      FDP: – lässt Kinder im Ausland schuften
      Grüne: wollen Ökologische Arbeitsplätze für die schuftenden Kinder
      Linke: Sollten Theorethisch dagegen sein – praktisch ???
      Piraten: – Kinderarbeit No Go !!! ???

      – Wer mir jetzt erzählen will, – CDU/SPD/FDP/GRÜNE – seien ganz strikt gegen Kinderarbeit – den Frage ich einfach – warum es diese noch gibt ??? Ein Importverbot – hätte schon vor 20 Jahren mit großer Mehrheit im Bundestag beschlossen sein können, – wenn man das wirklich wollte……..

      1. @ Sorry, worum gehts bei Deiner (etwas kruden) Argumentation? Du wirst doch sicherlich Belege für Deine steilen Thesen finden, z.B. ein Beschluss, dass die Piraten gegen Kinderarbeit sind und die anderen nicht.

      2. Hallo markus,

        sorry – ich schiesse immer etwas über die Themen hinaus – bei der Aussage zu den Piraten steht ja auch ein !!!??? dahinter, – das bedeutet das ich hoffe, – das die Piraten (auch in diesen Fragen) für die Menschenrechte sind – kann es aber nicht belegen… (ist also eine Annahme)

        Das die FPD/CDU defacto für Kinderarbeit ist kann ich aber sehr wohl belegen (notfalls auch Schriftlich)
        – zum einen wäre da z.b die Beteilgung der Deutschen Bank an Kinderarbeit (Uranabbau im Niger) über ein Tochterunternehmen dieser Bank (Meralo heissen die – glaube ich) – dazu gibt es einen Bericht im Magazin: Hintergrund
        zum anderen habe ich eine vom Bundeswirtschaftsministerium abgelehnte Petition – die forderte die Einfuhr von Produkten aus Kinderarbeit zu verbieten, – und die Beteiligung daran unter Strafe zu stellen – welche vom BMWI mit der Begründung abgelehnt wurde – man müsse die Soveränität der Staaten akzeptieren !!! (aber Plagiate verbieten geht)

        Und dann gibts z.b Rainer Brüderle – der einen Vorstandssitz in der Deutschen Bank hat – und Wirtschaftsminister war/ist ???
        – Für mich heisst das, – dieselbe Person die daran Geld verdient das Kinder schuften, verstrahlt werden etc…, – lehnt auch ein Gesetz dagegen ab…

        – zumal ist die Thematik der Kinderarbeit (siehe z.b. auch Doku: Blutige Handys) – ja keine versteckte – und CDU/FDP/SPD/GRÜNE waren alle in der Regierung !!! – aber es werden weiterhin, Steine, Uran, Kobalt, Textilien, etc… – aus Kinderarbeit eingeführt…

        – Auch gab es in Berlin (vor ein paar Jahren) kurz einen Aufschrei (der verstummte… ???) als bekannt wurde das die Steine (Bodenbelag) am Blücherplatz ??? aus Indischer Kinderarbeit stammten (wie sehr sehr viele Steine auf Plätzen) – und der entsprechende (für den Einkauf verantwortliche) Redierungsbeamte meinte: – Es zählt alleine der Preis !!! – und so Ordert die Regierung in Ihren Institutionen Parteiübergreifend (obwohl man als Großkunde Bedingungen stellen könnte) – fleissig Produkte (Steine/Möbel/Elektronik/etc…) ohne den Menschenrechten (die sie für Ihr eigenes Land durchaus wollen) – Respekt zu zollen…

        Ich könnte jetzt noch mehr Bespiele nennen – aber da müsste ich jetzt auch erst suchen – da sie nicht per se im Kopf habe… – ich hoffe mal, meine Kruden Thesen (würde es überspitzte notwendige Provokation nennen) – haben etwas an Substanz gewonnen, zumal sich das alles Zweifelsfrei Nachweisen lässt……

  16. Ich habe bei den Artikeln das Gefuehl, hier werden die Piraten ggf. gegeneinander ausgespielt:

    Frage an P1: Was halten sie von der Koalition irgendwas-orange?
    Anwort P1: Koennte man unter Voraussetzungen zustimmen.

    Frage an P2: P1 hat sich fuer eine Koalition irgendwas-orange ausgesprochen. Was halten sie davon?

  17. Was hätte Nerz denn sonst auf diese Frage antworten sollen? Denken und überlegen bevor man auf Twitter & Co. lospoltert, täte manchen Trollen (was sicher nicht nur Piraten sind) ganz gut tun. Welcher Shitstorm wäre denn ausgelöst worden, hätte Nerz jegliche politische Verantwortung demonstrativ abgelehnt? Man sollte (als Pirat) für jede Sendeminute froh sein, die man noch von der Welle der Berlin- Wahl mitnehmen konnte. Da leisten sich Politiker der etablierten Parteien (Pofalla, Kauder, Uhl u.v.m.) heftigere Schnitzer, aber da versuchen die Parteikollegen die Wogen zu glätten, so gut es geht. Die Piraten können durchaus auch von anderen Parteien was lernen und wenn es nur die eigene Zurückhaltung ist…

  18. tja. kaum winkt ein irgendwie geartetes staatliches einkommen, ohne dafür sozialabgaben entrichten zu müssen und sogar privat versichert ist, sch..t man auf das was mal was…..wie ich höre will man „ein bisschen“ was machen…..toll.

    am besten ihr verpisst euch wieder ins unterdeck, so wird das nichts liebe PP

  19. Was genau ist denn falsch an der Aussage von Nerz?

    „Wenn sich das anbietet…“ – Klar, wann denn sonst? Wenn sich das nicht anbietet, ist das doch sowieso kein Thema, oder? Und wenn sich das anbietet, wird das ganz natürlich zum Thema. Ein Thema, über das man sich spätestens dann einig werden muss. Und bis da hin sind die Diskussionen darüber doch reine Theorie. Reine Gedankenspiele. Was sollte daran falsch sein? Unbescheidenheit? Dass ich nicht lache! „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ (Wilhelm Busch).

    „wenn wir die Möglichkeit haben, unsere Themen und unseren Politikstil durchzusetzen“
    Themen durchsetzen? Klar, dazu ist diese Partei doch da. Man hat Themen, man hat Ziele, und wenn eine Partei erst mal verlernt hat, die eigenen Themen und Ziele ins Zentrum zu rücken, dann ist sie etabliert und eine Partei, die einfach nur um der Macht willen ggf. jede eigene Position verrät. Nicht die Art Partei, die ich wählen würde. Also: Eigene Themen durchsetzen ist natürlich und selbstverständlich eine Voraussetzung für das Mitmischen in der Politik. Ansonsten wird’s öde und langweilig.

    Und das mit dem Politikstil? Das ist vielleicht der einzige Fehler hier. Nicht der Stil ist relevant, sondern der Inhalt. Wenn es den Piraten nur um Stilfragen ginge, würde ich sie weitgehend ignorieren. Aber darum geht es (hoffentlich) nicht.

  20. grad in den heute nachrichten „die piraten geben aber zu, dass sie nicht wissen wie man den datenschutz verbessern kann“

    äh. vielleicht sollte man dann mal anfangen seine hausaufgaben zu machen?

    1. Normalerweise sollte man einem Troll nicht antworten. Es weiß unter den derzeit gegebenen Umständen niemand, wie man den Datenschutz verbessern könnte. Du etwa, @fritzdermeckerer? Dann schieß mal los! Der Unterschied zu den anderen Parteien ist jedoch, dass die Piraten das wissen und es ungeniert zugeben. Andere reden lieber populistisch und sinnfrei daher, haben aber selbst keine Lösung.

  21. Schade, dass Netzpolitik immer wieder mal Kindergarten Niveau durchblicken lässt. Da wird gerne mal mit dem Finger auf andere gezeigt, jedes Pfürzchen des Autors in den Medien dokumentiert und eben irgendwelche Kleinkriege ausgetragen.
    Früher habe ich netzpolitik.org immer gerne mal gelesen. Inzwischen fällt es mir manchmal aber wirklich schwer.

  22. Wenn die Berliner Piraten jetzt immer damit kommen, dass sie alles besser wissen, weil sie haben ja das tolle Wahlergebnis eingefahren, wird das aber auch schnell alt. So habe ich mir das nicht vorgestellt, als ich das Kreuzchen gemacht habe. Also stoßt euch ruhig gegenseitig vors Schienbein, aber bitte ohne ständig zu vergleichen, wer den längeren Balken hat.

  23. Ich denke die fehlende Bescheidenheit war auch darauf gemünzt, dass Nerz über Umfragen spricht wie über Wahlergebnisse. Da war schon die Sprache von Regierungsbeteiligung, Justizministerium und so weiter. Und gerade am Beispiel der Grünen lernt man schnell, dass Umfragewerte keine Wahlergebnisse sind. Ein bisschen Bescheidenheit ist hier sicher angebracht.

    Allerdings biedert sich gerade die Berliner Fraktion ja Rot-Grün an. Es wird auch über eine Duldung einer Rot-Grünen Regierung geredet. Dass man aber auf Rot-Rot-Orange abzielt, zeigt aber genau wie die Aussage von Nerz die Offenheit um die Positionen der Piratenpartei durchzusetzen.

    In der Piratenpartei herrscht ein unterschiedliches Verständnis von den Aufgaben der gewählten Vertreter. Einige würden ihnen gerne Maulkörbe verteilen und zu Verwaltern degradieren. Aber der Ton ist normal und deutet nicht darauf, dass sich die Piratenpartei zerfleischt. Immerhin konnten Nerz und (Teile von) Berlin sich nie gut riechen. Aber die beruhigen sich schnell wieder.

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